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Innovationen im Bankbereich: die Wege führen in die Cloud

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Geschäftsmodelle und Kundenanforderungen befinden sich im Wandel – traditionelle Finanzunternehmen stehen unter Druck, Innovationen auf den Markt zu bringen. Der Schlüssel dafür liegt in der Technologie. Allerdings hemmen hier nicht selten Altsysteme Erneuerungsinitiativen. Cloud-Computing bietet einen Weg aus dem Dilemma, wie folgende Beispiele und Trends zeigen.

Partnerschaften

Die Innovationskraft der FinTechs ist beeindruckend – auch in Deutschland. Das setzt die angestammten Institute unter Druck. Vor allem bei digitalen Kundenservices haben ihnen die neuen Wettbewerber einiges voraus. Zwar bringen hier viele traditionelle Banken eigene Initiativen auf den Weg. Aber diese finden häufig unter Laborbedingungen statt und haben selten das Zeug zu ertragsreichen Services zu skalieren.

Der probatere Weg zu Innovationen führt für traditionelle Banken daher über Partnerschaften: Unternehmen aus der FinTech-Szene bringen die Ideen ein, die traditionellen Institute liefern die Möglichkeit, diese in der Breite auszuspielen. Nur darf man sich dabei nicht der Illusion hingeben, der Partner-Service ließe sich Plug & Play an die eigene Systemlandschaft anstecken und schon können ihn die Kunden nutzen. Dem steht häufig die gewachsene IT-Infrastruktur der traditionellen Banken im Wege.

Shake Hands - Cloud ermöglicht Partnerschaften

Die Cloud ermöglicht Partnerschaften – Bild von Adam Radosavljevic auf Pixabay

Open Banking kann helfen, diese Hürde zu nehmen: Damit können traditionelle Unternehmen auch Cloud-Partner und Spezialangebote von außen einbinden – und somit innovative Servicepakete für die Kunden anbieten. Realisieren lässt sich das in der Praxis mit der neuen IBM Financial Services Workbench. Diese bietet die Möglichkeit, Partner und Dienstleister mittels Microservices auf einfache Weise einzubeziehen, um neue digitale Dienstleistungen als „Digital Banking Platform“ anzubieten.

Flexible Cloud-Services

Ein Dauerthema für Banken ist der Umgang mit den Legacy-Systemen. Im Gegensatz zu den Neobanken, die ihr Geschäft auf einer grünen IT-Wiese gründen konnten und meistens nativ mit flexiblen Cloud-Systemen arbeiten, laufen in den traditionellen Banken eben noch sehr viele Prozesse in Alt-Systemen – und sie tun das meistens stabil, sicher und erfolgreich. Daher ist ein reflexartiger Ruf nach Modernisierung nur um der Modernisierung willen nicht immer angebracht. Es bringt wenig Mehrwert, wenn man 100.000 Zeilen Cobol in 100.000 Zeilen Java verwandelt. Sinnvoller ist es, die Modernisierung tatsächlich enger an die gesetzten Geschäftsziele zu koppeln. Wenn das Ziel lautet, schneller innovativ zu werden, dann hilft oben genannte Maßnahme nicht wirklich.

Aus dem zielorientierten Denken ergibt sich ein sehr viel differenzierterer Umgang mit dem Thema IT-Erbe. Verschiedene Muster zeichnen sich je nach Zielsetzung ab. Diese reichen von der kompletten Ablösung der monolithischen Systeme über das Hinzufügen neuer Anwendungen zu den Kernsystemen mittels Microservices oder dem Neuaufsetzen einer Alt-Anwendung als Microservice (sehr aufwändig!) bis hin zur Bereitstellung von Services nach außen über APIs oder das Migrieren von Funktionalitäten auf eine andere Infrastruktur nach Lift- und Shift-Prinzip. Welches Muster auch immer das Ziel am besten unterstützt – wann immer es um mehr Flexibilität und Geschwindigkeit geht, kommen Cloud-Services ins Spiel. Und diese sind selbst sehr flexibel nutzbar geworden.

Industrie 4.0

Eine weitere spannende Chance ermöglicht die Cloud für Banken im IoT-Umfeld: Bislang werden Maschinen zumeist mittels linearer Kreditmodelle finanziert und damit unabhängig vom tatsächlichen Wertbeitrag der Maschine für das Unternehmen. Das geht dank Digitalisierung heute deutlich flexibler: Die Maschine übermittelt über die Cloud aktuelle Nutzungsdaten – etwa über die Menge der verarbeiteten Produkte oder die Betriebsstunden – an die Bank. Der tatsächliche Ratenbetrag richtet sich dann nach diesen Daten. Ist die Maschine stark ausgelastet, steigen die Raten, wird sie gerade erst eingerichtet oder getestet, bleiben sie niedrig. Der Kreditnehmer zahlt also immer dann mehr, wenn er es sich auch leisten kann. Für die Banken wiederum bietet sich hier ein innovatives Angebot, mit dem sie sich vom Wettbewerb unterscheiden können. Dieses Video erläutert die Möglichkeit näher.

KI und Analytics

Wichtige Enabler für Innovationen sind im Bankenumfeld KI- und Analytics-Technologien. Um diese Lösungen schnell und effizient nutzen zu können, sollten sie sich möglichst flexibel auf die vorhandenen Daten ansetzen lassen. Genau das ermöglichen spezielle Cloud-Packs for Data, wie zum Beispiel das neue IBM Financial Services Workbench for IBM Cloud™ Pak. Damit können Banken KI- und Machine Learning-Anwendungen aus der Cloud entwickeln, ohne dabei selbst viel Code produzieren zu müssen (No-Code- und Low-Code-Umgebung). Das Pak bietet Vorlagen gemäß den Standards des Banking Industry Architecture Network (BIAN), außerdem lassen sich damit relativ einfach neue Vorlagen erstellen und wiederverwenden.

Hybrid Cloud

War vor einigen Jahren die Cloud noch ein rotes Tuch für die meisten Banken, hat sich das Bild heute deutlich geändert. Fast alle Banken nutzen mittlerweile Cloud-Technologien in der ein oder anderen Form – vor allem als Hybrid-Architektur. Doch für welche Use Cases tun sie das? Sind das „nur“ periphere Workloads oder vertrauen sie der Cloud auch bereits Kernprozesse an? Für letzteres gibt es mittlerweile mit der auf Immobilienfinanzierung spezialisierte Aareal Bank einen Präzedenzfall, der Schule machen könnte – sofern es die Sicherheitsregularien das erlauben.

Dabei zeigt sich auch mehr und mehr, dass der Hauptvorteil gar nicht unbedingt bei den Kosten liegt. Viel wichtiger ist, dass die Cloud den Banken mehr Flexibilität und Schnelligkeit bei der Umsetzung neuer Services liefert. Die Umsetzung in der Cloud statt on-premise spart die Zeit für das Aufsetzen der neuen Infrastrukturressourcen. Stattdessen kann sich die Bank gleich voll und ganz auf ihren Anwendungsfall konzentrieren und muss sich nicht mit der Frage beschäftigen, welche Middleware darunter arbeitet.

Ohne Frage, die Cloud bietet Banken immer mehr Möglichkeiten, Innovationen voranzutreiben. Sie kann auf vielerlei Weise helfen, Prozesse zu verbessern oder neue Services auf den Weg zu bringen. Und mit den IBM „EBA Cloud Compliance Certificate“ haben wir die Leitlinien der EBA zu Auslagerungen direkt in unseren IBM Vertragsbedingungen gespiegelt und damit auch an der regulatorischen Ecke ein attraktives Angebot.

Mehr Informationen zu diesen Themen gibt es immer aktuell auf dieser Website – wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Business Solution Professional Finanzinstitute und Geschäftsbanken, IBM Deutschland GmbH

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