Verwaltung und Zugänglichkeit von entfernt gespeicherten Daten

Durch Cloud-Speicher können Anwendungen Daten in ein Netz aus fernen, miteinander verbundenen Servern laden. Diese Daten lassen sich von den Anwendungen dann ortsunabhängig pflegen und abrufen. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über eine webbasierte API, die mit den Kundenanwendungen zusammenwirkt.

Es gibt hauptsächlich vier Speichertypen:

  • Persönlicher Speicher: Mit diesen Services können einzelne Benutzer Daten speichern und auf mehreren Geräten synchronisieren.
  • Öffentlicher Speicher: Ein Cloud-Speicher-Provider übernimmt das vollständige Management der Daten eines Unternehmens an einem externen Standort.
  • Privater Speicher: Der Cloud-Speicher-Provider arbeitet vor Ort im Rechenzentrum eines Unternehmens.
  • Hybrid-Speicher: Dabei handelt es sich um eine Kombination aus öffentlichem und privatem Cloud-Speicher.

Warum Cloud-Speicher?

Symbol für den einfachen Zugriff auf Cloud-Speicher

Einfacher Zugriff
Die Benutzer können praktisch überall von vielen verschiedenen Geräten über das Internet auf die in der Cloud gespeicherten Daten zugreifen.

Symbol für die Datenwiederherstellung in Cloud-Speicher

Wiederherstellung von Daten
Durch die Auslagerung von Daten an einen anderen Standort können Unternehmen Business-Continuity unterstützen.

Symbol für Kostensenkungen mit Cloud-Speicher

Kosten
Unternehmen können die Ausgaben für den Erwerb ihrer eigenen Speicherlösungen vermeiden, indem sie den fernen Speicher von Cloud-Providern nutzen.

Überlegungen in Bezug auf Cloud-Speicher

  • SicherheitDa Daten online zugänglich sind, sollten Kontrollmechanismen vorhanden sein, um Anwendungen und Benutzer zu authentifizieren. Möglicherweise benötigen Unternehmen auch Datenverschlüsselung.
  • SpeicherplatzWenn es um eine große Datenmenge geht, kann Cloud-Speicher teuer werden. Hybrid- oder On-Premises-Lösungen können zur Kostenkontrolle beitragen.
  • BandbreiteDurch die Nutzung eines Service mit verschiedenen Standorten lassen sich Netzprobleme durch Lastausgleich vermeiden. Bei manchem Speicher ist Caching von Vorteil.
  • ManagementschnittstelleDie Provider bieten unterschiedliche webbasierte Steuerkonsolen im Rahmen ihrer Services. Hier müssen Unternehmen darauf achten, dass die benötigten Optionen vorhanden sind.

40 Trilliarden Byte an Daten

Laut Prognosen wird Speichersoftware bis zum Jahr 2020 die Speicherhardware überholen. Zu diesem Zeitpunkt wird sie 40 Zettabyte (40 Trilliarden Byte) an Daten verwalten müssen.

Eine IBM Perspektive: Drei Speicheroptionen in einer Hybrid-Cloud-Welt

Foto von Steven Uniack, Cloud Adoption Leader for IBM Cloud

Steven Uniack
Cloud Adoption Leader and Executive Architect, IBM Watson and Cloud Platform
Twitter: @suniack

Aufgrund von neuen Workloads wie Analytics, Video und mobilen Anwendungen wächst Speicher auch weiterhin rasant. Während der Speicherbedarf zunimmt, stehen die meisten IT-Abteilungen unter ständigem Druck, die Kosten ihrer IT-Infrastruktur durch den Einsatz gemeinsam genutzter Cloud-Computing-Ressourcen zu senken.

Für Software-Designer und Lösungsarchitekten ist es unerlässlich, für die jeweiligen Anforderungen ihrer Workloads eine angemessene Speicherlösung – oder wie in vielen Unternehmen eine passende Mischung – zu finden. Für Unternehmen, die eine Hybrid-Cloud-Strategie verfolgen, bietet sich eine Mischung aus dediziertem On-Premises-Speicher und gemeinsam genutztem Off-Premises-Speicher an. Unabhängig von der Kombination müssen nicht nur der Standort, das Implementierungsmodell (privat, öffentlich, hybrid), der Umfang und die Kosten, sondern auch die wichtigsten Speichertypen genau geprüft werden.

Blockspeicher

Blockspeicher ist auch heute noch die Grundlage für die meisten Unternehmensanwendungen. Es gibt verschiedene Formen von Blockspeicher mit jeweils unterschiedlicher Leistung und Verfügbarkeit. Das Spektrum reicht von Speicher mit direktem Hostanschluss, der einen hohen IOPS-Wert (E/A-Operationen pro Sekunde) und geringe Latenz für datenintensive Workloads bietet, bis zu virtualisiertem Blockspeicher mit mittlerem/niedrigem IOPS-Wert, der sich eher für allgemeine oder flüchtige Workloads eignet.

Zwar verwenden Entwickler Blockspeicher (über ein Betriebssystem) aufgrund der Nutzung von höherwertigen Anwendungsplattformen immer weniger, doch der zugrunde liegende Speicher besteht immer noch aus Blockspeicher.

Dateispeicher

Dateispeicher, der auch als Network-attached Storage (NAS) bezeichnet wird, ist seit Langem die tragende Säule für die gemeinsame Datennutzung durch Benutzer und Anwendungsarchitekturen. Schon durch die Natur von Dateispeicherprotokollen wie NFS und CIFS ist die Einführung von Cloud-basiertem Speicher einfacher als Blockspeicher. Es gibt jedoch Faktoren wie die höhere Netzlatenz und der Durchsatz, die zu berücksichtigen sind. Ausschlaggebend ist dabei die Distanz zwischen Ihrer Anwendung und dem Anbieter von Cloud-Speicher. Cloud-Provider wie IBM bieten Dateispeicheroptionen, die sich mit herkömmlichen On-Premises-Speichersystemen zu einer hybriden Speicherlösung kombinieren lassen.

Der Einsatz eines Cloud-Speicher-Gateways ist eine Alternative, um einer bestehenden On-Premises-Anwendung praktisch unbegrenzten Speicher bereitzustellen. Cloud-Speicher-Gateways sind Einheiten (physische Geräte oder Software-Appliances), die sich lokal in einem Rechenzentrum befinden und mit Cloud-basiertem Objektspeicher verbunden werden. Dies kann eine effektive Maßnahme sein, um eine hybride Cloud-Speicherlösung einzuführen, ohne eine bestehende Anwendung signifikant umgestalten zu müssen.

Objektspeicher

Viele der neuen gezielt für die Cloud entwickelten Anwendungen nutzen Objektspeicher als primäre Speichermethode. Die Verwendung von einfachen REST-basierten APIs für HTTP ist die perfekte entwicklerorientierte Speicherlösung, da dabei keine Komplikationen durch Dateisysteme oder andere Low-Level-Betriebssystemaufrufe auftreten.

Objektspeicher eignet sich nicht nur für neue Anwendungen, sondern kann auch genutzt werden, um zusätzliche Anforderungen für bestehende Anwendungen zu erfüllen. Er kann auch als effektive Lösung für Sicherung oder Disaster-Recovery anstelle von bandbasierten Offsite-Lösungen eingesetzt werden und die Wiederherstellung von Daten beschleunigen.

Hybrider Cloud-Speicher hat eine vielversprechende Zukunft, da Unternehmen immer neue Anwendungen entwickeln und bestehende für Public- und Private-Cloud-Lösungen erweitern. Darüber hinaus nimmt die Nutzung von softwaredefiniertem Speicher zu, da Unternehmen die Virtualisierung, Automatisierung und Skalierbarkeit ihrer Speicherumgebungen ausbauen. Der Schlüssel für die Einführung der richtigen Lösung sind eine Speicherstrategie, die sich in die Cloud-Journey des Kunden einfügt, und die Wahl der richtigen Speicherlösungen für die Anforderungen der Workload.

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