Was ist ein OEM (Original-Equipment-Manufacturer)?

Von IBM Services

Eine integrierte Supportstrategie für Systeme, Software und Komponenten von Drittanbietern

Ein Original-Equipment-Manufacturer (OEM) stellt Systeme oder Komponenten her, die in einem Endprodukt eines anderen Unternehmens eingesetzt werden. Computerhersteller zum Beispiel bündeln oder integrieren OEM-Teile – wie Prozessoren und Software – in die Lösungen, die sie verkaufen.

OEMs können helfen, Zeit und Geld zu sparen. Durch Komponenten von Drittanbietern können sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, anstatt jedes tertiäre Teil oder System selbst entwickeln zu müssen.

Ein Endkunde, z. B. eine IT-Abteilung, kann Produktpakete und -systeme mit mehreren OEM- und Drittherstellerprodukten versehen. In der Regel ist hierfür eine zentrale Steuerung erforderlich, um Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Systems zu gewährleisten.

 

Warum OEMs wichtig sind

Durch die Zusammenarbeit mit einem OEM können Hersteller oder Reseller ihre Kosten senken. Unternehmen müssen keine Fertigungseinrichtungen aufbauen oder die OEM-Produktion im eigenen Haus übernehmen. Sie integrieren einfach die OEM-Teile in ihr System und verkaufen die Produkte unter ihrem eigenen Markennamen.

OEM-Produkte können aufgrund von Größenvorteilen billiger gefertigt werden. "Der OEM zeichnet sich dadurch aus, dass er nur ein Produkt fertigt. Der Erfolg ergibt sich daraus, dass Hunderttausende oder sogar Millionen dieser Produkte auf kosteneffiziente und optimierte Weise gefertigt werden", so die Einschätzung von TheStreet.⁽¹⁾

Darüber hinaus können OEMs eine guten ROI bieten. "OEM-Teile, -Komponenten und -Produkte verlängern die Lebensdauer des Produkts des Partnerunternehmens und erhalten so maximale Leistung, sparen Geld mit Ersatzteilen und verbessern das Geschäftsergebnis des Unternehmens".⁽²⁾

Die Kosteneinsparungen werden in der Regel an den Kunden weitergegeben, der das Produktpaket oder das System kauft.

Für den Endkunden kann die Verwaltung mehrerer Produkte, Systeme und Lieferanten zu einer komplizierten Aufgabe werden. Wenn ein Unternehmen neue Technologien einführt, wird dadurch auch das Modell für technische Unterstützung und Wartung exponentiell komplexer. Dutzende von OEMs und Drittanbietern können Lösungen für ihre Hardware- und Softwareprodukte anbieten.

Viele Unternehmen reduzieren die Komplexität bei den OEM- und Lieferantenprozessen durch ein zentrales Support- und Servicemodell.

"Die Unterstützung von IT-Lösungen mit Produkten von mehreren Anbietern ist vergleichbar mit der Handhabung von 30.000 Teilen, aus denen ein Fahrzeug besteht", erklärt David Subia in seinem IBM Blog. "Würden Sie in einem solchen Fall die Einzelteile von mehreren Anbietern verwalten lassen, oder einen vertrauenswürdigen Mechaniker beaufragen, um sicherzustellen, dass die Wartungsarbeiten effizient, sicher und kostengünstig ausgeführt werden?" 

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Hauptmerkmale einer effektiven OEM-Unterstützung

Ein IT-Support-Anbieter bietet Services für die Unterstützung der Umgebung mit Komponenten unterschiedlicher Hersteller bei einem Kunden an. Der Anbieter kann Beziehungen zu mehreren OEMs und Drittanbietern im Namen des Kundenunternehmens verwalten – über einen zentralen Ansprechpartner.

Ein Servicepartner kann Produkte von verschiedenen Anbietern unterstützen, vereinfachte Rechnungsstellung anbieten und konsistente Service-Levels verwalten. Der Anbieter übernimmt dabei auch die Logistik beim System-/Teiletausch mit Lieferanten und stellt sicher, dass bei Bedarf die benötigten Komponenten oder Teile zur Verfügung stehen.

Der richtige Supportpartner verwendet auch technologische Innovationen wie künstliche Intelligenz (KI) und Analysefunktionen, um Produkt- oder Systemprobleme proaktiv zu überwachen, diagnostizieren und beheben.

Blockchain

Produktkorrekturen, Patches, Updates und andere Funktionen werden oft automatisch durchgeführt, ohne dass die Operatoren benachrichtigt werden. Im Rahmen seiner Serviceleistungen dokumentiert ein Support-Provider, dass die Arbeit abgeschlossen ist. Eine Blockchain kann dabei unterstützend wirken, indem Rückverfolgbarkeit und Verantwortlichkeit im gesamten System gewährleistet werden.

Durch die Einbettung einer Blockchain in Multivendor-Support-Verträge können Support-Services prüfbereite Transaktionsdaten bereitstellen, während SLA-Metriken (SLA-Service Level Agreement) überwacht werden.

Predictive Analytics

Prädiktive Analysen extrahieren aussagekräftige Informationen aus Daten, um Trends und Verhaltensweisen vorherzusagen. Über kognitive Technologie (z. B. KI) können Fragen von Hunderten von Mitarbeitern aus dem technischen Support verarbeitet werden. Diese Technologie führt Analysen und Einstufungen für Supportlösungen mithilfe von Wahrscheinlichkeitsbewertungen auf Basis von vorherigen Fixes, Protokolldateien und anderen technischen Dokumentationen durch. Mit diesen Funktionen kann ein Unternehmen Hardwarefehler erkennen, bevor sie auftreten, und verhindern, dass sie erneut auftreten.

Augmented Reality (AR)

Eine AR-Plattform bietet Visualisierungstools und 3D-Modellierung für mobile Geräte. Mit dieser Plattform können Techniker Echtzeitbilder von technischen Problemen erfassen und mit einem remote angebundenen Produktspezialisten teilen. Der Spezialist leitet dann den Techniker über interaktive Sprach- und Videolinks bei der Problembehebung an.

Durch die Möglichkeit für Techniker, unmittelbar auf das richtige Wissen für jede Situation zuzugreifen, lassen sich die Kosten für Supportoperationen senken und die Betriebsbereitschaft von Systemem sicherstellen.

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Quellen:

1. https://www.thestreet.com/markets/commodities/what-is-original-equipment-manufacturer-oem-14696882

2. Ebenda