Funktionsweise von IBM Multi-site Workload Lifeline (Lifeline)

Lastausgleich für Workloads

Lifeline nutzt zwei Ebenen des Lastausgleichs für Workloads, die TCP/IP-Anwendungen betreffen. Lifeline weist Load Balancer der ersten Ebene an, Workloadverbindungen an Load Balancer der zweiten Ebene an der ausgewählten Site zu leiten, die dann die Verbindungen an Anwendungen der Site weitergeben. Lifeline stützt sich bei Workloads mit Messaging auf IBM MQ®-Cluster. Lifeline weist den Cluster an, Workloadnachrichten an IBM MQ-Warteschlangenmanager der ausgewählten Site zu leiten, die die Nachrichten dann den Anwendungen bereitstellen.

Weiterleitungsempfehlungen im Hinblick auf die Site

Bei Workloads mit zwei Lastausgleichsebenen empfiehlt Lifeline dem Load Balancer der ersten Ebene, welche Site für die Verbindungsweiterleitung gewählt werden soll. Diesen Empfehlungen liegen die Verfügbarkeit und der Status der Workloadanwendungen, der z/OS-Systeme und (sofern zutreffend) der Linux® on IBM Z-Systeme an beiden Sites zugrunde. Bei Workloads, die IBM MQ-Cluster verwenden, empfiehlt Lifeline dem Cluster, welche Site für die Nachrichtenweiterleitung gewählt werden soll. Diesen Empfehlungen liegen die Verfügbarkeit und der Status des IBM MQ-Warteschlangenmanagers und der z/OS-Systeme an beiden Sites zugrunde.

Lifeline Advisors und Lifeline Agents

Lifeline besteht aus Lifeline Advisors und Lifeline Agents. Wenn Lifeline Agents erkennen, dass alle Workloadanwendungen oder IBM MQ-Warteschlangenmanager einer Site ausgefallen sind oder keinen stabilen Status aufweisen, erklärt der Lifeline Advisor einen Workloadfehler. Wenn Lifeline Agents erkennen, dass alle z/OS-Systeme und (sofern zutreffend) Linux on IBM Z-Systeme einer Site nicht mehr verfügbar sind, erklärt der Lifeline Advisor einen Sitefehler. In jedem Fall können neue Workloadanforderungen an die andere Site umgeleitet werden.

Workloadkonfigurationen

Eine Active/Standby-Workload besteht aus Workloadverbindung mit Transaktionen, die Datenbanken auf z/OS®-Systemen aktualisieren. Lifeline stellt sicher, dass Verbindungen für diese Update-Workloads immer nur an eine Site geleitet werden. Eine Active/Query-Workload besteht aus Workloadverbindungen mit Transaktionen, die nur Datenbanken auf z/OS-Systemen abfragen. Lifeline lässt zu, dass Verbindungen für diese Abfrageworkloads immer an eine der Sites oder an beide Sites geleitet werden.

Geplante Ausfälle

Wenn Sie eine Workload aufgrund einer geplanten Wartung inaktivieren müssen, erlaubt Lifeline es Ihnen, die Workload jetzt verfügbar zu halten, indem sie nahtlos von einer Site an eine andere verschoben wird. Lifeline-Befehle bestimmen dabei, wohin die Workloadanforderungen geleitet werden.

Technische Details

Softwarevoraussetzungen

Virtualisierung auf z/VM erfordert Version V5R3 oder höher.

Virtualisierung auf z/OS erfordert z/OS Version V2R1 oder höher mit Communications Server for z/OS.

    Hardwarevoraussetzungen

    Jedes System z, das z/OS V2R1 oder höher ausführen kann und den TCP/IP-Stack aus dem Communications Server for z/OS nutzt.