Mit dem Black Friday beginnt in den USA heuer am 25.November die Jagd nach Weihnachtsgeschenken

By | 4 minute read | November 25, 2016

Dichtgedrängte Menschenmassen, überfüllte Läden und Produkte, die kreuz und quer verstreut sind: In den USA startet mit dem Black Friday, dem Freitag nach Thanksgiving, der alljährliche Shopping-Wahnsinn zum Jahresende. Da die meisten US-Amerikaner diesen Tag als Brückentag nutzen und erste Weihnachtseinkäufe tätigen, werden große Umsätze in den Geschäften gemacht. Viele Läden und Handelsketten öffnen schon in den frühen Morgenstunden um spezielle Rabatte, Sonderangebote und Werbegeschenke anzubieten. Die Menschen warten teils schon nachts vor den Geschäften, um als erste Schnäppchen (sog. doorbusters) zu ergattern.

Die Tradition des Black Friday haben sich Online-Shops schon vor einigen Jahren zunutze gemacht und ein äquivalentes Online-Event erfunden: den Cyber Monday, am Montag nach dem Black Friday. Hier vergeben Online-Shops Rabatte, um Käufer anzulocken, oftmals mit wechselnden Angeboten für mehrere Tage, nicht nur auf den Cyber Monday beschränkt. Seit 2010 wird der Cyber Monday auch in Europa von einigen amerikanischen Online-Shops beworben, in Deutschland besonders stark von Amazon. Für dieses Jahr wird damit gerechnet, dass die Verkäufe am Cyber Monday gegenüber dem Vorjahr um 3,6% steigen.

Auch die Einstellung von Saison-Arbeitern illustriert gerade in diesem Jahr das rasante Wachstum des Onlinehandels. Die Handelskette Target stellt 7,500 Saison-Arbeiter zur Abwicklung des Jahresendgeschäfts ein, wohingegen Amazon um 120.000 Mitarbeiter aufstockt – eine Steigerung des Onlinehändlers von knapp 20% gegenüber dem Vorjahr. Retailer gehen demnach davon aus, dass E-Commerce die Hauptantriebsquelle für den diesjährigen Markt sein wird. Dies bestätigt eine Studie des U.S. Census Bureau, der zufolge online Verkäufe um 15,7% in Q3 2016 verglichen mit dem Vorjahr gestiegen sind.

Heute für das Unerwartete von morgen bereit sein

Wie nutzt der Einzelhandel moderne Technologien, um das Weihnachtsgeschäft zu maximieren? Der Tipp, das Wetter im Auge zu behalten, erscheint auf den ersten Blick nichtssagend, kann einem Händler aber massive Vorteile sichern. Kältere Temperaturen versetzen die Menschen in Weihnachtsstimmung und lassen sie daher auch ihre Einkäufe früher erledigen. Saisonale Produkte wie Winterkleidung verkaufen sich bei kälteren Temperaturen besser – bei wärmeren Temperaturen kann man Restbestände aus der Herbstware an den Mann bringen. Durch die entsprechende Verlagerung oder Anpassung des Lagerbestandes können Händler ihren Umsatz maximieren. Extreme Wettersituationen wie ein angekündigter Schneesturm können genutzt werden, um mit einer Email-Kampagne zum „Holiday Storm Event“ Kunden auf die Website oder noch schnell in ein Geschäft zu locken. Die Kernaussage für den Kunden ist: Wir unterstützen dich dabei, bereits heute auf das Unerwartete von morgen vorbereitet zu sein.

IBM als Anbieter und Betreiber von großen Online Shops unterstützt Handelsunternehmen in der Zeit vom Black Friday bis Weihnachten mit speziellen ‚Holiday Readiness’ Services. Ein rund um die Uhr aktives Team von Spezialisten unterstützt den reibungslosen Ablauf der Verkäufe auch bei einem stark erhöhten Ansturm auf die Online Shops.

Am Cyber Monday brummen die Online-Shops

 

Am Cyber Monday brummen die Online-Shops

Online-Shops lernen kontinuierlich

Erfolgreiche Online Anbieter nutzen nicht nur den Cyber Monday selbst, um ihre Umsätze zu steigern. Sie werten aus, wonach Kunden gesucht haben, was sie aber noch nicht gekauft haben. Auf Basis dieser Information werden Angebote für die Tage nach Cyber Monday vorbereitet. Die Angebote können sich genau auf das gesuchte Produkt, oder aber auf ähnliche Produkte oder Services beziehen. Der Kunde von heute kann am besten erreicht werden, wenn man ihm relevante Angebote, inklusiver attraktiver Rabatte, zuschickt.

Das gilt nicht nur für Cyber Monday, sondern ganz allgemein für erfolgreiche Online Shops. Anbieter müssen die Wünsche und Bedürfnisse der individuellen Kunden kennen, zukünftige Wünsche und Erwartungen vorhersagen und ihre Angebote entsprechend anpassen.

Wenn Kunden den Online-Händler als Berater sehen und nicht mehr als einen lästigen Verkäufer, der ihre Mailboxen befüllt, dann entsteht eine langfristige, positive Kundenbeziehung. Ein gutes Beispiel ist das amerikanische Handelsunternehmen 1-800-Flowers, das auf Basis von IBM Watson ein ‘Gift Concierge Service’ namens GWYN entwickelt hat. GWZN berät Kunden online bei der Auswahl des perfekten Geschenks. Mit Hilfe von kognitiver Technologie können Kunden GWYN in natürlicher Sprache mitteilen, was sie suchen, anstatt sich durch das reichhaltige Angebot durcharbeiten zu müssen oder die klassische Suchfunktion zu verwenden. Sie erhalten entsprechende Vorschläge und können ihre Bestellung dann direkt in der natürlich-sprachigen Anwendung absetzen.

Es lohnt sich, das Kundenverhalten im Online Shop zu untersuchen

Durch die Analyse des Kundenverhaltens im Online Store können wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. American Eagle Outfitters, ein Kleidungs- und Accessoires-Anbieter für Teenager, hat damit die Online Einkaufserfahrung für seine Kunden verbessert. Zuvor konnte das American Eagle Team nur via Feedback-Funktion bei Kunden erfragen, warum Einkaufsvorgänge abgebrochen wurden. Trotz Beschreibungen konnten die tatsächlichen Ursachen allerdings oft nicht ermittelt werden. Dank ‚IBM Customer Experience Management’ Technologie können nun ganze Einkaufsprozesse eines Kunden im Nachhinein abgespielt werden. So fand man heraus, dass ein Fehler im Online-Einkaufswagen, bei dem ein Wert von Null angezeigt wurde, obwohl der Kunde Produkte hinzugefügt hatte, schuld an vielen Kaufabbrüchen war. American Eagle konnte nun proaktiv auf die betroffenen Kunden zugehen und verlorenen Umsatz zurückholen.

Der Einsatz kognitiver Technologien erlaubt es, noch einen Schritt in der persönlichen Kundenansprache zu gehen. Durch Einbeziehung von Kundenverhalten, Kaufhistorie, externen Einflüssen wie dem aktuellen Wetter oder von Ereignissen, die in sozialen Medien diskutiert werden, lernt die Online Einkaufsplattform kontinuierlich und schneidet Angebote immer genauer auf den potentiellen Käufer zu. Hoffentlich finden auch Sie am kommenden Cyber Monday ein Schnäppchen, auf das sie schon lange gewartet haben – oder eines, das sie nicht erwartet haben, aber das ihnen das Gefühl gibt, etwas ganz Besonderes zu sein.

Weitere Neuheiten, Tipps und Tricks rund um die Themen Marketing und eCommerce finden Sie im IBM THINK Marketing HUB und in dem deutschsprachigen IBM Watson Commerce Blog.