Power Enterprise Pools 2.0 mit Utility Capacity
IBM® Power Enterprise Pools 2.0 stellt Kunden, die eine private Cloudinfrastruktur implementieren und verwalten, erweiterte Funktionen für die gemeinsame Nutzung von Ressourcen zwischen mehreren Systemen und die minutengenaue Nutzung von lokalen Computerressourcen bereit. Die Server Power E950, Power E980, Power S924 (9009-42G) und Power S922 (9009-22G) werden in Power Enterprise Pools 2.0 unterstützt. Die Server Power S924 und Power S922 können im selben Pool installiert werden. Jedoch können weder Server vom Typ Power E950 noch Server vom Typ Power E980 in einem Pool mit einem anderen Systemtyp kombiniert werden.
Alle installierten Prozessoren und der Speicher auf Servern in einem Power Enterprise Pool 2.0 werden beim Starten eines Pools aktiviert und für die sofortige Verwendung bereitgestellt. Prozessor- und Speicherbelegung auf jedem Server werden minutengenau verfolgt und für den gesamten Pool zusammengefasst.
Die Basisprozessoraktivierungsfunktionen und die Basisspeicheraktivierungsfunktionen sowie die entsprechenden Softwarelizenzberechtigungen werden für jeden Server in einem Power Enterprise Pool 2.0 erworben. Die Basisressourcen werden für den gesamten Pool zusammengefasst und gemeinsam genutzt, ohne sie zwischen Servern verschieben zu müssen. Die nicht erworbene Kapazität im Pool kann auf Basis einer nutzungsabhängigen Preisgestaltung verwendet werden. Die Ressourcennutzung, die die zusammengefassten Basisressourcen des Pools überschreitet, wird als Kapazität mit minutengenauer Lizenznutzungszählung berechnet und in Echtzeit von gekauftem Kapazitätsguthaben abgebucht. Das Kapazitätsguthaben kann bei IBM, einem autorisierten IBM Business Partner oder online auf der Website IBM Entitled Systems Support, soweit verfügbar, erworben werden.
Die Prozessorbelegung wird basierend auf dem tatsächlichen Verbrauch nach Partitionen verfolgt. Die Speicherbelegung wird basierend auf der Zuordnung von Speicher zu aktiven Partitionen verfolgt und basiert nicht auf der Verwendung des Speichers durch das Betriebssystem. Sowohl Prozessor- als auch Speicherbelegung werden minutengenau verfolgt und in Rechnung gestellt. Sowohl Prozessor- als auch Speicherbelegung basieren auf der durchschnittlichen Nutzung für eine Minute und nicht auf der maximalen Nutzung in der Minute.
Die Basisspeicheraktivierungsfunktionen und -messung sind für Systeme vom Typ Power S924 und Power S922 nicht aktiviert, da der gesamte installierte Speicher beim Kauf dieser Systeme enthalten ist. Die Speicherbelegung kann jedoch verfolgt werden.
- Beliebiger Betriebssystemkern (ein Kern, auf dem jedes Betriebssystem, das auf Power-Systemen unterstützt wird, ausgeführt werden kann)
- Linux®- oder VIOS-Kern (ein Kern, auf dem nur Linux oder VIOS ausgeführt werden kann)
- IBM AIX-Software (pro Kern lizenziert)
- IBM i-Software (pro Kern lizenziert)
Für Linux- oder VIOS-Partitionen gibt es keine Softwaregebühren. Die Lizenzberechtigung für Linux muss nach Bedarf separat erworben werden, um die entsprechenden Kerne oder Sockets, die aktiviert und für die Verwendung durch Power Enterprise Pools 2.0 verfügbar sind, zu unterstützen.
Es kann ein monatliches Budget für die gemessene Kapazitätsnutzung festgelegt werden.
Ein Power Enterprise Pool 2.0 wird von der IBM Cloud Management Console (CMC) überwacht und verwaltet. Die CMC-Anwendung Enterprise Pools 2.0 ermöglicht die Überwachung von Basis- und gemessener Kapazität in einem Power Enterprise Pool 2.0 mit zusammenfassenden und differenzierten Drilldown-Ansichten der historischen und Echtzeit-Ressourcennutzung nach Partition.
Anforderungen an die Konfiguration von Power Enterprise Pools 2.0
- Wenn die Power Systems Firmware-Version FW940.1 oder höher und für die HMC Version 9.1.941 oder höher verwendet wird, werden von jedem einzelnen Power Enterprise Pool 2.0 maximal 1500 logische Partitionen in bis zu 48 Systemen vom Typ Power E950 oder in bis zu 48 Systemen vom Typ Power S924 (9009-42G) und Power S922 (9009-22G) unterstützt. Zudem werden von jeder Hardware Management Console(HMC) maximal 500 logische Partitionen unterstützt.
- Wenn die Power Systems Firmware-Version FW940 oder höher und für die HMC Version 9.1.940 oder höher verwendet wird, werden von einem einzelnen Power Enterprise Pool 2.0 maximal 1500 logische Partitionen in bis zu 48 Systemen vom Typ Power E980 unterstützt. Zudem werden von jeder Hardware Management Console(HMC) maximal 500 logische Partitionen unterstützt.
- Systeme vom Typ Power E980 und Power E950 können in einem Power Enterprise Pool 2.0 nicht kombiniert werden. Systeme vom Typ Power S924 und Power S922 können in einem Pool kombiniert werden. Mit Systemen vom Typ Power E980 oder Power E950 können diese Systeme jedoch nicht kombiniert werden.
- Eine einzelne CMC-Instanz kann maximal 1.500 logische Partitionen in allen Power Enterprise Pools 2.0 unterstützen.
- Bei jedem System vom Typ Power E980 oder Power E950 muss mindestens ein installierter Prozessor über die Basisprozessoraktivierungsfunktionen aktiviert werden und mindestens 265 GB des installierten Speichers müssen über die Basisspeicheraktivierungsfunktionen aktiviert werden.
Bei jedem System vom Typ Power E980, bei dem eine Power Systems Firmware-Version vor FW940.1 verwendet wird, müssen mindestens 25 % der installierten Prozessoren über die Basisprozessoraktivierungsfunktionen aktiviert werden und mindestens 50 % des installierten Speichers müssen über die Basisspeicheraktivierungsfunktionen aktiviert werden.
- Bei jedem System vom Typ Power S924 oder Power S922 muss mindestens ein installierter Prozessor über die Basisprozessoraktivierungsfunktionen aktiviert werden.
- Alle Server vom Typ IBM Power Systems in einem Power Enterprise Pool 2.0 müssen einem Gewährleistungsvertrag oder einem aktuellen IBM Hardwarewartungsvertrag mit demselben Service-Level unterliegen.
- Alle Server vom Typ IBM Power Systems in einem Power Enterprise Pool 2.0 müssen sich innerhalb eines einzelnen Unternehmens und innerhalb eines einzelnen Landes befinden.
- Alle Prozessorkerne, die durch die Basisprozessoraktivierungsfunktionen aktiviert werden, für ein unterstütztes Betriebssystem lizenziert und für die zugehörige Versionspflege und Softwareunterstützung registriert sein. Zudem ist bei der Registrierung für die zugehörige Versionspflege und Softwareunterstützung eine CMC-Subskription erforderlich, die in der Regel in IBM Power Systems Enterprise Cloud Edition (5765-ECB) oder IBM Power Systems Enterprise Cloud Edition with AIX (5765-CBA) enthalten ist.
- Alle Server vom Typ IBM Power Systems in einem Power Enterprise Pool 2.0 müssen mit einer IBM Cloud Management Console über eine HMC verbunden sein.
- Kapazitätsguthaben, das bei IBM, einem IBM Business Partner oder auf der Website IBM Entitled Systems Support, soweit verfügbar, erworben wurde.
- Ergänzende Bedingungen für Power Enterprise Pools 2.0 with Cloud Management (Z126-8404), die entweder beim Kauf von Kapazitätsguthaben unterschrieben oder im Rahmen einer Transaktion zum Kauf von Kapazitätsguthaben online auf der Website "Entitled Systems Support" akzeptiert wurden.
- In Servern vom Typ IBM Power Systems mit einem Power Enterprise Pool 2.0 sind alle Partitionen mit gemeinsam genutzten Prozessoren zulässig. Partitionen mit dedizierten Prozessoren sind nur zulässig, wenn die Power Systems Firmware-Version FW950 oder höher verwendet wird, wenn für die HMC Version 9.2.950 oder höher verwendet wird und wenn der Power Enterprise Pool 2.0 in CMC erstellt wird, um Partitionen mit dedizierten Prozessoren zuzulassen.
- Für alle Hardware Management Consoles, die Server vom Typ IBM Power Systems in einem Power Enterprise Pool 2.0 verwalten, muss Network Time Protocol (NTP) aktiviert sein.
- Für jeden Server vom Typ IBM Power Systems in einem Power Enterprise Pool 2.0 muss Performance and Capacity Monitoring (PCM) über die HMC aktiviert sein.
Erste Schritte mit Power Enterprise Pools 2.0
- Erwerben Sie mindestens ein System vom Typ Power E950 oder ein System vom Typ Power E980 mit den Basisprozessoraktivierungsfunktionen und den Basisspeicheraktivierungsfunktionen sowie den entsprechenden Softwarelizenzberechtigungen. Oder erwerben Sie mindestens ein System vom Typ Power S922 (9009-22G) oder vom Typ Power S924 (9009-42G) mit Basisprozessoraktivierungsfunktionen und den entsprechenden Softwarelizenzberechtigungen.
- Erwerben Sie bei einem IBM Business Partner, direkt bei IBM Sales oder auf der Website IBM Entitled Systems Support (ESS) (sofern verfügbar) ein anfängliches Kapazitätsguthaben für die Bezahlung einer gemessenen Kapazitätsnutzung.
- Verwenden Sie die Website IBM Entitled Systems Support, einen Power Enterprise Pool 2.0, indem Sie die Seriennummer eines Systems vom Typ Power E950, Power E980, Power S922 oder Power S924 mit zugehörigem Kapazitätsguthaben eingeben.
- Greifen Sie auf die IBM Cloud Management Console zu und erstellen Sie einen Power Enterprise Pool 2.0. Verwenden Sie dabei die Pool-ID, die auf der IBM ESS-Website angegeben wurde, als der Pool gestartet wurde, und ordnen Sie andere Power-Systeme zu.
- Danach werden alle Prozessor- und Speicherressourcen auf allen Power-Systemen im Pool aktiviert und CMC beginnt mit der Überwachung des Pools.
- Die verbrauchten Minuten an Ressourcen mit Lizenznutzungszählung über der für den Pool zusammengefassten Basis für diese Ressource werden durch CMC auf Echtzeitbasis vom Kapazitätsguthaben des Pools abgebucht und in ESS täglich aktualisiert.
Weitere Informationen zur IBM Cloud Management Console finden Sie unter https://ibmcmc.zendesk.com/hc/en-us/sections/207305647-FAQ.
Weitere Informationen zur CMC-Anwendung Enterprise Pools 2.0 finden Sie unter https://ibmcmc.zendesk.com/hc/en-us/articles/360021928094-Enterprise-Pools-2-0.