Sechs gute Gründe für die Nutzung von IPv6/VSE

Erweiterter Adressbereich

IBM® IPv6/VSE bietet einen deutlich größeren Adressbereich als IPv4 dank der Nutzung einer 128-Bit-Adresse. IPv4 nutzt nur 32 Bit. Der neue Adressbereich unterstützt ungefähr 3,4 × 1038 Adressen. Diese Erweiterung sorgt für Flexibilität bei der Zuordnung von Adressen und dem Routing des Datenverkehrs. Dadurch entfällt die Notwendigkeit der Netzwerkadressumsetzung (NAT), einer weit verbreiteten Maßnahme zur Lösung des Problems der knapper werdenden IPv4-Adressen.

Mehr Funktionen zur Vereinfachung von Verfahren

IPv6/VSE implementiert neue Funktionen, die Aspekte der Adresszuordnung (zustandslose automatische Adresskonfiguration) und Netzwerkneunummerierung (Präfix- und Router-Announcements) beim Wechsel von Internet-Providern erleichtern. Die IPv6-Subnetzgröße wurde standardisiert, indem die Größe des Host-ID-Bereichs einer Adresse auf 64 Bit festgeschrieben wurde, um einen automatischen Mechanismus für die Bildung der Host-ID aus Link-Layer-Medienadressierungsinformationen (MAC-Adresse) zu ermöglichen.

IPv4- und IPv6-TCP/IP-Stack

IPv6/VSE stellt einen IPv4- und einen IPv6-TCP/IP-Stack bereit. Der IPv6-Stack von IPv6/VSE wird in einer separaten Partition mit eigener Stack-ID ausgeführt. So können sowohl ein IPv4- als auch ein IPv6-Stack gleichzeitig innerhalb eines z/VSE-Systems ausgeführt werden. Die separate Ausführung von IPv4- und IPv6-Stacks in einem z/VSE-System ist sowohl für die Leistung als auch die Zuverlässigkeit von Vorteil. Vorhandene IPv4-Anwendungen können weiterhin unverändert mit dem IPv4-TCP/IP-Stack ausgeführt werden. Dies schützt bereits getätigte Investitionen.

Firewall-Schutz

IPv6/VSE enthält eine Basisfunktion für die Firewall-Sicherheit. Die Firewall untersucht IPv4- und IPv6-Ethernet-IP-Pakete auf grundlegende Arten von Informationen. Quellen-IP-Adresse, Paketprotokoll, TCP- oder UDP-Portnummern und ICMP-Nachrichtentyp und -code können verifiziert werden und die Verarbeitung kann akzeptiert oder abgelehnt werden.

Unterstützung für duale Stacks

IPv6/VSE unterstützt duale Stacks. Dadurch kann eine Anwendung gleichzeitig eine Verbindung zum IPv4- und IPv6-Netzwerk herstellen. Durch die Implementierung der Unterstützung für duale Stacks kann eine einzelne IPv6-fähige CICS-Transaktion oder Batch-Anwendung mit Partnern entweder über das IPv4- oder das IPv6-Netzwerk kommunizieren. Die verfügbaren erweiterten Socket-APIs können zur Einführung von IPv6-fähigen Anwendungen verwendet werden.

IPv6-fähige Dienstprogramme

Die mit IPv6/VSE verfügbaren Dienstprogramme werden außerhalb der IPv6/VSE-Stack-Partition ausgeführt. Die Ausführung von Anwendungen außerhalb der IPv6/VSE-Stack-Partition kann zu größerer Stabilität und besserer Leistung beitragen. IPv6/VSE enthält die folgenden Dienstprogramme: FTP-Server, Batch-FTP-Client, TN3270E-Server, NTP-Server, NTP-Client, Batch-E-Mail-Client, Batch-LPR, Batch-Remote-Execution-Client, Batch-PING und REXX-Automation.