Moderne Arbeitswelten

Social Business: Die Arbeitsweise der Generation Y

Als Digital Natives aufgewachsen, im Studium bereits laufend mit Facebook & Co konfrontiert und sich nun im beruflichen Alltag mit komplizierten Kommunikationswegen und mangelnder Koordination auseinandersetzen? Das geht an den Bedürfnissen der Berufseinsteiger vorbei und offenbart eine Lücke zwischen digitalem Lebensstil und Berufswelt. Um attraktiv zu sein für den begehrten Nachwuchs, sollten Unternehmen diese Lücke schnell schließen.

Sie tun dies mit Hilfe von Social Software. Unter Social Software versteht man moderne Tools für die Zusammenarbeit und Kommunikation wie beispielsweise Wikis, Blogs, Chats oder Foren, meist zusammengefasst auf einer zentralen Plattform. Während Mitarbeiter älterer Generationen häufig lieber zum Hörer greifen, bevorzugen Studenten die Kommunikation über Chats. In meiner aktuellen Rolle als Master-Studentin nutze ich Social Software zum ersten Mal aktiv im Geschäftsumfeld. Welche Eindrücke meine Studienkollegen und ich von diesen Kollaborationsanwendungen haben und wie wir als Digital Natives unseren Arbeitsalltag mit Social Software organisieren, erfahren Sie im Folgenden.

Der Arbeitsplatz von morgen

Digital Natives sind mit innovativen Technologien aufgewachsen und besitzen eine gewisse Vertrautheit im Umgang mit digitalen Anwendungen. Sie kennen die Trends und technischen Möglichkeiten. Doch welche Anforderungen haben sie an einen digitalen Arbeitsplatz hinsichtlich Funktionalitäten und Eigenschaften kollaborativer Anwendungen? Um eine allgemeine Meinung festzuhalten, habe ich aktuell zehn Studenten der IBM zu ihren persönlichen Erwartungen und Erfahrungen mit Social Software befragt.

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Die Generation Y erwartet heute Social Business-Tools an ihrem Arbeitsplatz – um schlauer arbeiten zu können.  

Wir stellen uns vor, es ist der erste Arbeitstag eines Studenten in einem großen und globalen Unternehmen: Strukturen, Zusammenhänge und Mitarbeiter sind ihm völlig unbekannt. Für die Integration in das Unternehmen ist zu diesem Zeitpunkt einer der wohl wichtigsten Begriffe das Networking. Die Vernetzung mit anderen Kollegen ermöglicht einen Wissensaustausch zu relevanten Themen rund um das Unternehmen. Studenten erwarten daher von ihrem Arbeitgeber digitale Anwendungen zur Unterstützung sozialer Interaktionen – auch standortübergreifend.

Social Software funktioniert auch im Unternehmen

Soziale Netzwerke gehören heute zu den wichtigsten und am häufigsten genutzten Anwendungen der Generation Y. Insbesondere junge Menschen möchten zu jeder Zeit und an jedem Ort uneingeschränkt verfügbar sein, ihre Erfahrungen und Interessen teilen sowie stets über Neuigkeiten in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis informiert bleiben. Es stellt sich nun die Frage, ob es möglich ist, eine Verbindung zwischen privater und geschäftlicher Nutzung sozialer Medien herzustellen?

Bei IBM erhalten Studenten die Möglichkeit mit unternehmensinternen Kollaborationsanwendungen wie „IBM Connections“ oder „IBM Sametime“ an ihre studentischen Erfahrungswerte mit Social Software anzuknüpfen. Während sie im Rahmen ihres Studiums jeweils unterschiedliche Anbieter nutzen, arbeiten sie über IBM Connections mit einer zentralen Plattform, die Funktionalitäten wie Community, Wiki, Blog, Activities oder Files umfasst. Das sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter auf dem gleichen Stand und Informationen dauerhaft an einem Ort zugänglich sind. Für schnelle Anfragen oder Web-Konferenzen ergänzen Chats, Voice- und Videoservices der IBM Sametime-Reihe die Kollaborationsplattform.

Chat-Anwendung als Spitzenreiter

Gerade im Rahmen der Einarbeitungsphase dienen Communities als Informationsbasis und Nachschlagewerk zu bestimmten Themen und verhelfen über Filtermöglichkeiten und Verlinkungen der Inhalte auf andere Communities zu weiterführenden Informationen. Doch es gibt auch andere Anwendungen, die für uns Studenten interessant sind. Auf die Frage hin, welche IBM Kollaborationsanwendungen am häufigsten genutzt werden, antworten neun von zehn der befragten Studenten, dass sie den Chat am häufigsten verwenden.

Was macht diese Anwendung so besonders? Nun, bei ihr bekommen die Studenten am schnellsten Feedback. Die Beantwortungsgeschwindigkeit von Anfragen über Sametime ist deutlich höher als über den E-Mail-Verkehr. Und durch die laufende Aktualisierung des Erreichbarkeitsstatus können die Mitarbeiter die Interaktion mit anderen Kollegen besser planen und sind zugleich leichter zugänglich. Dieser formlose und schnelle Kommunikationsweg erleichtert zudem die Kontaktaufnahme mit internationalen Kollegen, fremden Ansprechpartnern und Führungskräften erheblich.

Neben der Chat-Funktion sind den Studenten auch Online-Besprechungen wichtig. Besonders praktisch ist es hier, dass man während des Online-Meetings seinen Bildschirm mit den anderen teilen kann.

Social Software nicht nur als Ersatz für E-Mail

Digitales Arbeiten umfasst für Studenten weitaus mehr als die Nutzung von E-Mail-Anwendungen. Sie teilen ihr Wissen über verschiedene Tools, kommunizieren über Chats und greifen über mobile Geräte jederzeit und überall auf relevante Inhalte zu. Unsere Erfahrungen bei IBM zeigen, dass zentral gebündelte Kollaborationsanwendungen für jeden Kommunikationsbedarf die Lücke schließen zwischen dem digitalen Lebensstil der Generation Y und den Anforderungen im Unternehmen. Während wir privat über Facebook interagieren, nutzen wir im Geschäftsumfeld mit Connections eine ähnliche Plattform, um mit Kollegen zusammenzuarbeiten. Ob am Bildschirm oder auf dem Mobiltelefon – vergleichbar mit dem externen Chat-Dienst Whatsapp, gehört Sametime für uns zu den wichtigsten Kollaborationsanwendungen im Berufsalltag. Social Software ist im Unternehmen ein wichtiger Bestandteil einer offenen und flexiblen Unternehmenskultur, die von Studenten gelebt und in der Rolle als angehende Führungskräfte weiter vorangetrieben wird.

Erfahren Sie mehr über IBM Social Software:

http://www.ibm.com/social-business/de/de/

https://www.youtube.com/watch?v=JgbL_SKNkrE&feature=youtu.be

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2 Comments

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Andreas Schulze-Kopp

Hallo und vielen Dank für den Beitrag welcher genau in die Richtung geht, welche wir in unseren Intranet Projekten auch beobachten. Wobei es aktuell keine Frage mehr ausschliesslich der Generation ist. Es gibt in allen Generationen Befürworter und Verweigerer. Aber bezogen auf die jungen Mitarbeiter, welche von der Uni oder der Schule in die Unternehmen kommen ist ist in der Tat so, dass hier eine andere Art der Kommunikation erwartet wird.

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Jens

Ich bin gespannt wann Social Software auch in der Versicherungsbranche zu finden ist. Wir leben in einer total spannenden Zeit 🙂

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