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90 Jahre IBM Österreich – ein Grund zu feiern!

90 Jahre IBM Österreich – eine lange Zeit und reich an historischen Zahlen, Daten und Fakten. Ein Teil davon ist auch meine persönlichen IBM Historie. Gegründet wurde die IBM Corporation 1911 in den USA, der Ursprung reicht mit der Erfindung der ersten Wählmaschine durch Alexander Dey aber bis ins Jahr 1888 zurück.

Bereits 1910 wurde die IBM Deutschland gegründet, die IBM Schweiz folgte dann 1927. Mit der Eintragung in das Handelsregister am 18. Mai 1928 war die Gründung der IBM Österreich amtlich. Die ersten vier Mitarbeiter vertrieben Lochkartenmaschinen, -drucker und Tabelliermaschinen.

Anfang der 40 Jahre entwickelte IBM den Mark I oder IBM ASCC, der als erster Computer gilt. Er war unhandliche 15 Meter lang und aus über 700.000 Einzelteilen und 80 Kilometern Leitungsdraht gebaut – das entspricht der Entfernung Wien – Melk. Ende der 50er Jahre baute Heinz Zemanek in Zusammenarbeit mit IBM den ersten Transistor Computer – das sogenannte Mailüfterl – der heute im Technischen Museum in Wien zu besichtigen ist.

In den 60er Jahren vereinfachte nicht nur die Kugelkopfscheibmaschine den Büroalltag sondern es kam auch der erste IBM Mainframe – das System/360 auf den Markt.

Eine IBM Kugelkopfschreibmaschine von 1965. Copyright: IBM

In den 70er Jahren führte IBM die Diskette – auch Floppy Disk – ein und sorgt mit schwarzen Balken für eine Revolution im Handel. Der Barcode (genauer UPC = Universal Product Code) war geboren.

In den 80er Jahren wird der Computer persönlich. 1981 bringt die IBM den ersten Personal Computer auf den Markt und prägt damit den Begriff PC als Synonym für alle Desktop Computer. Vor etwas mehr als 25 Jahren kündigt IBM die ersten Thinkpads an. Die pechschwarzen Laptops mit dem roten Trackpoint werden ein großer Erfolg.

Der erste Personal Computer in den 80er Jahren. Copyright: IBM

Transformation und Innovation sind der Beginn einer neuen Ära

Mitte der 90er Jahre durchläuft IBM eine schwierige Zeit, die eine kompletten Neuausrichtung des Konzerns nach sich zieht. Und da beginnt auch meine Geschichte mit IBM. Direkt nach dem Studium an der Technischen Universität in Wien fange ich ganz klassisch mit einer Vertriebsausbildung bei IBM in Wien an. Während sich der Konzern von einem Hardware Konzern hin zu einer Software und Services Company wandelt, sammle ich meine ersten Erfahrungen im Vertrieb.

1997 prägt IBM den Begriff e-business, der im weiteren Sinne die Geschäftsabwicklung über das Internet umfasst. Und das bringt einen großen Umbruch mit sich für die IBM in Richtung Software – e-commerce, Marketplace und e-procurement sind nur ein paar Schlagworte aus diesen Jahren. 1997 ist aber auch ein historischer Meilenstein für die Entwicklung von künstlicher Intelligenz: Der IBM Rechner Deep Blue bezwang in einem offiziellen Turnier über sechs Partien den damals amtierenden Schachweltmeister Garry Kasparov.

Anfang der 2000er Jahre baut IBM den Service Bereich mit der Übernahme von PWC Consulting weiter aus und die Mitarbeiter übersiedeln in das IBM Haus am Donaukanal.

Das IBM Gebäude. Copyright: IBM

Vom Internet der Dinge zur Künstlichen Intelligenz

2008 prägt IBM den Begriff ‚Smarter Planet’. Computer waren plötzlich in Dingen, die niemand für Computer gehalten hatte: Telefone, Autos, Straßen und Lebensmittelkisten. Eine Billion verbundene und intelligente Dinge wurden zu einem System von Systemen – einem “Internet der Dinge” – und produzierten Ozeane von Rohdaten. Daten werden eine neue natürliche Ressource – das neue Erdöl der Informationstechnologie. Da der Ozean an Daten immer größer wird, brauchen wir neue Methoden und Tools um einen Business Nutzen daraus ziehen zu können. Kognitive Systeme oder KI Systeme bieten diese Möglichkeiten. Ein solches KI System ist Watson, der 2011 gegen die amtierenden Jeopardy-Champions gewann. Watson ist in der Lage, nach einer Trainingsphase selber Hypothesen aufzustellen, diese zu bewerten und innerhalb des erlernten Kontextes zu agieren.

2018 begegnet uns AI bereits in den unterschiedlichsten Bereichen. Am Münchner Flughafen in Form von Josie Pepper – eines humanoiden Roboters, der mit künstlicher Intelligenz – Watson – ausgestattet ist. Künstliche Intelligenz unterstützt aber auch im Weltall. Im Juni startet der deutschen Astronaut Alexander Gerst eine 6-monatige Mission zur internationalen Raumstation ISS und wird begleitet von CIMON. CIMON steht für Crew Interactive MObile CompanioN und basiert auch auf der IBM Watson Technologie.

Kontinuierliche Neuerfindung und ein Blick in die Zukunft

Wenn ich nun auf die rasanten Veränderungen, die von der Gründung der IBM Österreich bis heute stattgefunden habe, dann stelle ich fest: nur die dauernde Veränderung ist eine Konstante. Eine Parallele, die ich auch in meiner beruflichen Laufbahn feststelle. Die IBM hat sich in den Jahren ihres Bestehens permanent neu erfunden und sich von einer reinen Hardware Company in ein Unternehmen verwandelt, dessen Lösungsportfolio heute von Supercomputern, KI Lösungen in der Cloud über Software und Dienstleistungen inklusive Beratung bis hin zur Finanzierung reicht.

Wenn ich erzähle, dass ich bereits seit über 20 Jahren im selben Unternehmen arbeite, ernte ich oft ungläubige Blicke. Ich entgegne dann immer, dass ich so viele unterschiedliche Tätigkeiten gemacht habe, das es für sechs Unternehmen reichen würde. Von klassischen Vertrieb über Marketing, Betreuung von Partnern, Startups und Universitäten bin ich nun seit zwei Jahren für die Unternehmenskommunikation in der IBM Österreich zuständig. Immer wieder etwas Neues zu beginnen, sich permanent weiter zu bilden und zu entwickeln macht noch immer großen Spaß.

Und was bringt die Zukunft? Mit den 5in5 –  fünf spannende Technologien für die nächsten 5 Jahre vor, die das Potential haben, die Welt zu verändern, wagen wir einen Blick in die Zukunft. Die Voraussagen umfassen Technologien, die Produktfälschungen mit Hilfe von Crypto Anchors und Blockchain schnell erkennen können bis hin zu Quantencomputer, die in 5 Jahren Mainstream sein werden. Es bleibt also spannend, was die nächsten 90 Jahre für die IBM Österreich bringen werden. Happy Birthday!

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Pia

Herzlichen Glückwunsch zu 90 Jahren IBM in Österreich!

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