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Wie die Fressnapf-Gruppe mit „Business by Design“ die Digitalisierung vorantreibt

Konsum 2020, Künstliche Intelligenz, Generation Z, Human Resources, Handel & Marke oder Innovationsmodelle – was haben all diese Schlagworte gemeinsam? Sie gehören zu den Top-Themen, die ab heute auf dem diesjährigen Deutschen Handelskongress in Berlin diskutiert werden. Sie bieten gleichzeitig einen Einblick in die hohe Bandbreite der Herausforderungen, vor denen der Handel aktuell steht. Ob Einkaufsverhalten der Konsumenten, Erwartungen an Sortiment und Verfügbarkeit von Waren und Information, der Forderung nach kompetenten Personal oder neue Arten der Kommunikation in einer digitalen Welt, durch die dieser Wandel getrieben wird – all das beschäftigt den Händler von heute und ist dennoch nur ein Bruchteil des gesamten Spektrums.

Wie gelingt es, eine zukunftstaugliche digitale Geschäftsstrategie für sich und seinen Markt zu entwickeln? Ein Tipp: Er muss das nicht allein machen. Mit dem passenden Partner, designbasierten Methoden und einer breiten Mischung an Experten und Disziplinen an einem Tisch lassen sich für jedes Handelssegment schnell zukünftige Szenarien entwickeln, testen und skalieren. Business by Design nennen wir das. Die Tierbedarf-Experten der Fressnapf-Gruppe machen es schon vor.

Design als Mindset, Methode und Prozess verinnerlichen

Geht es um die Zukunft des Handels und eine zeitgemäße Customer Experience, dreht sich zunächst viel um den Einsatz neuer Technologien – von KI und Big Data über VR/AR bis zu Blockchain, IoT und vielen mehr. Erfolgreiche digitale Transformation ist jedoch weit mehr als die Aneinanderreihung von Webshop, digitalem Verkaufsassistenten im Geschäft oder auf dem Smartphone und der neuen Self-Checkout-Lösung. Hier wird immer stärker nach Partnern gesucht, die Innovationskultur und Technologiekompetenz vereinen und End-to-End-Lösungen sowohl designen als auch verproben, skalieren und global ausrollen können.

Es geht darum, Geschäftsmodelle neu zu denken und Veränderungsprozesse zu gestalten. Dafür müssen unternehmerische und gestalterische Kompetenzen zusammengebracht werden – hier setzt IBM iX an. Mit dem Credo „Business by Design“ und dem Methodenset der IBM Garage arbeiten die Teams in den IBM iX Studios, zu denen auch Agenturen wie Aperto und ecx.io gehören, weltweit nach einem konsequent benutzerorientierten sowie kollaborativen Modell, das den Kunden von Beginn an in den Prozess einbezieht. Design bedeutet dabei weit mehr als das Erscheinungsbild eines Produkts oder einer Dienstleistung. Design ist alles, was dazu beiträgt, etwas Neues zu denken, zu entwickeln und zu bauen und bezieht sich auf die Denkweise und den Prozess, der Innovationen hervorbringt.


Mit Start-up-Geschwindigkeit zu marktfähigen Produkten

Die IBM Garage als globales Innovationsmodell zur Entwicklung neuer Services und Geschäftsmodelle bietet den Vorteil des vollen Zugangs zu Innovationskraft und Technologiekompetenz, um mit der Geschwindigkeit eines Start-ups in der Größenordnung eines Konzerns neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Kunden und IBM Experten arbeiten hier Seite an Seite, um einzigartige Minimum Viable Products (MVPs) zu entwickeln, mit neuen Technologien zu experimentieren und schnell aus Fehlern zu lernen. Die Teams arbeiten Hand in Hand, um neue Arbeitsweisen, Fähigkeiten und echte Transformation zu ermöglichen. Innerhalb von zwei Monaten werden interdisziplinär und kundennah validierte Ideen entwickelt, die auf Nutzerakzeptanz, technische Umsetzung und Businesspotenzial geprüft wurden. Ein gemeinsames Gremium trifft die Entscheidung, ob die Idee umgesetzt wird.

Im Anschluss wird dann über mehrere Iterationen in nur wenigen Wochen ein marktfähiges MVP gebaut und ausgerollt mit dem Ziel, einen Product-Market-Fit zu erreichen – basierend auf Feedback, Nutzerakzeptanz und Learnings. Das Produkt wird dann in einem Zeitrahmen von ein bis zwei Jahren dann kontinuierlich weiterentwickelt und bei Bedarf weltweit ausgerollt und skaliert.

Fressnapf-Gruppe digitalisiert Kundenansprache für alle Tierfreunde

Die Fressnapf-Gruppe ist ein Beispiel dafür, wie eine solche Zusammenarbeit aussehen kann. Mit dem umfangreichen Strategieprogramm „Fressnapf-Challenge“, das die Entwicklung einer agilen Organisation sowie den Aufbau einer digitalen Plattform umfasst und die Kundenbindung sowohl online als auch im persönlichen Verkaufskontakt in den Mittelpunkt stellt, möchte das Unternehmen im Jahr 2025 der Marktplatz rund um das Tier im Netz sein.

Business-by-Design-Fressnapf

Ein wesentlicher Teil der Zusammenarbeit der Fressnapf-Gruppe und dem Team von IBM iX bezieht sich auf den Ausbau einer digitalen Plattform auf Basis von SAP Customer Experience sowie die Entwicklung digitaler Tools für Mitarbeiter und Kunden. Basis der Zusammenarbeit ist das Enterprise Design Thinking Framework, um die neue Ausrichtung mit klarem Nutzerfokus voranzutreiben.

Ein Projektbeispiel ist der digitale Mitarbeiterassistent MIA, der sowohl auf mobilen Endgeräten im Geschäft als auch im Backoffice genutzt werden kann. Dank MIA kann das Personal jederzeit schnell und kompetent Auskünfte zu Kundenanfragen geben.

Ziel ist eine schnelle MVP-Entwicklung, die kontinuierlich getestet und inkrementell entwickelt wird. Die Explorations- und Design-Phase, die mittels zweiwöchigen Prototyping-Sprints iterativ verläuft, resultierte in diesem Fall in einem validierten Konzept. Zeitgleich zu den Prototyping-Sprints wurden technische Proof of Concepts (POC) durchgeführt, um Fragestellungen, etwa zum mobilen Endgerät, evaluieren zu können. Dieses Zusammenspiel fördert den schnellen Rollout einer funktionalen Lösung, von der alle Seiten profitieren.

Business by Design ist individuell

Das Beispiel der Fressnapf-Gruppe gibt einen Einblick in einen Business-by-Design-Prozess. Dieser gestaltet sich für jedes Handelsunternehmen und jede weitere Branche individuell und ganz der eigenen Situation und den spezifischen Anforderungen entsprechend. Wichtig sind die verschiedenen Perspektiven und Rollen, die einbezogen werden sollten, schließlich wirken sich auch Veränderungen beim Geschäftsmodell meist auf jeden Bereich und jeden Mitarbeiter aus. Um hier einen passenden Weg zu finden, steht die IBM Garage mit ihren Teams jederzeit offen.

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