Was ist wichtig, was ist unwichtig? Lassen Sie doch ihren kognitiven Speicher entscheiden!

By | 2 minute read | April 4, 2017

Es ist Montagmorgen, die Marketing-Kollegen haben einen neuen Produkt-Katalog erstellt und tausende Mitarbeiter, die darauf gewartet haben, greifen auf dieses Dokument zu. Welchen Wert hat dieses Dokument wohl zu diesem Zeitpunkt? Was passiert, wenn dieser Katalog – trotz seiner großen Bedeutung − auf dem langsamsten Speicher, ohne Schutz, ohne Hochverfügbarkeit und gegebenenfalls sogar ohne Kopie − gespeichert wurde? Und wie wird sich der Wert dieses Dokuments in den nächsten Wochen ändern?

Ein Speichersystem erkennt, welche Daten aktuell wichtig sind und sorgt dafür, dass zu jeder Zeit jede Information auf der am besten geeigneten Storage-Technologie zur Verfügung steht. Und das alles ohne administrativen Eingriff − das klingt nach einem Traum? Schon bald dürfte diese Wunschvorstellung Wirklichkeit werden − das Zauberwort hierfür heißt kognitiver Speicher!

Bisherige Speichersysteme sind bereits auf Performance optimiert

Speichersysteme von IBM wurden bisher im Hinblick auf ihre Performance, Verfügbarkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit optimiert. Diese Systeme erkennen schon heute, ob bestimmte Daten oft angefragt werden und verlagern diese automatisch auf die schnellste Technologie, um Performance-Engpässe − sogenannte Hot-Spots − zu vermeiden. Dieses automatische Tiering stellt eine Performance-Optimierung dar, die für die Applikation oder den Nutzer transparent arbeitet. Dies ist zum Beispiel ideal für Datenbanken oder virtualisierte Umgebungen.

Bei unstrukturierten Daten − wie Files, Audios, Videos und Messdaten – gehen wir einen Schritt weiter. IBM Speichersysteme kennen den Filetyp, die Dateigröße, die Zugriffshäufigkeit sowie Informationen zur Erstellung und zu Änderungen der Daten. Solche Daten über Daten – sogenannte Metadaten − sind für eine effiziente Speicherung wichtig. Warum sollte zum Beispiel eine Versicherungspolice 50 Jahre lang auf dem schnellsten und teuersten Medium gespeichert werden? Idealerweise sollte sie auf den günstigsten Speicher verlagert werden. Dieser Mechanismus ist bekannt als ILM (Information Lifecycle Management) und HSM (Hierarchisches Speicher Management). Die Regeln, ab wann eine Datei auf das günstigste System verlagert wird, kann der Administrator bestimmen. So kann er festlegen, dass mp3-Files oder Video-Dateien zum Beispiel auf Tape gespeichert werden.
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Ein kognitiver Speicher geht noch weiter − er erkennt die Wichtigkeit von Daten und handelt

Ein kognitiver Speicher lernt das Nutzungsverhalten, die Metadaten und die darunterliegende Speichertechnologie und wertet diese Informationen permanent aus. Wenn wichtige Daten kein Backup haben, wird das kognitive System sofort eine Kopie der Daten anfertigen. Sind angefragte Informationen auf einem langsamen Speicher abgelegt, werden sie auf Flash-Technologie verschoben. Darüber hinaus wird ein kognitives Speichersystem sehr hoch skalieren, multiple Protokolle – wie S3, File, HDFS und Swift − unterstützen und mit weltweit verteilten Daten agieren können. In Zukunft sollen kognitive Speicher den Wert von Informationen identifizieren und vorausschauend arbeiten können, bevor es die Nutzer selbst wissen!

Durch intelligente Speicherprozesse sind enorme Einsparungen in der Speicherkapazität und damit ein geringerer Verbrauch an Speichermedien sowie Energie möglich. Hinsichtlich der steigenden Energiekosten und des exponentiellen Datenwachstums im Zeitalter von Big Data und dem Internet der Dinge ist die effiziente Datenspeicherung für Unternehmen eine kritische Herausforderung.

Für die Marketing-Abteilung, die ihren Katalog erstellt hat, ändert sich nichts. Das System dahinter handelt aber basierend auf Erfahrungswerten und sorgt dafür, dass die Information zum Zeitpunkt der Bereitstellung bis zur Löschung den idealen Speicher findet.