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Just enough – Wie man in zehn Wochen Veränderung gestalten kann.

Veröffentliche eine Notiz:

Ich wurde die letzten Wochen immer wieder darauf angesprochen, was wir in der IBM Garage denn eigentlich so tun. Und wie sich dieses Tun von dem unterscheidet, was doch irgendwie auch schon immer gemacht wurde. Einige eingefangene Stimmen:

„Kundenworkshops machen wir doch schon lange und zu allen möglichen Themen; was soll denn da nun anders sein?“

„Design Thinking haben wir als Denk- und Arbeitsweise unternehmensweit etabliert; Was soll hier nun neu sein?“

„Mit einem POC zeigen wir doch auch heute schon wie unsere Technology aussehen kann!“

„Sind das nicht einfach technische Kollegen, die eben bei einem Projekt helfen?“

„Wir haben doch über Digitalagenturen super Designer, die die User Experience gestalten?“

„Aus vorhandenen Daten Wert zu erzeugen – ist doch ein eigenes Projekt – dafür gibt es doch extra Leute?“

„Was unterscheidet denn die IBM Garage von dem, was Marktbegleiter leisten können?“

Lassen Sie mich hier den Bogen spannen, was wir mit der Garage adressieren und wie wir – gemeinsam mit dem Kunden – dieses Ziel erreichen.


Kapitel 1 – Wie man in zehn Wochen Veränderung gestalten kann

Gefühlt weiß jeder, dass sich aktuell in vielen Unternehmen Prioritäten um Data/AI und Hybrid Cloud drehen. Und man ist sich auch sehr schnell einig, dass man etwas tun muss und auch tun will. Die Business Chancen, die sich entlang der technischen Möglichkeiten ergeben, sind enorm und das Wort „Disruption“ wird auch gerne in den Mund genommen.

Gar nicht so einfach aber absolut erfolgskritisch ist dann der Moment, wenn man der Frage nachgeht, „WAS“ denn nun genau getan werden soll? Und vor allem, was ist denn der reale Mehrwert und Business Outcome, wenn man eben jenes „WAS“ auch wirklich tut?

Es geht darum, ob ich für mein Unternehmen formuliere:

  • Was will ich tun?
  • Was ist das Ergebnis, das ich erwarte?
  • Und wenn ich es formulieren kann, ist doch die Frage, was hält mich denn heute davon ab, es zu tun?


Die Bedenken, die dazu führen, dass es nicht zu einer Umsetzung von Ideen kommt, können vielfältig sein. Hat meine Idee einen Business Value ? Findet die Lösung Akzeptanz bei Nutzern, Sponsoren und Mitarbeitern? Limitieren mich Prozesse und Abläufe? Kann die Technologie das überhaupt leisten? Welche Daten brauchen wir? Und sind die, die wir zu Verfügung haben, ausreichend in Menge und Qualität?

Sehen sie solche Problemstellungen auch in Ihrem Umfeld ? Dann lade ich Sie ein unter dem Motto „Just enough“ weiterzulesen – um zu verstehen wie die IBM Garage Methode hier wertschöpfend unterstützen kann.


Kapitel 2 – Just enough: Wie man in zehn Wochen Veränderung gestalten kann

Im ersten Kapitel habe ich Beobachtungen mit Ihnen geteilt, die dazu führen können, dass obwohl man weiß das man was umsetzen muss /den Willen hat etwas umzusetzen, es nicht umgesetzt wird.

Heute möchte ich darauf eingehen, wie die IBM Garage Methode hier ins Spiel kommt.

Was unterscheidet die IBM Garage von all dem, was bisher schon da ist und auch weiter seine Daseinsberechtigung hat?

Just enough – scheint für viele der Fragen die Antwort zu sein.

Was ist „Just enough“ damit es dem Endnutzer einen Mehrwert gibt, unsere offenen Fragen beantwortet und unsere Hypothese validiert?

Also „Just enough“ von allem was wichtig ist, um die Initiative mit dem größten Mehrwert in eine erste kleine Umsetzung zu bringen, um über validiertes und schnelles Lernen weitergehende Entscheidungen informiert treffen zu können. Genau soviel …

  • Workshops wie notwendig, um die wirklichen Businessprioritäten herauszuarbeiten und die Bedenken/Knackpunkte, die die Entscheidung bisher verhindern, festzuhalten.
  • User Research und Design Thinking wie notwendig, um nutzerzentriert vorzugehen und den größten Knackpunkt zu adressieren.
  • Brainstorming und Ideation wie notwendig, um eine gemeinsame Lösungsvision schnell abzustimmen.
  • Vorgehensmodell wie notwendig, um ein Businessproblem in ein technisch umsetzbares Lösungselement zu übersetzen.
  • Architekturverständnis wie notwendig, um die Umsetzung im Kundenumfeld zu ermöglichen.
  • Insights über Daten und Informationen wie notwendig, um damit spezifische Erkenntnisse zu gestalten.
  • Design einer Lösung und User Experience wie notwendig, um in der Umsetzung die härteste Nuss, die man anpacken kann und will, auch entsprechend anfassbar zu machen.

Die Garage Methode beruht dabei auf Zutrauen in die integrierte und gemeinsame Leistungsfähigkeit, den Mut die wirklichen Knackpunkte in einer Hypothese zu formulieren, die Fähigkeit der gemeinsamen Umsetzung und dem Anspruch gerecht zu werden, aus dem was man tut, zu lernen.

Das ganze basierend auf sehr viel Methode, Wissen, Assets, Technology und Talenten, um eine Umsetzung an einem Stück, in einem integrierten Team, gemeinsam mit den Kunden zu gestalten.

Während Design Thinking alleine viele Ideen generiert, beantwortet die IBM Garage die Frage beginnend wie man zur Idee kommt; aber darüber hinaus, wie die Idee für eine Umsetzung aussehen kann, um dann die Idee auch inital umzusetzen.

Klassisches Enterprise Design Thinking + Co-Creation + ein interdisziplinäres Team + innovative Technology verwebt die IBM Garage Methode mit dem Ansatz des „Hypothesis Driven Development“.

Der hypothesengetriebene Ansatz denkt die Entwicklung von neuen Ideen, Produkten und Services – sogar organisatorische Änderungen – als Serie von Experimenten. Damit lässt sich herauszufinden, ob ein erwartetes Ergebnis erzielt wird. Dieser Ansatz erlaubt es, in einem sehr kurzen Zeitraum eine Basis für eine Transformationsentscheidung zu erhalten, die auch zu einem greifbaren Geschäftsbeitrag führt

Was ist das Ergebnis der Garage?

Es geht NICHT darum, ein komplettes Business Model zu entwickeln, eine extensive User Research durchzuführen und alle Personas zu definieren, einen „Service Blueprint“ bis ins letzte zu detaillieren, die Gesamtarchitektur einer Lösung komplett auszuarbeiten oder die beste User Experience mit Wow Effekt umzusetzen.

Es geht vielmehr um zügiges, validiertes Lernen. Um die härteste mögliche Nuss, die bisher eine Umsetzung oder Entscheidung verhindert hat, in der Realität zu verproben und dann zu schauen, was man in der Umsetzung gelernt hat.

Wir können damit in einer enorm kurzen Zeit wichtige Entscheidungen für kritische Themen mit realen Daten und Erfahrungen unterfüttern.

Eine unserer Prämissen ist es hierbei, dass wir mit dem Kunden arbeiten und nicht für den Kunden.

Damit hilft uns die IBM Garage bei der Beantwortung der Fragen zu Mehrwert, Funktionalität, technischer Machbarkeit und Risiken in all diesen Bereichen, die uns bisher davon abgehalten haben, wertschöpfende Themen umzusetzen.

Interesse wie das etwas konkreter in der Umsetzung in den einzelnen Phasen aussieht? Dann lesen Sie im nächsten Artikel – „Where the money is !“ , ein mehr zur eigentlichen Vorgehensweise


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Zu den Details


Kapitel 3 – Where the money is. Just enough  – Wie man in zehn Wochen Veränderung gestalten kann

Nach dem ich in den ersten zwei Artikeln mit Ihnen meine Sicht geteilt habe warum notwendige Veränderungen nicht angegangen werden und mit Ihnen geteilt habe wie man die Veränderung mit der Garage Methode aktiv gestalten kann, möchte ich heute noch ein wenig tiefer in die einzelnen Phasen eintauchen.

Ein bisschen mehr zur Methode, die nicht linear abläuft, sondern unterschiedliche Phasen beinhalten kann, die in unterschiedlicher Ausprägung und Reihenfolge durchlaufen werden können.

Ausgangspunkt: Was ist denn eigentlich das Problem? Wo sind die größten Potentiale? Beginnen wir mit der Frage, ob man wirklich die Key Themen identifizieren kann, deren Lösung zu einem Sprung im Umsatz, zu Kosteneinsparungen, zur erhöhten Kundenzufriedenheit, zu einem höheren Servicelevel und zu einer besseren Skalierung führt?

  • Wo notwendig helfen wir genau diesen Dialog anzuregen, zu orchestrieren, zu dokumentieren und das Ergebnis zu priorisieren.
  • Wenn man die Initiative festgelegt hat, gilt es mit allen Beteiligten gemeinsam zu erarbeiten, was eine Verbesserung dieses Themas an Ergebnis mit sich bringt.
    • Verständnis der inhaltlichen und wirtschaftliche Priorität – Situation aus Nutzer Sicht verstehen und Priorisierung der Themen, die den maximalen Wert erzeugen
  • Auf der Basis der festgelegten Priorität gehen wir auf die Frage ein, was uns bisher davon abgehalten hat, dieses Thema in der Umsetzung anzugehen?
  • Wie müsste eine Teillösung/ein Baustein aussehen, die/der uns die Sicherheit gibt, dass eine Gesamtumsetzung machbar, effizient, mehrwertstiftend und funktional ist?
  • Was ist die Hypothese, die es gilt zu validieren. Und ist die Hypothese geschäftsrelevant und „schwer“, so dass es notwendig ist, dies auch konkret in der Umsetzung zu überprüfen?
    • Hypothese formulieren – Beschreiben eines klaren „Wenn-Dann-Szenarios“ das es in Bezug auf die Umsetzung zu validieren gilt, um die Machbarkeit und Businessrelevanz  in der Umsetzung zu überprüfen.
  • Nun geht es darum, wie die Hypothese in der Praxisumsetzung beim Kunden aussehen kann, damit es auf der einen Seite schnell umsetzbar ist und auf der anderen Seite aber nah genug an der Kundenimplementierung liegt, um relevante Erfahrungen zu generieren.
    • Skizzieren der technischen Umsetzung
  • Bei der Umsetzung in der Garage wird oft das Wort MVP (Minimal Viable Product) verwendet. Es gilt zu erkennen, was man in diesem Zusammenhang wirklich darunter versteht. Im Unterschied zu der häufig in Agilen Methoden verwendeten MVP Definition geht es nicht darum die risikoärmste, kleinstmöglichste Lösung zu definieren (shows technology working), sondern die Idee umzusetzen, bei der die minimalste Umsetzung einen Maximum an Erfahrungsgewinn produziert.
    • Hierbei ist es das Ziel, die formulierte Hypothese zu überprüfen und sich dabei ganz bewusst die risikoreichen Elemente vorzunehmen. MVP proofs business value und generiert die notwendige Erfahrung
  • Gemeinsame Umsetzung mit den Kunden: Hierbei ist Empowerment die Grundvoraussetzung, die Ergebnisse in kurzer Zeit erzielen lässt. So ist der Kunden als Product Owner die Instanz, die den Takt und die Richtung angibt und hier wichtige Themen festlegt.
  • Auf der anderen Seite können die Garage Teams in einem sehr hohen Freiheitsgrad auf Talente, Vorgehensweisen und Technologien zugreifen. Dies führt zu Geschwindigkeit und macht Anpassungen, die durch Erfahrungen in der gemeinsamen Arbeit notwendig sind, möglich.
  • Da der Kunde auch in der technischen Umsetzung mitarbeitet – co-kreiert – ist Realitätsnähe, Verständnis der Umsetzung/Technology und damit Vertrauen, aber auch die Möglichkeit Themen direkt im Anschluss weiter zu treiben, sichergestellt.
    • Praktikable Umsetzung – in acht – zehn Wochen eine maximale Erfahrung zu generieren, die Folgeentscheidungen ermöglicht

Wenn die Umsetzung die formulierte Hypothese bestätigt, schafft dies die Basis für eine fundierte Entscheidung, die eine risikoärmere Umsetzung auf einer höheren Skalierung ermöglicht.

Jede Umsetzung in der Garage hat dabei den Anspruch transformativ zu wirken, um in der Kombination aus Technology (Data, AI , Automation, Hybrid Cloud) in Verbindung mit Applikationen, Prozessen und Vorgehensweisen dem Kunden zu helfen, seine Transformation voranzubringen.

Die Garagen Methode ist damit nicht zwangsläufig schneller als eine herkömmliche lineare Projektarbeit, sie ist aber in ihrem Ansatz wesentlich treffsicherer hin zum Ziel, wie man im Amerikanischen so schön sagt:, “ Where the money is“.


Bei den tapferen Lesern, die bis hierhin gekommen sind, möchte ich mich bedanken und freue mich über Ihre Rückmeldungen per E-Mail oder den Austausch im Gespräch. Alle Details zur IBM Garage finden Sie auch hier im Web!

Vice President, Technical Sales, DACH

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