Security

Datenanalytik in Highspeed – mit Hilfe von softwaredefinierter Infrastruktur

Bis 2020 entstehen jede Minute pro Person 1,7 Megabyte neue Informationen. Das Datenwachstum übersteigt schon lange unsere menschlichen Fähigkeiten, alle Informationen zu verstehen oder für bessere Geschäftseinblicke auszuwerten. Das stellt uns vor neue Herausforderungen. Neue Technologien werden also benötigt, um effizient Datendurchblick zu erlangen. Cognitive Computing heißt das neue Technologie-Paradigma, das helfen soll dieses Ziel zu erreichen. Doch kognitive Tools benötigen die Unterstützung einer Infrastruktur, die speziell für komplexe Datenanalysen entwickelt wurde. Auftritt softwaredefinierte Infrastruktur.

Die neuen Anforderungen verändern auch die Innovationen in dem Bereich, der für Hochleistungen in Sachen Rechenpower steht: dem High Performance Computing (HPC). Die großen Datenmengen führen zu neuen technischen Herausforderungen, vermehrt werden HPC-Systeme benötigt und entwickelt, die speziell bei HPC-Datenanalysen und Cognitive Computing unterstützen. Die neuen HPC-Infrastrukturen sind dabei auch nicht länger nur Nischen-Forschungseinrichtungen sowie großen Öl- und Gas-Unternehmen vorbehalten. Unternehmen jeder Branche und Größe werden in Zukunft von der HPC-Rechenpower profitieren.

Softwaredefinierte Infrastruktur unterstützt kognitive Analytik

Eine wichtige Rolle bei der Unterstützung kognitiver Workloads im Bereich HPC spielt das Thema softwaredefinierte Infrastruktur. Das hat seinen Grund darin, dass traditionell strukturierte Systeme nicht ausreichen, um alle Daten verfügbar zu machen, die für Cognitive Analytics relevant sind. Das betrifft vor allem Quellen unstrukturierter Daten wie Social Media, aber auch klassische IoT-Datenquellen wie Sensoren und Messgeräte.

Mit Hilfe von softwaredefinierter Infrastruktur lassen sich auch diese für kognitive Analysen so wichtigen Daten effizient und kostendeckend verarbeiten. Denn softwaredefinierte Infrastruktur vermag Daten unterschiedlichen Typs und aus verschiedensten Quellen aufzunehmen, zu speichern und abzufragen – und das mit Höchstgeschwindigkeit und ohne Einbußen bei der Leistung. Gemeinsam mit einer Workload Management-Lösung ermöglicht softwaredefinierte Infrastruktur den Betrieb von Analytics-Anwendungen unter bestmöglichen Bedingungen.

IDC schätzt den Markt für softwaredefinierte Infrastruktur auf annähernd 51 Milliarden US-Dollar bis 2019 bei einem durchschnittlichen Wachstum von 23,8 Prozent von 2014 bis 2019. Das macht den Bereich zum schnellst wachsenden Segment des Infrastrukturmarkts laut IDC.

Kognitive Infrastruktur für Hochleistungsanalytik

Vor diesem Hintergrund hat IBM Anfang Juni 2016 das Portfolio von softwaredefinierten Infrastruktur-Lösungen um kognitive Funktionen erweitert. „IBM Spectrum Computing“ kommt mit intelligenter Ressourcen- und Workload-Managementsoftware, die Unternehmen Datenanalysen wesentlich erleichtert. Anwendungen wie rechenintensive Analytik oder Machine Learning können damit extrem beschleunigt werden. Kognitive, ressourcenbasierte Einsatzplanungs-Policies helfen bei der Verbesserung der Auslastung vorhandener Compute-Ressourcen. Das dämpft den Kostenaufwand, während sie gleichzeitig Ergebnisse in den Bereichen HPC, Big Data, New-Generation-Anwendungen und Open-Source-Frameworks, wie Hadoop und Apache Spark, beschleunigen.

Erstmals präsentierte IBM das neue Portfolio von softwaredefinierten Infrastruktur-Lösungen Mitte Juni im Rahmen der Internationalen Supercomputing-Conference ISC 2016 auf der Messe Frankfurt. Gezeigt wurden am Messestand Live-Demonstrationen aus dem HPC Portfolio, inklusive POWER-Lösungen, Big Data, Deep Learning, Business Analytics-Lösungen basierend auf POWER, Watson, Platform Computing, Spectrum Scale, FlashSystems, HPSS, Life Science Genomforschungslösungen, Demonstrationen aus dem Forschungslabor von IBM in Böblingen, Cleversafe und Aspera.

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IBM zeigte das neue Portfolio von softwaredefinierten Infrastruktur-Lösungen auf der ISC 2016 in Frankfurt.

Organisationen verschiedener Branchen profitieren von Supercomputing-Lösungen

Forscher des Alberta Children’s Hospital Research Institute setzen neuerdings auf POWER8-basierte Computing- und Storage-Infrastrukturen sowie Analytics- und Cognitive-Computing Tools von IBM. Dadurch erwarten sie eine Verkürzung der Zykluszeiten für Investigationen, inwieweit Gene und Umweltfaktoren die Gesundheit von Kindern beeinflussen.

Die Weather Company brachte „Deep Thunder“ – das weltweit fortschrittlichste hyperlokale Modell zur Wettervorhersage – auf den Markt. Das neue Wettermodell, entwickelt von IBM Research und der Weather Company, unterstützt die Genauigkeit weltweiter Wettervorhersagen. Dazu werden hyperlokale, kurzfristige benutzerdefinierte Wettervorhersagen von IBM Research mit dem weltweiten Model zur Wettvorhersage von der Weather Company kombiniert.

Weitere Informationen zum Thema HPC finden Sie hier: http://www-03.ibm.com/systems/technicalcomputing/

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