Zukunft Industrien

SpliceX – Die IBM Plattform für die Digitalisierung der Produktion

Der Cloud-Markt wartet heute mit einer Vielzahl von Angeboten für IoT-Plattformen in unterschiedlichen Ausprägungen auf. Diese fokussieren sich zumeist auf eine technische Anbindung von Maschinen, Anlagen und Sensoren sowie auf eine einfache Visualisierung. Die Zielsetzung liegt bei bestehenden Angeboten zumeist auf dem „Wie“: „Wie bekomme ich meine anfallenden Daten effizient in eine (zumeist) entfernte Infrastruktur?“

Aber Digitalisierung hört nicht mit der technischen Anbindung auf, tatsächlich beginnt sie erst damit. Es ergeben sich neue Anforderungen an die Technik und neue Möglichkeiten, Geschäftsmodelle neu zu entwickeln oder bestehende profitabler zu machen. Aus einer fachlichen und Business-Sicht heraus, bietet eine rein technische Anbindung des Maschinenparks an eine Cloud-Infrastruktur jedoch nur schwer die Möglichkeit, diese Informationen zu kommerzialisieren. Zweifelsohne kann nur durch hoch skalierbare Lösungen, wie mit der Watson IoT Plattform von IBM, eine technische Anbindung oft überhaupt erst gelingen. Über diese Anbindung hinaus sind mit der IBM Watson KI bereits erste Informationen schnell und einfach ableitbar, die in die Fachbereiche zurückfließen können. Um hieraus aber wertschöpfend kommerzialisierbare Services zu schaffen, bedarf es neben der Frage nach dem „Wie“ vor allem der Frage nach dem „Was“: „Welches Business kann ich mit meinen Daten verbessern?“ „Welche Erkenntnisse kann ich daraus ziehen?“ „Welche neuen digitalen Geschäftsmodelle und Möglichkeiten ergeben sich hieraus?“. Letztlich ist dies die Frage nach der Monetisierung von Produktions- und Steuerdaten, bereitgestellt über eine eigene Plattform.

Der Erfolg vom Business liegt im eigenen Know-how

Bei genauerer Betrachtung fällt schnell auf, dass eine pauschale Beantwortung dieser Fragen schwer möglich ist. Eben durch die Individualität der Produkte und der Fertigungsprozesse grenzen sich Unternehmen von ihren Mitbewerbern sowohl technisch als auch fachlich ab. Eine standardisierte Lösung für Services und Apps auf der Business-Ebene ist so nur schwer vorstellbar.

IBM bietet mit SpliceX eine Lösung, die die grundsätzlichen Herausforderungen beim Aufbau einer maßgeschneiderten Digitalisierungsplattform bereits gelöst hat und als Ready-to-Use-Plattform bei unseren Kunden installiert werden kann. Insbesondere wiederkehrende Anforderungen an eine Plattform müssen nicht immer neu gedacht und implementiert werden. Dies beginnt bei der Definition von Markplätzen für die eigenen Services und Apps, geht über Usermanagement und Internationalisierung, betrachtet aber auch die Monetisierung der Plattform. Als zukunftsorientierte und offene Lösung bietet SpliceX Möglichkeiten, mehrere Mandanten zu verwalten sowie sich in bestehende Applikationen und IT-Infrastrukturen leicht und sicher zu integrieren.

Fachlicher und technischer Rahmen der Digitalisierungsstrategie

Als kundenindividuelle Digitalisierungsplattform der IBM denkt SpliceX 360° Grad. Durch die rasante Entwicklung von industriespezifischen IoT-Plattformen wächst in gleichem Maße die Anforderung an dynamisch anpassbare, anbieterneutrale und digitale Plattformlösungen. SpliceX verbindet flexibel und effizient Business-Services über einen Marktplatz, um diese personalisiert einem Endanwender bereitzustellen. Durch den modularen Aufbau (Microservices) kann ganz nach den Anforderungen unserer Kunden eine individuelle Digitalisierungsplattform implementiert werden.

SpliceX-Marktplatz

SpliceX Marktplatz

Die derzeitigen Anforderungen an eine digitale Lösung sind heute integrierbar, austauschbar und die gegenseitigen Abhängigkeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Es gibt also keinen Vendor lock-in. Moderne Lösungen haben die Anforderung, bestehende Services und Komponenten auch von Drittanbietern zu integrieren. Die populärste Software-Architektur für digitale Plattformen ist die Microservice Architektur. Ein agiler Softwareentwicklungsansatz wie Lean UX ist ein weiterer elementarer Grundpfeiler, doch dazu braucht es noch Techniken wie Continuous Delivery. Natürlich sind moderne UI-Konzepte und Designs Pflicht, um intuitives Arbeiten zu ermöglichen. Nicht zuletzt sind die klassischen Anforderungen wie Datenschutz, Datensicherheit, Verfügbarkeit und Wartbarkeit wichtig für industrielle Anwendungen. All diese Anforderung sind für SpliceX essenziell.

Offene Schnittstellen und moderne Architekturen

SpliceX ist eine quelloffene und auf offenen Standards (z.B. Open API) basierte Lösung und somit auf allen Cloud- und Nicht-Cloudinfrastrukturen lauffähig. Somit ergänzt es perfekt die Watson IoT Plattform, kann aber auch mit anderen Lösungen am Markt integriert werden. Kaum ein Thema erlebt aktuell einen so großen Hype wie Microservices. Der große Vorteil hierdurch sind die unabhängige Entwicklung und Bereitstellung der Services, auch in hybriden Installationen.

Die Installation von SpliceX basiert auf aktuellen Infrastrukturtechnologien, wie Docker und Kubernetes. Diese ermöglichen eine flexible Bereitstellung und hohe Skalierbarkeit. Dank dieser Ansätze sind Änderungen in Minuten online gestellt, anstelle von Tagen, Wochen oder Monaten. Dies hat nicht nur einen enormen Einfluss auf den Time-to-Market von fachlichen Anforderungen, sondern auch auf den Betrieb der Plattform an sich, der so extrem kosteneffizient bewerkstelligt werden kann.

Die SpliceX Plattform ist mandantenfähig, unterstützt aktuelle Authentifizierungs- und Autorisierungsprotokolle sowie service-übergreifende Benutzer- und Rollenkonzepte. Durch die Accounting-Funktionalität können auf Benutzer- oder Mandantenbasis Abrechnungen erstellt werden. Message Routing, Notifikation, Mehrsprachigkeit und Datenkonnektivität sind weitere Funktionen von SpliceX.

SpliceX-Grobarchitektur-klein

SpliceX Funktionen und Services für den Marktplatz nutzen die gleichen Schnittstellen.

SpliceX ist die richtige Plattform für unsere Kunden, damit diese ihre fachlichen Apps schnell und effizient veröffentlichen können, ohne dabei Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen oder sich auf eine Technologie eines Anbieters festzulegen. Mit SpliceX starten unsere Kunden schnell in den Markt und können sich so als eine der ersten positionieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Besuchen Sie uns in Halle 7, Stand C16 auf der Hannover Messe und erfahren Sie aus erster Hand, wie Sie Industrial Intelligence für Ihr Unternehmen nutzen können.

Add Comment
No Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published.Required fields are marked *

More Zukunft Industrien Stories

Digitalisierung der Energiewirtschaft – Evolution oder Revolution?

Branchen verändern sich fundamental. Denken wir an den Umbruch in der Fotografie von analog zu digital oder auch in der Medienbranche: Vinyl wurde durch die CD und anschließend von Web-Download-Angeboten überholt. Derzeit lautet das Trendthema: Streaming. Möglich gemacht wird das alles durch digitale Technologien und digitale Infrastruktur, die enorme Bandbreiten ermöglichen. Ein Vier-Personen-Haushalt in Österreich […]

„Cognitive Visual Inspection“ – Wie Watson IoT die Qualitätskontrolle revolutioniert

Die nachhaltige Produkt- und Prozessqualität ist ein ausschlaggebendes Kriterium für den Erfolg und die Reputation eines Unternehmens im globalen Markt. Mehr als die Hälfte aller Produktqualitätschecks in der Produktion basiert auf der Verarbeitung von visuellen Informationen. Anders ausgedrückt: im Falle von manueller visueller Qualitätschecks muss ein Mitarbeiter sich das Produkt aus allen Winkeln anschauen, um […]

Innovationen in der Versicherungsbranche – wie dringend sind sie?

Sind Versicherer innovativ? Können und dürfen sie es angesichts der Tatsache, dass ihre grundlegende Aufgabe die Absicherung von Risiken ist, sein? Müssen sie es überhaupt sein, das heißt hat die Branche den gleichen Veränderungsdruck aufgrund der rasanten technischen Veränderung wie andere Branchen? Böse Zungen behaupten, innovatives Denken liege nicht in der DNA eines Versicherers. Das […]