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Mit dieser Hybrid-Cloud-Strategie gewinnen Sie den Cloud-KI-Automation-Mehrkampf

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Daten und KI, Automatisierung und Cloud Computing – die moderne Unternehmens-IT gleicht einem sportlichen Mehrkampf. Allerdings hat der multiple Cloud-Wildwuchs in den letzten Jahren eher zu einem Mehrkrampf geführt – unüberschaubare Komplexität, vermeidbare Vendor-Lock-ins und Mehrkosten sind nur einige der Fehlstellungen, an denen Unternehmen heute leiden. Was also ist zu tun, um die Cloud-Möglichkeiten auch effektiv nutzen zu können und mit der notwendigen Digitalisierung voll durchzustarten? Welche Strategie ist aussichtsreich, um den Cloud-KI-Automatisierungs-Mehrkampf souverän zu gewinnen?

Das Thema Cloud Computing mit all seinen Nebenschauplätzen und seiner extremen Buzz-Wort-Dichte ist komplex und überstrapaziert. Daher lohnt zum Einstieg ein einfaches Bild: Man stelle sich die Cloud als gewaltiges Energiepotenzial für Unternehmen vor. Damit können sie schneller und wendiger auf ihrem Markt agieren und auf die vielen kleinen und großen Veränderungen reagieren, die immer vehementer auf sie hereinprasseln – sei es im Markt, im Käuferverhalten, im Angebot, seien sie geopolitisch oder klimakrisenbedingt.

Atommodell der IBM Hybrid-Cloud-Strategie

Doch um dieses Potenzial freizusetzen, müssen Unternehmen die energetische Kraft eines Atoms entfesseln, dessen Kern von drei Orbits umkreist wird, auf denen sich jeweils ein Teilchenpaar gegenüberliegt.

Orbit 1 – Cloud und Consistency: Harmonisierung, Vereinfachung, Standort-Unabhängigkeit

Im ersten Orbit schwingt das Begriffspaar Cloud und Consistency. Bedeutet: Durch die ungezügelte Nutzung der Cloud ist in vielen Unternehmen eine mehr oder weniger zerklüftete IT-Landschaft herangewachsen. IT findet an immer mehr Lokationen statt – im klassischen Rechenzentrum, in der Cloud eines Hyperscalers wie AWS oder einer für businesskritische Anwendungen optimierten Cloud wie IBM sowie an den Rändern des Netzwerks im Zuge des Edge-Computings. Kompliziert, aufwändig und „verkrampft“ wird die Sache durch die inkonsistenten Architekturen und verschiedenen Betriebsabläufe und -tools für jeden dieser Orte des IT-Geschehens.

Wie aber löst man diesen Krampf? Wie lässt sich die erforderliche Konsistenz herstellen? Was benötigt wird, ist eine Plattform, die alle diese Lokationen adressiert. Und diese Aufgabe übernimmt in der IBM Strategie Red Hat OpenShift. Seit dem Release 4.6 ist diese Plattform weit mehr als eine Management-Plattform für Container, denn sie ermöglicht auch den Betrieb virtueller Maschinen (VM). Sie eignet sich heute für alle Arten von Workloads – von Container über VM bis Serverless. Die Plattform wird über jeden der oben genannten IT-Orte gespannt – ob Rechenzentrum, Public Cloud oder Edge. Red Hat OpenShift sorgt für die bislang fehlende Konsistenz, in dem es die gleiche, vereinfachende „Experience“ für Administratoren, Entwickler oder Architekten erzeugt, unabhängig von der Wahl des Standortes.

Warum ist diese Konsistenz so wichtig? Unternehmen haben sehr häufig für verschiedene Anwendungen und Systeme unterschiedliche Clouds verwendet, beispielsweise Anwendung „A“ in Microsoft Azure und Anwendung „B“ – da andere Anforderungen – in der IBM Cloud. Und damit fängt die Verkrampfung an. Denn da es nicht zwingend eine Portabilität von Applikationen zwischen den Anbietern gibt, kann bei Problemen einer Anwendung diese unter Umständen nicht einfach von der einen Cloud in die andere verschoben werden. Selbst bei bereits containerisierten Applikationen, die durch Kubernetes verwaltet werden, kann dieses Problem auftreten, da sich die Implementierungen der Kubernetes-Services von Cloud zu Cloud unterscheiden.

Außerdem: Wenn einer der Provider ausfällt, dann ist die Anwendung für die Endbenutzer des Unternehmens nicht mehr erreichbar, was vielleicht für einige Anwendungen durchaus vertretbar wäre, für Mission Critial Applications ist das jedoch ein „No-Go“. Verfügbarkeitsausfälle dieser Art können Unternehmen in ernsthafte geschäftliche Schwierigkeiten bringen. Auch aus Sicht des Betriebs sind multiple Clouds herausfordernd, da jede Cloud andere Management-Anforderungen und entsprechende Bordmittel dafür hat. Folglich erfordert eine multiple Cloud auch multiple Skills in IT-Betriebsteams. Von der Applikation bis zum Betrieb müssen also lauter Unterschiedlichkeiten adressiert werden, was den Aufwand entsprechend in die Höhe treibt.

Mit einer konsistenten Plattform wie Red Hat OpenShift sind alle genannten Abläufe gleich. Auch für die Entwickler wird die Aufgabe einfacher, da die sogenannten Tool-Chains zum Entwickeln, Testen und Installieren von Anwendungen identisch sind. In einer multiplen Cloud stellt jede Cloud einen eigenen Satz an Werkzeugen dafür bereit. Mit OpenShift können die Entwickler den gesamten Zyklus von der Entwicklung bis zum Deployment mit einer einheitlichen Tool-Chain erledigen, was sowohl den Aufwand wie auch die Fehleranfälligkeit deutlich verringert.

Konsistenz bedeutet auch: Die Hybrid-Cloud-Strategie von IBM schützt vor unnötigen, nicht-differenzierenden Vendor-Lock-ins, indem sehr stark auf Open Technologie gesetzt wird. Denn wer eine Anwendung beispielsweise in Microsoft Azure betreibt und dafür auch eine MS SQL-Datenbank nutzt, der bleibt in dieser Herstellerwelt gefangen – andere Clouds haben keine MS SQL-Datenbank. IBM hingegen setzt auf die Philosophie der Offenheit: Red Hat OpenShift basiert ohnehin auf Open Source Software, aber auch bei Datenbanken für neu geschriebene Applikationen setzt die IBM Strategie auf offene Datenbanken, wie postgreSQL oder mongodb.

Das ist besonders wichtig für geschäftskritische Applikationen, die bei Bedarf sehr schnell in eine andere Cloud portiert werden müssen. In manchen Branchen gibt es hier zeitliche Vorgaben, sogenannte „Portability Time Objectives“, die gewährleistet werden müssen. Wenn in Polen beispielsweise eine Bank einen geschäftskritischen Dienst über die Cloud verfügbar machen möchte, dann muss die Bank laut Gesetz sicherstellen, dass sie diese Cloud innerhalb von 24 Stunden in eine andere portieren kann. Bei Vendor-Lock-ins ist das schwierig. Offene, konsistente Systeme bieten hier entscheidende Vorteile.

Orbit 2 – Control und Capability: Anreicherung der Plattform durch wichtige Fähigkeiten und Wertschöpfung durch eine zentrale Steuerung

Unternehmen haben heute viele Standorte, müssen aber in der Lage sein, die Server oder Cluster von einer Stelle aus zu managen, um sicherzustellen, dass sie den eigenen Richtlinien zum Beispiel für Sicherheit als auch den regulatorischen Anforderungen genügen. So müssen eventuelle Anpassungen in der Konfiguration bzw. im Set-up von laufenden Clustern für alle Systeme nachhaltig erfolgen, die davon betroffen sind. Ein Beispiel hierfür ist zum Beispiel der Roll-Out von neuen Policies. Dafür sind bestimmte Fähigkeiten (Capabilities) erforderlich, die die Plattform bieten sollte. Dazu zählen beispielsweise verschiedene Layer für Automation, KI oder Integration.

Zur Automation der Plattform hat die IBM Strategie zwei Bereiche im Blick: Zum einen stellt die Plattform Fähigkeiten zur Verbesserung des IT-Betriebs mittels KI zur Verfügung. Die Ideen hierzu gehen einige Jahre, wenn nicht Dekaden zurück, als das Thema der „proaktiven Betriebsführung“ als Vehikel zur nachhaltigen Verbesserung der von der IT gelieferten Servicequalität gehandelt wurde. Darunter verstand man, manuelle Aufwände und Fehler zu vermeiden, indem man Trends beobachtete und vorzeitig Maßnahmen ergriff, wenn sich Probleme aus der Datenlage abzeichneten. Heute wird das mit Hilfe von AIOps möglich, die beispielsweise Incidents untersuchen und steuernd eingreifen, um Ausfälle zu vermeiden. Zum anderen bietet die Plattform Fähigkeiten, geschäftliche Workflows intelligent zu automatisieren.

Diesen zentralen Steuerungsfähigkeiten sind in der IBM Hybrid-Cloud-Strategie entsprechende zentrale Kontrollmechanismen beigeordnet. Diese ermöglichen, dass Unternehmen von einem Punkt aus sämtliche Systeme in der hybriden Cloud-Landschaft kontrollieren und deren Unangreifbarkeit gewährleisten können.

Orbit 3 – Cognitive Apps und Curated Data: Neue KI-gestützte Applikationen nutzen Daten am richtigen Ort

Der dritte Orbit der IBM Hybrid-Cloud-Strategie beschäftigt sich mit dem Thema Applikationen und Daten: Auf der einen Seite stehen intelligente Applikationen, wie beispielsweise Chatbots oder industriespezifische KI-Anwendungen, auf der anderen die Datenquellen, die diese Applikationen braucht. Die IBM Hybrid-Cloud-Plattform bietet dafür mit IBM Cloud Pak for Data unter anderem ein effizientes Datenmanagement. Damit können die Unternehmen ihre Daten virtualisieren und geordnet in die Data Lakes bringen.

Teil dieses Datenmanagements ist auch die richtige und rechtzeitige Zuweisung der Daten zu dem Ort, an dem sie benötigt werden. Das Thema Latency spielt hierbei eine wichtige Rolle. Heute herrscht noch das Paradigma „Data follows App“. Die IBM Plattform ermöglicht es durch ein übergeordnetes Management, die Daten genau dorthin zu bringen, wo sie ihre Aufgabe am besten erfüllen können.

Bei der Realisierung einer entkrampften digitalen Plattform dreht sich auch vieles um das Ökosystem

Ihre volle Energie entfaltet die IBM Hybrid-Cloud-Strategie durch Einbezug der vielen innovativen Mitspieler im IBM Ökosystem. Im Zusammenspiel mit Red Hat OpenShift bietet dieses Ökosystem Unternehmen Zugang zu den offenen Technologie-Tools und der Expertise, die sie benötigen, um ihre digitale Transformation durch eine digitale Plattform massiv zu beschleunigen. Die Hybrid-Cloud-Plattform wird damit zu einem reichen, vielseitigen Marktplatz, auf denen Unternehmen sehr einfach und schnell jegliche Art von Technologie und Beratung beziehen können, die sie für Transformation und Innovation benötigen.

2,5 mal mehr Wert

Zu den Geschäftsvorteilen, die sich für Unternehmen durch diese Hybrid-Cloud-Strategie ergibt: Hier sind zum einen beträchtliche Kosteneinsparungen zu nennen. Laut Aussagen von IBM Kunden kann die Einführung einer hybriden Cloud-Architektur 2,5 Mal wertvoller sein, als sich allein auf die Public Cloud zu verlassen.

Die richtige Hybrid-Cloud-Strategie steigert den Wert der Cloud-Architektur nachweislich.

Vor allem aber steht ihrem Innovationswillen nichts mehr im Wege: Die Plattform auf Basis von Red Hat OpenShift definiert quasi neu, wie Unternehmen neue Werte erschaffen und an ihre Kunden bringen können. Sie bietet eine starke Basis für geschäftliche und organisatorische Innovationen, indem sie eine Lingua Franca für Daten, Anwendungen und Arbeitsabläufe schafft und eine Fülle von Ideen von Kunden, Lieferanten und Partnern in einem Ökosystem zusammenführt.

Damit liefert sie die Grundlage dafür, den Mehrkampf der Digitalisierung aus AI, Automatisierung und Cloud zu entkrampfen – und elegant zu gewinnen.

Informieren Sie sich noch tiefgehender über die Möglichkeiten, die das Hybrid-Cloud-Computing für Ihre IT und digitale Transformation bietet und besuchen Sie den virtuellen IBM Cloud & AI Summit am 23. März 2021. Hier können Sie sich gleich kostenfrei registrieren.

Titelfoto von Tirza van Dijk on Unsplash

CTO IBM Germany, Austria and Switzerland, IBM Distinguished Engineer, Member of the IBM Academy of Technology

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