Zukunft Industrien

Was Watson anders macht und besser kann!

Artificial Intelligence beziehungsweise Künstliche Intelligenz (KI): Alle bedeutenden Technologiekonzerne investieren gegenwärtig enorme Summen in die Entwicklung von Anwendungen, die mit KI ausgestattet sind. Die „Kernkompetenzen“ dieser Anwendungen sind auf den ersten Blick ganz ähnlich: Spracherkennung, Dialogfähigkeit sowie ihre Möglichkeit, enorme Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten, wie Bilder oder handschriftliche Aufzeichnungen, zu verarbeiten. Doch beim zweiten Hinsehen gibt es große Unterschiede, was KI im Einzelfall wirklich zu leisten vermag, respektive wer damit letztlich umgeht oder arbeitet. Dies ist eine sehr entscheidende Fragestellung, aber hier geht in so manchen Diskussionen häufig die Differenzierung verloren. Einfacher gesagt: Es werden Äpfel mit Birnen verglichen.

Denn es macht einen großen Unterschied, ob ein kluger digitaler Assistent uns im Haushalt unterstützt – also einzelne, voneinander unabhängige Fragen, etwa nach dem Wetter oder dem besten Restaurant der Stadt beantwortet, unsere Lieblingsmusik spielt oder sich um unseren Einkaufszettel kümmert. Oder aber ob es ein System schafft, Dialoge zu führen, komplexe Inhalte auch im Kontext zu erfassen, Schlüsse daraus zu ziehen oder tatsächlich zu beraten – etwa Bankkunden, Call-Center-Mitarbeiter, Ärzte oder Entscheidungsträger in einem Unternehmen. Anders ausgedrückt: Ob das System in der Lage ist, im Rahmen einer Konversation auf das bereits gesagte Bezug zu nehmen, einem Argument zu folgen beziehungsweise Sachverhalte eigenständig zu interpretieren. Genau dies vermögen die KI-gestützten digitalen Alltagsassistenten nicht, Watson jedoch schon in einem sehr respektablen Umfang. Auf den Punkt gebracht bedeutet das: Kontextbasiertes „Weiterdenken“ leistet bisher kein anderes System in dieser vergleichsweise hohen Qualität.

Kundendaten werden nicht geteilt 

Warum ist das so? Was macht den Unterschied? In erster Linie die Qualität der Algorithmen und die darin abgebildete jahrzehntelange Entwicklungs- und Branchen-Expertise von IBM verknüpft mit den strategischen Überlegungen, wie Watson prinzipiell arbeiten soll. Dazu gehört beispielsweise auch ein zentrales Design-Prinzip und eine Überzeugung, die da lautet: Die Daten des Kunden A sollen und werden nicht mit einem Kunden B oder anderen Nutzern geteilt. Datenschutz und Datensicherheit haben oberste Priorität. Dies ist, neben dem Anspruch an kontextbasiertes „Denken“, ein weiteres, wichtiges Differenzierungsmerkmal gegenüber Verbraucher-orientieren KI-Anwendungen. Denn diese Systeme arbeiten in der Regel mit den Daten aller Nutzer. Warum? Vor allem, um aus ihnen zu lernen. Dieses Teilen funktioniert aber nicht, wenn hochsensible Unternehmensdaten ins Spiel kommen, selbst nicht in anonymisierter Form.

Eine Vielzahl von Watson-Lösungen ist übrigens aus dem deutschen IBM Rechenzentrum in Frankfurt am Main erhältlich. Die Daten unterliegen damit den europäischen Datenschutzrichtlinien.

Natürlich kann Watson nicht aus dem Stand heraus kontextbezogene Fragen beantworten oder kluge Ratschläge geben. Das System muss dafür trainiert werden. Das klingt kompliziert und aufwändig, ist es aber kaum noch. Denn die Lerngeschwindigkeit des Systems wächst von Tag zu Tag. Mittlerweile muss Watson zudem auch nicht mehr unbedingt, wie es so schön heißt, „from the scratch”, also nicht mehr bein Null anfangen. Denn IBM bietet für immer mehr Branchen bereits vorkonfigurierte „Wissenskörper“ an, die etwa mit immer wiederkehrenden Musterdialogen oder frei zugänglichen Inhalten gefüllt sind. Zum Beispiel für die Call-Center von Telekommunikationsunternehmen.

Forschung und Entwicklung: Watsons starker Backbone

Eine enorme Stärke von IBM sind die weltweiten Forschungszentren und Entwicklungsstandorte, in denen in den vergangenen Jahrzehnten Technologiegeschichte geschrieben wurde. Sie gehören nach wie vor zu den besten Technologie-Think Tanks weltweit. Es ist vor allem ihnen zu verdanken, dass IBM seit fast einem Vierteljahrhundert ununterbrochen US-Patentmeister ist.

Rund ein Drittel der IBM Forschungsaktivitäten konzentriert sich mittlerweile auf die Weiterentwicklung des KI-Systems Watson. Tausende von hochqualifizierten Entwicklern weltweit arbeiten daran – mehr KI-Experten als den meisten Wettbewerbern zur Verfügung stehen.

An was wird konkret geforscht? Neben der Weiterentwicklung von Lösungen für etablierte Einsatzgebiete wie der KI-basierten Optimierung medizinischer Behandlungsmethoden, insbesondere für die Bekämpfung von Krebs, wird Watson auch in der medizinisch-biologischen Grundlagenforschung eingesetzt. Dazu gehören unter anderem Genetik und Zellentwicklung. Weiter nutzen IBM Forscher kognitive KI-Technologien für die Entwicklung von neuen Werkstoffen und Materialien, etwa für die Erforschung neuartiger Metallverbindungen. Oder sie untersuchen, wie durch die Verbindung von Cloud Robotics und KI die Programmierung und die Kontrolle von Robotern vereinfacht werden kann, Wie zum Beispiel durch den Einsatz von Sprachsteuerung.

Ein weiteres Forschungsfeld ist das so genannte Neuromorphic Computing, also die Entwicklung von Computerchips, die von der Funktionsweise von Neuronen und Synapsen im Gehirn inspiriert sind. Dabei geht es um die Erforschung energieeffizienter neuromorpher Computer, in denen Speicher- und Verarbeitungseinheiten sehr dicht integriert sind. Solche so genannten Neurocomputer stellen eine Möglichkeit dar, große Datenmengen viel effizienter und schneller zu verarbeiten.

Watson im konkreten Einsatz

Rund um die Welt ist Watson mittlerweile im Einsatz. In über 45 Ländern und 20 verschiedenen Branchen wird mit Watson Technologie gearbeitet. Ganz aktuell wurde mit Evonik, einem der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie, im Juli ein Projekt auf den Weg gebracht, bei dem es darum geht, einen digitalen, Evonik-spezifischen kognitiven Wissenskorpus aufzubauen. Er wird mit dem umfassenden Chemie- und Life-Sciences-Know-how des Unternehmens ausgestattet. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sollen sowohl als digitale Beratungsleistungen für Kunden als auch zur internen Effizienzsteigerung herangezogen werden.

Ebenfalls neu ist der Einsatz von Watson bei der Lufthansa Group: Das Unternehmen setzt künftig IBM Watson Technologie in ihrem internen Service & Help Center (SHC) ein, damit 19.000 Mitarbeiter der Lufthansa weltweit die Fragen von Passagieren schneller und exakter beantworten können.


Watson ist für den Einsatz in Unternehmen gemacht – der Platzhirsch für Business-KI. Die Einsatzbereiche sind so vielfältig wie die Ideen unserer Kunden. Watson ist daher in sehr vielen Feldern schon als Experte anzutreffen. Einige Anwendungsbeispiele finden Sie hier: https://www.ibm.com/cognitive/de-de/outthink/

Sprechen Sie uns an, wenn Sie auch eine Idee haben, wie Watson in Ihrem Unternehmen unterstützen kann. Gerne prüfen wir mit Ihnen gemeinsam die Möglichkeiten und Potentiale!

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