Redefining Connections: Wie sich CIOs durch das Chaos manövrieren

By | 2 minute read | April 1, 2016

Chaos? Umbruch? Disruption? Drei Begriffe, die Synonyme sind für das, was CIOs gegenwärtig erleben. Tatsache ist: Die Chief Information Officers sind momentan in extrem stürmischen Fahrwassern unterwegs. Ihre Welt ist komplexer geworden, die Entwicklung neuer Technologien hat ein atemberaubendes Tempo erreicht und die ihnen zur Verfügung stehenden Optionen zur Gestaltung ihrer IT-Landschaften sind so vielfältig wie niemals zuvor. Gleichzeitig sitzen die IT-Chefs an der technologischen Nahtstelle zur Zukunft. Sie müssen wissen, welche neuen Technologien ihr Unternehmen weiterbringen werden – und welche nicht. Die aktuelle CIO-Studie der IBM geht diesen Fragen nach. Die vorliegende Untersuchung „Redefining Connections“ ist Teil der globalen C-Suite-Studie von IBM, speziell auf die Zielgruppe der CIOs zugeschnitten. Für die Studie wurden 5.247 Führungskräfte aus 21 Branchen in mehr als 70 Ländern befragt. Die größte Gruppe bilden die CIOs mit 1805 Befragten, gefolgt von den CEOs mit insgesamt 818 Teilnehmern.

Die Ergebnisse spiegeln diese neue Rolle und die damit verbundenen Herausforderungen in ihren unterschiedlichen Facetten wider: so beschäftigt sich die große Mehrheit der befragten CIOs immer nachdrücklicher mit der Frage, wie sie das Überleben und die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmen am besten sichern können. In diesem Zusammenhang geht es den meisten CIOs auch immer häufiger darum, bessere und belastbare Erkenntnisse aus den stetig wachsenden Datenbergen strukturierter und unstrukturierter Daten zu ziehen mit dem Ziel, unternehmerische Entscheidungen auf eine solide Faktenbasis zu stellen. Dabei – auch das ist ein auffälliges Ergebnis der Umfrage –  übersehen sie jedoch häufig eine wichtige und sehr wertvolle Zielgruppe: die Kunden ihres Unternehmens. Nur ein Drittel der IT-Verantwortlichen bestätigen auf Nachfrage, dass sie diese wichtige Ressource nutzen, um Feedback und Einsichten darüber zu erlangen, wie Produkte, Services und die Delivery wahrgenommen und aus Sicht ihrer Kunden verbessert werden können.

Fackelträger unter den CIOs verbessern Wettbewerbsfähigkeit

Im Hinblick auf den Einsatz neuer Technologien sind die Aussagen relativ eindeutig:  Cloud, mobile Lösungen und das Internet of Things (IoT) werden als diejenigen Technologien betrachtet, die in den nächsten drei bis fünf Jahren den größten transformativen Einfluss auf das Geschäft haben werden. Dennoch ergibt sich ein durchaus differenziertes Bild, wie offensiv sich die CIOs mit den neuen technischen Möglichkeiten und den damit einhergehenden Veränderungen tatsächlich beschäftigen: Während über die Hälfte aller befragten IT-Verantwortlichen noch immer in der Findungs- beziehungsweise Planungsphase zu sein scheint, denkt über 70 Prozent einer sehr kleinen Gruppe besonders aktiver CIOs (so genannte Torchbearer, nur vier Prozent aller Befragten) über die strategischen Implikationen neuer Technologien nach und sucht nach Möglichkeiten, damit die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu verbessern.

Schneller mit neuen Geschäftsmodellen am Markt

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die vergleichsweise hohe Intensität, mit dem sie in ihren Unternehmen am Aufbau agiler Strukturen – die schnelles Prototyping und experimentelles Ausprobieren ermöglichen – beteiligt sind. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, mit der die Torchbearer CIOs ihren Unternehmen helfen, als erste mit einem neuen Produkt oder einem neuen Geschäftsmodell auf den Markt zu kommen, um 2,5 Mal höher als beim Durchschnitt ihrer Kollegen. Sie sind auch sehr viel schneller dabei, Partnerschaften zu schließen, um von neuen Technologien maximal zu profitieren. Viele planen darüber hinaus, ihr Ökosystem auszudehnen, um innovativer zu werden und das Risiko dabei auf mehrere Schultern zu verlagern.

Die Studie zum Download: ibm.biz/ciostudy.