FabLab Bremen e.V. und organisatorische Strukturen

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Autor: Georg Buscher

Das Selbstverständnis des Vereins

Das FabLab Bremen ist eine kreative Umgebung, in der sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Kompetenzen treffen. Sie nutzen die weltweit angebotenen Ressourcen und Plattformen im Netz und die Unterstützung, die sich FabLabs weltweit gegenseitig geben. Diese Umgebung regt einerseits zum Lernen und Experimentieren an und unterstützt andererseits die professionelle Umsetzung eigener Ideen.

Der Schwerpunkt liegt in der Auseinandersetzung mit Digitalen Medien und Fertigungstechnologien und richtet sich insbesondere auf

  • die Qualifizierung von Nachwuchs- und Fachkräften,
  • die Förderung von Medienkompetenz
  • das Wecken von Interesse für technische und kreative Berufe und neue Technologien.

Zielgruppen sind einerseits junge Menschen in Schule und Freizeit, andererseits auch Handwerk, Industrie und Kreativwirtschaft.

Im Hinblick auf Berufliche Bildung bietet das FabLab besonderes Potenzial:

  • in der Berufsorientierung können Schülerinnen und Schüler die Potenziale moderner Fertigungstechnologien kennen lernen durch die Umsetzung eigener kreativer Ideen und eigenes Konstruieren. Sie können dadurch auch für technologisch geprägte Berufe interessiert werden, die sie sonst für sich oft als langweilig oder als zu schwierig einstufen.
  • in der Ausbildung (aber auch in der Fortbildung) können moderne Fertigungstechnologien mit handwerklichem Tun kombiniert und dadurch in ihren Möglichkeiten sich zu ergänzen (aber evtl. auch im Überflüssigmachen von Handarbeit) erfahren und beurteilt werden.

Meine Rolle als ehrenamtlicher Mitarbeiter

Die Entstehungsgeschichte des Vereins erklärt die vergleichsweise lose Organisations­form in der universitären Campusumgebung.
Bei erheblicher Fluktuation von studentischen Mitgliedern und Funktionsträgern obliegt die Leitung des Vereins einigen wenigen wissenschaftlichen Mitarbeitern, die die Vereinsarbeit neben ihren universitären Aufgaben erledigen müssen.
Hier bietet sich für Vereinsmitglieder mit Zeitreserven ein breites Betätigungsfeld.

Mein persönliches Ziel war und ist es, mit meinen Kenntnissen aus dem Berufsleben, vornehmlich aus dem Bereich des Projekt Managements, die organisatorischen Strukturen des gemeinnützigen Vereins zu festigen und die stark geforderten Mitglieder des Vereinsvorstands zu entlasten.

Als erste Herausforderung galt es, den Umzug des FabLabs vom Uni-Campus in eine zentralere innenstädtische Lokation organisatorisch und tätig zu begleiten. Diese Aufgabe konnte mit dem Einzug im Mai 2015 erfolgreich abgeschlossen werden. Hierbei konnte ich auf meine Erfahrungen als Projektleiter bei Wiederanlaufübungen mit Kunden der Abteilung Business Continuity and Recovery Services zurückgreifen.

Ab August des Jahres 2016 übernahm ich dann die Mitgliederbetreuung des Vereins. Die Daten der Mitglieder existierten zwar bereits in Tabellenform, die Betreuung geschah aber unregelmäßig und mitunter verzögert. Durch bessere Nutzung der Möglichkeiten der Office-Anwendungen (z.B. Verwendung von Makros) gelang es, die Bearbeitung der Geschäftsvorgänge zeitnäher und vollständiger zu erledigen. Durch die Auswertung einer bestehenden Datenbank mit Hilfe von eigenen SQL-Abfragen konnten Erkenntnisse über Maschinennutzung und Wartungsnotwendigkeiten gewonnen werden.

Die Außendarstellung und die Mitgliederbetreuung erfolgt durch mehrere Internetauftritte, an denen ich mitwirke. Neben einer Homepage im WordPress-Format unterhalten wir für Gäste und Mitglieder ein Wiki-Seite, auf der die technische Ausrüstung des Vereins, Bedienungsanleitungen und sonstige Informationen zu Prozeduren und Ressourcen geteilt werden. Ein Mail-Server dient der Korrespondenz mit den Mitgliedern und bedarf regelmäßiger Aktualisierung der Verteilerlisten.

Vereinsinterne Daten werden auf der Ebene des erweiterten Vorstandes in einer Cloud verwaltet. Im Zuge der Konsolidierung von Informationen werden hier verstreut abgelegte Dokumente aktualisiert, digitalisiert und zentralisiert. Bei der Überarbeitung vorhandener Textvorlagen wie Mitgliedsanträgen, Bestätigungen über Geldzuwendungen, Rechnungen etc. helfen profunde Kenntnisse der Textverarbeitung aus dem Berufsalltag.
Eine wesentliche Herausforderung stellt die durchgehende Dokumentation aller vereinsinternen Prozesse in einer Form dar, die es erlaubt, auch bei einem Wechsel der Funktionsträger die Geschäfte fortführen zu können. Nebenbei müssen Dokumente, Daten und Belege gegen Verlust gesichert, revisionsfest und den steuergesetzlichen Erfordernissen entsprechend abgelegt und aufbewahrt werden.
Diese Anforderungen erstrecken sich auch auf die Kassenführung des Vereins, die ich seit Anfang des Jahres 2017 schrittweise übernehme.

Bei allen Aufgaben im Verein kann ich auf Kenntnisse aus meiner sechsunddreißigjährigen Tätigkeit für die IBM im technischen und kaufmännischen Außendienst zurückgreifen. Dabei konnte ich Erfahrungen in Software Service, Systemberatung und Business Continuity and Recovery Services sammeln. Ich verdanke der Firma einen tiefen Einblick in Geschäftsprozesse und Organisation. Durch den fortwährenden Kundenkontakt im Außendienst konnte ich eine gewisse soziale Kompetenz erwerben.

Die Möglichkeit, diese Fähigkeiten auch nach meinem Renteneintritt sinnvoll nutzen zu können, bewog mich, Verantwortung in dem gemeinnützigen Verein FabLab Bremen zu übernehmen. Das Ziel des Vereins, einer breiten Öffentlichkeit eine Plattform zur Beschäftigung mit modernen digitalen Technologien zu bieten, kann ich aus voller Überzeugung unterstützen und halte es für fördernswert.

Als ehemaliger Mitarbeiter der IBM schätze ich das soziale Engagement der Firma und halte die OnDemand Community für eine ausgezeichnete Einrichtung, um ehrenamtliche Dienste der Mitarbeiter/Rentner zu fördern und zu unterstützen. Die Gewährung einer Zuwendung hilft dem Empfänger und mehrt gleichzeitig das Ansehen der IBM.

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