Wenn das Wetter weiß, was wir wollen

By | 2 minute read | November 15, 2017

Die Erkenntnis, dass sich Vanilleeis im Sommer bei 30 Grad Celsius besonders gut verkauft und flauschige Handschuhe im Winter gefragt sind, hat jeder Händler im Blut. Schwieriger wird es jedoch, wenn er für alle Produkte wissen soll, ob und wie deren Nachfrage vom Wetter abhängt. Bei Waren wie Sonnencreme, Streusalz oder Regenschirm ist dies zwar noch offensichtlich, wird aber bei Produkten wie Düngemitteln oder Ventilatoren schon schwieriger. Denn wer weiß schon, ab wann sich Hobbygärtner um Rosen kümmern oder bei welcher Temperatur sich Menschen einen erfrischenden Wind wünschen?

Produkte und Leistungen, die je nach Wetter unterschiedlich nachgefragt werden, bezeichnen Händler als wettersensitiv. Bis zu zehn Prozent des gesamten Sortiments können wetterabhängig sein – egal ob Gartencenter, Lebensmittelgeschäft oder Elektronikmarkt. Sobald sich das Wetter ändert, wünschen sich Kunden von einem Augenblick auf den anderen gezielte Informationen zu jenen wettersensitiven Produkten. Diese müssen nicht nur über Einsatz, Nutzen und Vorteile aufklären, sondern dies auch noch leicht verständlich machen – am liebsten grafisch und mit schönen Bildern.

Damit sich Händler nicht täglich den Kopf darüber zerbrechen müssen, auf welche Produkte sie ihre Kunden besonders hinweisen sollten, gibt es digitale Unterstützung. Die Bison Deutschland GmbH hat hierfür die Software Bison ESL (electronical-shelf-label) entwickelt. ESL-basierte Etiketten ermöglichen eine Kundenkommunikation, die über den Preis hinausgeht und über Inhaltsstoffe, Herkunftsort oder Einsatzmöglichkeiten informiert. Gespeist mit aktuellen Wetterdaten ist die Lösung in der Lage, elektronische Regaletiketten automatisch zu steuern. Für jedes Produkt lassen sich individuelle Grenzwerte für Temperatur, Windstärke oder Niederschlagsmenge festlegen. Werden diese Werte über- oder unterschritten, verändern sich die Informationen der wettersensitiven Produkte automatisch.

Die wettergestützten Daten bezieht Bison aus der IBM Cloud, die wiederum auf Wetterdaten des The Weather Company Data Services basieren. Die Software kombiniert geografische Koordinaten eines Kunden mit dessen lokalen Wettervorhersagen. Als IBM Geschäftspartner kann Bison seinen Kunden die wettergesteuerte ESL-Lösung sowohl in der IBM Cloud als auch on premise bieten –wobei sich das System hardwareunabhängig installieren lässt und somit unabhängig von der eingesetzten Display-Technologie ist. Auch bestehende Anwendungen können Kunden ohne großen Aufwand nachrüsten.

Eine cloudbasierte Lösung eignet sich vor allem für Kunden mit mehreren Verkaufsstellen, da die Filialen zentral auf den ESL-Server in der IBM Cloud zugreifen können. Über eine App passen Mitarbeiter schnell und reibungslos die digitalen Regalbeschriftungen in ihren Geschäften an. Bison ESL gewährleistet eine permanente Systemübersicht und zeichnet den Verlauf aller Aufgaben auf. Über Verkaufszahlen und Wetteranalysen können Unternehmen langfristig erkennen, in welchem Ausmaß Produkte wettersensitiv sind. Dadurch ermittelt die Software nicht nur, um welche Produkte es sich dabei handelt, sondern auch ab welcher Temperatur oder Regenmenge sich das Käuferverhalten in der Vergangenheit abrupt verändert hat – und dies bezogen auf bestimmte Regionen.

Jede Branche wird eine bestimmte Art vom Wetter beeinflusst. Um diesen Einfluss zu verstehen und zu nutzen, muss eine große Menge an relevanten Wetterdaten vearbeitet werden.