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Cloud & Cognitive Computing: Neue Chancen für Entwickler

In Deutschland werden derzeit rund 51.000 IT-Spezialisten gesucht, vor allem auch Softwareentwickler, so die aktuelle Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte, die Bitkom im November 2016 vorgestellt hat. Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft in einem rasanten Tempo – Unternehmen kaufen nicht mehr nur IT-Lösungen, um bestimmte Geschäftsprozesse zu digitalisieren. Auch die Geschäftsmodelle der Unternehmen selbst verändern sich, die Digitalisierung erreicht die Produktion und das Produkt selbst. Digital allein reicht für den nachhaltigen Erfolg aber nicht mehr aus, denn wenn alle Unternehmen digital sind, haben sie keinen Wettbewerbsvorteil mehr. Vielmehr geht es heute darum, die Intelligenz, die in den Daten steckt, für das Unternehmen strategisch zu nutzen.

Das Gebot der Stunde lautet Cognitive Computing – das nächste Kapitel der IT-Geschichte: Zuerst lernte der Computer binäres Rechnen, dann vernetzte er sich weltweit mit anderen und ging schließlich in die Cloud. Nun geht der Computer erste Schritte hin zur künstlichen Intelligenz, basierend auf Technologien, die die menschliche Sprache verstehen, unstrukturierte Daten etwa in Videos oder Sprachnachrichten auswerten und mit anderen Informationen in Beziehung setzen. Daraus ergeben sich neue Erkenntnisse, die Unternehmen nutzen können, seien es Wetterdaten für Versicherungen, Sensordaten für die Maschinenwartung oder Verkehrsdaten für das vernetzte Auto.

Machine Learning und Cognitive Computing für den kognitiven Entwickler

Folgt man den Aussagen Angela Merkels auf dem Digitalgipfel 2017, müssen deutsche Unternehmen im Wettbewerb mit den Internet-Giganten aus dem Silicon Valley mehr aus ihren Daten machen, also Big Data strategisch nutzen. Und deshalb brauchen wir ihn: den kognitiven Entwickler. Denn wenn Systeme bei intelligenten Entscheidungen unterstützen sollen, müssen sie für diese Aufgabe programmiert werden. Entwickler nutzen dazu die neuesten Technologien aus den Bereichen Machine Learning, Cognitive Computing und Data Science. Dank ihres Zusammenspiels profitieren Entwickler von unbegrenzten Ressourcen, so dass Anwendungen flexibel für den globalen Einsatz skaliert werden können.

 

Cognitive Computing_

Entwickler  sollten heutzutage die aktuellen Technologien aus den Bereichen Machine Learning, Cognitive Computing und Data Science nutzen.

Disruption in allen Branchen – nur die Schnellen gewinnen

Mit den neuen technologischen Möglichkeiten der Digitalisierung sind neue Chancen entstanden und unerwartete Wettbewerber ersetzen traditionelle Geschäftsmodelle. Paradebeispiel für diese disruptiven Veränderungen ist der Fahrtenanbieter Uber, der mithilfe einer App weltweit das Taxigewerbe neu definiert und dadurch binnen eines halben Jahrzehnts zum Multi-Milliardenunternehmen aufgestiegen ist. Für Unternehmen sind daher ein schneller Innovationszyklus sowie eine hocheffiziente Entwicklung erfolgsentscheidend.

Entwickler mit den richtigen kognitiven Werkzeugen bauen nicht nur effiziente Apps, sondern beschleunigen auch den Innovationsprozess. Innovationen entstehen heute und in der Zukunft immer mehr in der Cloud, in der alle Werkzeuge aus den Bereichen Cognitive Computing und Data Science gepaart mit unbegrenzten IT-Ressourcen zur Verfügung stehen.

Aktuelles Beispiel: Ende April gelang der Hamburger Polizei ein Schlag gegen Fahrraddiebe – sie konnte mehr als 1.500 gestohlener Räder sicherstellen. Diese wurden fotografiert und online gestellt, damit die rechtmäßigen Besitzer ihr Fahrrad wiederfinden können. Soweit – so gut. Doch Bild für Bild durchstöbern ist mühsam, deshalb haben Teilnehmer eines IBM Hackathons mit kognitiver IBM Watson Technologie aus der Cloud einen Such-Service programmiert, der über Kriterien wie Farbe, Kategorie oder Geschlecht eine Vorauswahl an Fahrrädern trifft – statt 1.500 Bilder müssen Nutzer nur noch wenige Dutzend anschauen. Die Hamburger Polizei hat den Service online gestellt und hilft so seinen Bürgerinnen und Bürgern. Entwicklungsdauer: weniger als 24 Stunden!

Lernen für die App von der App

Data Science und Cognitive Computing verändern nicht nur die Anwendungen für die Endnutzer, sondern auch die Art und Weise, wie diese Anwendungen erstellt werden. Es geht nicht mehr nur darum, Anwendungen zu bauen. Vielmehr geht es auch darum, kognitive Technologien einzusetzen, um die Bedürfnisse des Endanwenders besser zu verstehen und so spezifische Lösungen zu entwickeln. Durch Auswertungs- und Analysemöglichkeiten großer Datenmengen gewinnt der kognitive Entwickler  Einsichten, die sich direkt auf Entwicklung der Anwendung auswirken und so näher an den echten Bedürfnissen der Anwender sind.

Chatbots sind gefragt

Chatbots etablieren sich zunehmend als virtuelle Agenten und ändern die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Kunden interagieren. Heute verstehen Chatbots die Verbraucher und können intelligent mit ihnen kommunizieren. Etwas, was bis vor kurzem noch undenkbar war. Aber ohne entsprechendes Know-how zum Analysieren großer Datenmengen und ohne kognitive Werkzeuge würde es Jahre dauern, bis Entwickler solch innovative Apps mit Chatbots bauen könnten. Der kognitive Developer dagegen kann vordefinierte Chatbots nutzen und seine Anwendungen so in einem Bruchteil der Zeit erstellen.

Zufriedene Endanwender, eine entlastete Service Desk-Organisation und beschleunigte Abläufe bei höherer Qualität – das sind die Vorteile von Chatbots basierend auf kognitiven Services.

Ran an den kognitiven Entwickler!

Mit der rasanten Verschiebung hin zu KI und Cognitive Computing müssen Unternehmen qualifizierte Talente anwerben, um von der digitalen Transformation zu profitieren. Die zentrale Rolle spielt hierbei der kognitive Entwickler, der Geräte, Maschinen oder Fahrzeuge mit künstlicher Intelligenz ausstattet. Jetzt ist die Zeit, um den richtigen Entwickler zu finden, der Cognitive Computing in neue oder bestehende Entwicklerteams integriert.

Was denken Sie zum Thema kognitive Entwickler? Wir freuen uns über Ihren Kommentar, und natürlich auch, wenn Sie diesen Beitrag in Ihren sozialen Netzwerken teilen.

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Andreas

Klasse Martin!
Deine Zusammenstellung aktueller Themen gefällt mir und meinen Kunden (Digitale Marketing Agenturen) sehr gut.

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