Innovation

Wearables im Gesundheitswesen – Chancen durch kognitive Technologien

Individuelle Anpassungen von Therapien und neue Möglichkeiten, dem demografischen Wandel zu begegnen – Wearables im Gesundheitswesen haben im Verbund mit kognitiven Technologien großes Potenzial.

Ärzte können durch die kognitive Einbindung tragbarer Sensoren aus kontinuierlich ermittelten, medizinisch relevanten Messwerten individuelle Therapieanpassungen ableiten. Dadurch lässt sich die Qualität der medizinischen Versorgung für den einzelnen Patienten verbessern. Gleichzeitig trägt ein solches System dem demografischen Wandel Rechnung, da es, angebunden an neueste IT-Technologien und ohne die Anwesenheit von medizinischem Personal, medizinische Daten erfasst und analysiert. Der Arzt kann sie als Grundlage für die Diagnose und Behandlung nutzen und erhält schneller einen Gesamtüberblick.

Neue Chancen durch Symbiose

Aktuell findet der Wandel im Gesundheitssystem auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig statt: auf der Ebene des Cloud Computings mit selbstlernender kognitiver Funktionalität, auf Geräte-Ebene durch die Verwendung von verbesserten Sensoren in sogenannten Wearables. In der IBM Forschung werden diese verschiedenen Aspekte ganzheitlich betrachtet und für die Entwicklung neuartiger Technologien zusammengeführt. Die Symbiose beider Bereiche ermöglicht es nun Wearables kognitiv anzubinden. Aus dieser Augmentierung eröffnen sich neue Chancen für die Zukunft des Gesundheitswesens.

Monitoring: Wearables im Gesundheitswesen

Dank immer kleinerer und leistungsfähigerer integrierter Systeme sind wir heute in der Lage, Wearables herzustellen, die medizinisch relevante Werte kontinuierlich messen und interpretieren können. Effiziente Elektronik ermöglicht lange Betriebszeiten oder nutzt Umgebungsenergie für deren autarke Versorgung. Wearables ermöglichen somit neuartige Gesundheits-Monitoring-Systeme, welche Sensorik, eine intelligente Datenauswertung sowie neue, patientenfreundliche Interaktionen vereinen.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung eines kognitiven „Hypervisors“, der die Datenströme verbundener Wearables sammelt, für den Nutzer und Arzt aufbereitet und eine erste ganzheitliche Analyse erstellt. Maßnahmen zur Datensicherheit werden dabei von Anfang an integriert. Die Anbindung des Hypervisors an ein übergeordnetes kognitives System, wie Watson Health, ermöglicht eine tiefgreifendere Analyse der erhobenen Daten.

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Wearables im Gesundheitswesen können helfen, die Versorgung einer alternden Gesellschaft sicherzustellen. Bildquelle: qimono/Pixabay

Chancen der kognitiven Anbindung

Die Verwendung von Wearables im Gesundheitswesen ist vielfältig. Diese erlauben neben einer kostengünstigen Verbesserung der stationären Behandlung und ohne eine Minderung der Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung, den Krankenhausaufenthalt von Patienten zugunsten einer ambulanten Behandlung zu verkürzen.

  • Durch die Anbindung an ein kognitives System soll es zukünftig möglich sein, eine Behandlung kurzfristig besser auf den Patienten anzupassen sowie langfristig bessere Behandlungsschemas zu entwickeln. Letztendlich kann das die Kosten im Gesundheitswesen trotz des demographischen Wandels limitieren.
  • Die Flexibilität des Gesundheits-Monitoring-Systems erlaubt eine individuelle, patientenorientierte Anbindung von Wearables. So soll das System nicht nur im klinischen Umfeld, sondern auch in der Hausarztmedizin sowie der allgemeinen häuslichen und stationären Pflege anwendbar sein.
  • Hochintegrierte, sogenannte neuromorphe Systeme, sollen außerdem zukünftig die Interaktion zwischen Mensch und Maschine weiter verbessern, womit die Handhabung und Nutzung weiter vereinfacht werden kann.

 Komplexe medizinische Systeme hochintegriert

Hochgradig miniaturisierte Systeme werden es zukünftig erlauben die Funktionalität komplexer medizinischer Geräte in einem tragbaren Gerät zu integrieren. Die weitere Integration dieser Wearables in ein Gesundheits-Monitoring-System mit kognitiven Komponenten soll es ferner zukünftig ermöglichen, die medizinische Versorgung einer alternden Gesellschaft sicherzustellen und zudem die Qualität der Versorgung für den einzelnen Patienten zu verbessern.

Bildquelle: Unsplash/Pixabay

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