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Bildung für eine intelligentere Welt

Cloud-Computing, Virtualisierung und
Datenanalyse machen unsere Systeme intelligenter

Spitzenleistung in der Wissenschaft (OECD-Durchschnitt: 500). Finland - 563, Canada - 534, Estonia - 531, New Zealand - 530, Australia - 527, Netherlands - 525, Korea - 522, Slovenia - 519, Germany - 516, United Kingdom - 515, Czech Republic - 513, Switzerland - 512, Austia - 511, Belgium - 510, Ireland - 508, Hungary - 504, Sweden - 503, Poland - 498, Denmark - 496, France - 495, Iceland - 491, United States - 489, Slovak Republic - 488, Spain - 488, Norway - 487. Quelle: Organization for Economic Cooperation and Development (OECD) - Education at a Glance.

Wann, wenn nicht jetzt – die Technologie für das Bildungswesen überall auf der Welt muss intelligenter werden.


Die Schul- und Hochschulsysteme sind von Budgetkürzungen gebeutelt. Der Bedarf an spezialisierten Fachkräften steigt pro Jahr um 11 Prozent. Viele Tätigkeiten erfordern lebenslanges Lernen und ständige Fortbildung. Obendrein ist das Bildungswesen zunehmend komplex und schwierig zu quantifizieren geworden, da Schülern und Studierenden heutzutage eine Vielzahl unterschiedlicher Lernwege (US) offenstehen.

Eine der Herausforderungen besteht vor diesem Hintergrund darin, die Technologie für das Bildungswesen sozusagen „systemischer“ zu machen. In den USA gibt es 15.000 verschiedene Schulbezirke und über 4.000 Institute für weiterführende Bildung, die meisten davon mit ihren eigenen Zielen und Verwaltungsprozessen. In China gibt es fast 500.000 Grund- und Mittelschulen, von denen viele ihre eigenen Infrastrukturen verwalten. Diese Redundanzen haben erhebliche Effizienzdefizite, aufgeblähte Kosten und isolierte Ressourcen zur Folge.

Die gute Nachricht ist, dass bei der bildungsrelevanten Technologie Fortschritte zu verzeichnen sind: Durch Cloud Computing, Open-Source-Systeme, Virtualisierung und Analysefunktionen beispielsweise lassen sich die veralteten Infrastrukturen unserer Bildungssysteme mit neuer Funktionalität verjüngen. So können diese besser vernetzt, umfassend digitalisiert und intelligenter werden – mit einem Wort: smarter. Diese Entwicklung ist bereits im Gange.


 

In den OECD-Ländern sind die Kosten 42% für das Bildungswesen in einem Jahrzehnt (1995-2004) um gestiegen.
Durch besseres Management, bessere Bewertungsmethoden und Prozesse, könnte die Effektivität der Schylsysteme um 22% steigen - bei gleichbleibenden Kosten.

 

Vernetzt = technologische Ressourcen im Bildungswesen gemeinsam nutzen Mithilfe von Technologie, die auf Cloud-Computing basiert, können alle Schüler und Studenten an den Schulen, Colleges und Universitäten in North Carolina (US) auf die aktuellsten Lerninhalte, Softwareanwendungen sowie Datenverarbeitungs- und Speicherressourcen zugreifen. Ein Erstklässler in einem kleinen Dorf des US-amerikanischen Bundesstaats kann Erdkundestoff über die gleichen interaktiven 3D-Animations- und Erzählmittel lernen wie sein Pendant in einem namhaften Schulbezirk. North Carolina hofft so, sich an die Spitze der Bildungsdemokratisierung zu setzen – nicht nur im eigenen Staat, sondern weltweit.

Im Mai dieses Jahres kündigte die Schulbehörde der Stadt New York die Einführung von Parent Link (US) an. Auf dieser mithilfe von IBM erstellten Website haben Eltern die Möglichkeit, die Leistungen und Noten, den Unterrichtsbesuch und die Vergleichsdaten ihrer Kinder zu verfolgen. Dieses leistungsstarke Tool ist in neun Sprachen verfügbar. Es weist auf Lerndefizite hin und gibt Eltern die nötigen Informationen an die Hand, damit sie mit den Lehrern zusammenarbeiten können.

In China hat das Bildungsministerium ein Lernportal für die Grundbildung ins Leben gerufen. Dieses Portal namens Blue Sky basiert auf reiner Open-Source-Technologie. Blue Sky bietet ärmeren Schülern in ländlichen Gebieten die Möglichkeit, an Fernunterricht teilzunehmen, um die wirtschaftliche Kluft zwischen diesen Regionen und wohlhabenderen Städten zu schließen. Das Portal wird tagtäglich von über 45.000 Menschen genutzt.

In Brandenburg sind 18.000 Lehrkräfte für 220.000 Schüler in 900 Schulen zuständig. Seit der deutschen Wiedervereinigung ist die Einwohnerzahl in diesem Bundesland drastisch gesunken. Viele Schulen wurden geschlossen und die Mittel für das staatliche Schulwesen stark beschnitten. Im Rahmen des Förderprogramms Reinventing Education (US) bietet IBM eine Lösung an, mit deren Hilfe Lehrer und Bildungsexperten jetzt zum ersten Mal die Möglichkeit erhalten, sich landesweit systematisch zu vernetzen, qualitativ hochwertige Lerninhalte auszutauschen und an wichtigen Unterrichtsthemen zusammenzuarbeiten.

Digitalisiert = Schlüsseldaten erfassen Wenn ein Bildungssystem digitalisiert, also technologisch so ausgestattet wird, dass es wichtige Daten, z. B. zum Unterrichtsbesuch, zu Schulleistungen und zur Teilnahme an Aktivitäten, erfassen und weiterverarbeiten kann, lässt sich in Echtzeit feststellen, wie ein Schüler oder eine Schule abschneidet, wo Maßnahmen ergriffen werden müssen, was institutionsübergreifend und während der gesamten Ausbildungszeit funktioniert.

Intelligent = Entscheidungen treffen, die Bildung fördern Ein intelligentes Schulsystem kann seiner Leitung die nötigen Tools und Informationen bereitstellen, damit sie fundiertere Entscheidungen auf Systemebene treffen können. Die Bildungsbehörden etwa in den US-amerikanischen Bundesstaaten Illinois, Pennsylvania und Ohio arbeiten zusammen mit IBM an der Entwicklung von Datensystemen, die Informationen zu wichtigen Leistungsfaktoren wie Unterrichtsbesuch, Lese- und Schreibkompetenz und Klassenwechsel erfassen, integrieren, analysieren und darstellen. Schulleitung und Lehrer können sich so ein umfassendes Bild von der Leistung eines Schülers machen. Damit lassen sich auch auf Systemebene Entscheidungen treffen, mit denen das Lernen gefördert wird, frühzeitig problematische Tendenzen erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können und das gemeinschaftliche Verfolgen von Zielen unterstützt wird.

Hauptfach: die Welt von morgen IBM arbeitet mit über 250 Hochschulen in 50 Ländern zusammen, die Abschlüsse in Service Science, Management and Engineering (SSME) (US) anbieten. In dieser neuen wissenschaftlichen Disziplin werden Kenntnisse in den Bereichen Technologie und Wirtschaft kombiniert und komplexe Dienstleistungssysteme wie das Gesundheitswesen und Verkehrsnetze in den Mittelpunkt gestellt.

Gesprächsreihe über eine intelligentere Welt


Ein lernendes Bildungswesen
Die Stadt Mannheim erstellt ein Bildungsmonitoring, das den Entscheidungsträgern die nötige Übersicht bietet, um wirksam und situationsangepasst einzugreifen.