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Digitalisierung in der Immobilienbranche – Apleona und IBM setzen auf neue Technologien

Die Digitalisierung macht auch vor dem sprichwörtlichen Betongold nicht halt – also vor Immobilien, die ja eigentlich per Definition fix sind, quasi immobil. Doch die Immobilienbranche ist in Bewegung und immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile der digitalen Transformation und nutzen dafür die Schubkraft neuer Technologien wie Cloud, KI oder Blockchain.

Ein Beispiel ist Apleona, die mit mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz zu den größten Immobiliendienstleistern Europas gehört und in über 30 Ländern Immobilien aller Asset-Klassen managt. Apleona hat erkannt, dass sie das etablierte Facility-Management-Modell ausweiten kann, indem sie strategischer Partner ihrer Firmenkunden wird und ihr Angebot transformiert, es digitalisiert. Dazu arbeitet Apleona bereits seit 2017 mit IBM in einer digitalen Partnerschaft zusammen, die kontinuierlich erweitert wird. Es wurden bereits eine ganze Reihe gemeinsamer Ideen umgesetzt und seit diesem Jahr gibt es unter anderem die folgenden neuen Applikationen:

  • Room Booking ist die einfache und schnelle Buchung von Räumen ohne viel Zeitaufwand über mobile Apps. Zudem steht auf dem mobilen Endgerät eine visuelle Darstellung zur Verfügung, welche Räume belegt oder frei sind. Man kann so kurzfristig freie Räume finden, ohne im Gebäude lange herumzuirren.
  • Mit Smart Ticketing können Office Worker über eine mobile App mit wenigen Klicks ein sogenanntes „Ticket“ erstellen, wenn sie ein Problem im Büro bemerken (zum Beispiel Verschmutzungen oder defekte Geräte). Der Office Worker kann die Bearbeitung dieses Auftrags über das Ticket in der App verfolgen – einfach und unkompliziert. Watson KI Services ermöglichen es, Probleme zu „erkennen“, um somit automatisch ein kategorisiertes Ticket erstellen zu können.
  • Energy Pods schließlich sind innovative und bequeme Mini-Kabinen für „Power Naps“ im Büroalltag, optional begleitet von Musik oder geführten Meditationen. Die stylischen Energy Pods dienen zum „Batterieaufladen“ für die Mitarbeiter und sind ebenfalls mobil buchbar. Im IBM Headquarter sind vier der Einheiten im Einsatz und sehr beliebt – weitere sind in Planung für andere Standorte.

Mehr Infos zum Thema App-Entwicklung und Modernisation hier.Digitalisierung-Immobilienbranche-Energy-Pod

Neue Technologien und agile Methoden als Schlüssel zu innovativen Lösungen

Die neuen Lösungen wurden in der IBM Garage for Cloud im Co-Creation-Modell gemeinsam mit Apleona und erfahrenen IBM IT-Consultants entwickelt. Die Applikationen werden größtenteils auf der IBM Cloud im Rechenzentrum Frankfurt gehostet, sind aber grundsätzlich ganz nach dem kundenorientierten, hybriden und skalierbaren Multicloud-Grundsatz von IBM flexibel einsetzbar. Auch die Zusammenarbeit mit bestehenden Microsoft Azure-Lösungen ist problemlos möglich.

Basis jeder Entwicklung sind die vorhandenen Daten, deren intelligente Nutzung auch im Immobilienmanagement – wie in so vielen anderen Branchen – der Schlüssel zu neuen Angeboten ist. Data Analystics, Cognitive Automation, Edge Computing und nicht zuletzt KI sind hier die Stichwörter; im Zusammenhang mit Sensortechnik und Clouds, die eine Bearbeitung und Übertragung dieser Datenströme überhaupt erst sicher ermöglichen. Dadurch schafft man smarte Umgebungen, die sich den Bedürfnissen der darin arbeitenden Menschen optimal anpassen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die digitale Transformation sind zudem innovative und agile Methoden. Apleona und IBM arbeiten im IBM Garage for Cloud-Modell zusammen, was sich bewährt hat und ausgebaut werden soll. Im IBM Watson IoT Center haben wir aktuell die Room-Booking-Lösung ausgerollt und das Center dient als Co-Creation Space, in dem IBM mit Apleona zusammenarbeitet. Dieser innovative Space befindet sich auf der 25. Etage des Centers und ermöglicht ein agiles Arbeiten.

Vom Labor in die Skalierung

Die Immobilienbranche hat die Chancen der Digitalisierung erkannt, doch es gibt auch kritische Stimmen, die nach Business Case und Kosteneinsparungen fragen. Wie schafft man es nun, die neuen Lösungen schnell zu skalieren? „In unserer Branche müssen Innovation und Monetarisierung immer zusammen gedacht werden. Deshalb ist es so wichtig, dass neue Ideen wie die mit IBM entwickelten Möglichkeiten immer auch Wettbewerbsvorteile, Effizienzverbesserungen und bessere Ressourcennutzung mit im Blick haben,“ so Dr. Keysberg, CEO von Apleona im Rahmen einer Paneldiskussion auf der Expo Real 2019.

Mit solchen digitalen Lösungen können individuelle Potenziale ausgeschöpft werden. Immobiliendienstleister bieten so echten Mehrwert und nutzen die Chancen der IT. Die Immobilienbranche kann sich der Digitalisierung nicht entziehen und wie Apleona werden sich auch andere Facility Manager den neuen Herausforderungen stellen müssen, um auf dem Markt bestehen  zu können. „Einfach starten, agil entwickeln und dabei die erforderliche Expertise an den Tisch bringen, dann schnell mit den adressierten Benutzern validieren und ausprobieren – so klappt es nach unserer Erfahrung meist recht unkompliziert“, erklärt Stefan Lutz, General Manager, IBM Services Transformation Program Leader bei IBM.

Und tatsächlich gibt es bereits neue Kunden aus verschiedenen Branchen, die auf die Innovation von Apleona und IBM setzen – darunter eine große deutsche Bank und global agierende Unternehmen aus der Technology- sowie der Energy & Automation-Branche. Außerdem sollen die Lösungen in weiteren Standorten von IBM zum Einsatz kommen. 2020 werden weitere Applikationen in den Roll-Out gehen, an denen bereits seit 2018 gearbeitet wurde – es bleibt also spannend.

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