Innovation

Wie Führungskräfte und Mitarbeiter das Arbeiten von daheim optimal für sich gestalten können

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Tipps von Gregor Pillen, General Manager für die DACH-Region IBM, und LinkedIn-Influencerin und Gründerin Céline Flores Willers

Vor Corona war Céline Flores Willers viel auf Veranstaltungen unterwegs und hat Vorträge gehalten

Videokonferenzen führen, den Herd bespielen und das Home-Schooling für die Kids organisieren – so sah für viele ArbeitnehmerInnen in den letzten Monaten die tägliche „Work Life Balance“ aus. Diese Zeit hat uns einiges abverlangt aber auch viel beigebracht: Es bedeutete für Deutschland als Digitalstandort einen gewaltigen Schub. Flexiblere Arbeitsregelungen und effektives Home-Office werden in vielen Unternehmen mit großer Sicherheit auch nach der Krise zum Arbeitsalltag gehören.

Welche Regelungen dafür gefunden werden müssen und welche Tipps beachtet werden sollten, habe ich mit Gregor Pillen, General Manager für die DACH-Region IBM, besprochen. Zusammen mit meinen eigenen Erfahrungen der letzten Wochen, die sich wesentlich von meinem sonstigen Event-Alltag unterscheiden, wollen Gregor und ich euch näher bringen, wie das Arbeiten von daheim reibungslos funktionieren kann, gerade auch wenn man ein Team „remote“ anleiten muss.

Tipp: Physical Distancing aber kein Social Distancing! Bleibt in Kontakt!

Zu unserer täglichen Arbeit gehört, dass wir uns mit den KollegInnen austauschen. Nicht nur über das laufende Projekt, sondern auch mal über die kleinen Besonderheiten des privaten Alltags. Wie sehr das fehlen kann, merken wir vor allem, wenn das gesamte Arbeitsleben nach Hause verlagert wird. Gregor Pillen hat mir im Gespräch Tipps verraten, wie man diesen Kontakt auch im Home-Office aufrechterhalten kann.

„Man muss das Stay Connected zelebrieren: Zum einen kürzer, aber dafür öfters kommunizieren. Mit meinem Leadership-Team komme ich nicht nur einmal die Woche zusammen, sondern jetzt drei Mal.“

Tipp: Die Zeit im Home-Office für neues Wissen nutzen

Auch mit den MitarbeiterInnnen ist Gregor Pillen im regelmäßigen Kontakt – und zwar mit einem ganz neuen Format:

Im Home-Office nutzt Céline Flores Willers die gewonnene Zeit zur Weiterbildung

„Ich kommuniziere zweimal die Woche mit unseren Mitarbeitenden durch ein 15- bis 20 Minuten dauerndes Interview. Immer zu einem speziellen Topic, immer mit irgendeiner kleinen Sache, durch die sie auch Insights erhalten.“

Diese Idee ist super, denn gerade die Zeit im Home-Office kann man wunderbar dazu nutzen, den Blick auch für Dinge abseits der eigentlichen Arbeit zu schärfen und sich neues Wissen anzueignen. Den Weg zur Arbeit spart ihr euch und könnt die Zeit nutzen, um zum Beispiel eine neue Morning-Routine einzuführen. 30 Minuten Lesen, Yoga oder ein Podcast am Morgen für einen erfolgreichen Start in den Tag.

Tipp: Ganz wichtig: Keiner ist perfekt – und muss es auch nicht sein

Eine ähnliche Erfahrung haben in letzter Zeit wahrscheinlich viele von uns gemacht: Gerade fängt ein wichtiges Meeting an, aber die Technik will nicht klappen oder die Kinder wollen einem gerade jetzt unbedingt zeigen, was sie gemalt haben. Oder – ein Klassiker – zu Beginn der Videokonferenz bemerkt man, dass man vor dem Termin doch besser den Schreibtisch hätte aufräumen sollen…

Die Arbeit im Home-Office vermischt Berufliches und Privates fast zwangsläufig, und manchmal ist es schwer, hier die Balance zu halte. Aber hey, das macht nichts! Wir sind schließlich alle nur Menschen, und gerade kleinere und größere „Fails“ machen einen den Gegenüber sympathisch.

Nicht jeder ist perfekt: Manchmal geht es auch im Home-Office drunter und drüber

Auch Gregor Pillen hat dafür großes Verständnis. Er hat mir erzählt, dass es in den Meetings und Präsentationen der Mitarbeitenden nicht nur darum geht, Emotionen zu zeigen, sondern auch, dass man nicht perfekt ist. „Keiner von uns ist der super Fernsehstar, weil wir bisher andere Dinge machen mussten,“ sagt Gregor Pillen dazu.

Tipp: Pausen sind besonders wichtig, wenn Berufliches und Privates schwerer zu trennen sind

Pausen sind immer wichtig. Im Home-Office aber ganz besonders, wo es vielen noch schwerer fällt als sonst, einfach mal den Rechner zuzuklappen und sich kleine Auszeiten zu nehmen.

Dazu Gregor Pillen: „Natürlich sollte man darauf achten, dass man die Kalender schon so strukturiert, dass man bewusst Pausen oder Breaks einbaut, in denen man nicht alleine sitzt, sondern die man nutzt, um andere Sachen zu besprechen, die nicht zwingend business-relevant sind:  Small Talk, sich mal mit jemandem verbinden, so dass man das Stay Connected ernst nimmt.“

Mein persönlicher Tipp: Zusätzlich zu den virtuellen Small Talk-Pausen mit KollegInnen, ist es auch wichtig, in der Mittagspause vom Schreibtisch aufzustehen und am besten die Wohnung zu verlassen. Geht spazieren, eine Runde joggen oder auch ins Café. Mittagspausen sollten zur Entspannung da sein – packt also keine privat „Erledigungen“ in diese Zeit.

Tipp: Auch im Home-Office muss nicht alles digital sein

Gerade in einer Zeit, wo wir alle virtuell zusammenarbeiten, ist es manchmal sehr hilfreich, die Unterlagen direkt vor sich zu haben – und nicht nur am Laptop. Gregor Pillen hat mir verraten, dass er visuell am besten arbeitet. Deshalb druckt er sich einen Teil der Unterlagen einfach mal aus und macht sich darauf Notizen. Das kann ich total verstehen! Mir geht es ähnlich. Ich habe zwar keinen Drucker mehr, aber nutze mein Whiteboard mehr denn je. Es tut einfach gut mal, wieder einen Stift in der Hand zu haben und die Gedanken aufs Whiteboard fließen zu lassen.

„Stay Connected“ als Motto im Home-Office

Gregor Pillen empfiehlt, „stay connected” als Motto für die Arbeit im Home Office und das unterschreibe ich gerne! Wie? Ihr findet mich auf LinkedIn! 😉 >> Céline Flores Willers

Welche Erfahrungen habt ihr im Home-Office gemacht? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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