Für 99 Prozent der Firmenchefs ist das Internet für das Geschäft unverzichtbar
Vor zehn Jahren waren gerade einmal 30 Prozent mit E-Business aktiv / 86 Prozent investieren heute ins E-Business, um Wettbewerbschancen zu nutzen / Neun Prozent setzen mittlerweile Web 2.0-Anwendungen ein / Wachsendes Bewusstsein für Green-IT
Köln/Stuttgart, 12. August 2008 - Das Internet ist heute aus den Geschäftsmodellen der mittelständischen Unternehmen in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Das zeigt die mittlerweile zehnte Neuauflage der Studie "E-Business im Mittelstand - IT und Innovationen für Unternehmer", die IBM Deutschland und das Wirtschaftsmagazin 'impulse' seit 1999 alljährlich gemeinsam durchführen. So äußerten jetzt 99 Prozent der vom Kasseler Marktforschungsinstitut TechConsult befragten 1.005 Firmenchefs, das Internet sei für ihr Geschäft unverzichtbar. Fast neun von zehn Unternehmern (86 Prozent) setzen dabei auf das E-Business, um ihre Wettbewerbschancen zu nutzen. Zehn Jahre zuvor waren erst 30 Prozent der Firmen überhaupt mit E-Business über das Internet geschäftlich aktiv.
"In den zehn Jahren seit Erscheinen unserer ersten Studie hat sich viel getan, nicht nur was die Internet-Nutzung angeht," so Thomas Fell, Geschäftsführer IBM Deutschland GmbH. "Über die Hälfte der befragten mittelständischen Unternehmen lässt sich heute von externen Dienstleistern beraten, da die Technologien umfassender geworden sind. Der Anteil derjenigen, die für das Auslagern ganzer Prozesse offen sind oder derartige Services gar nutzen, ist allein im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent gestiegen."
Wie weit das Internet heute Geschäftsprozesse mit beeinflusst, zeigt das Ergebnis, dass bereits neun Prozent der Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern irgendeine Form von Web-2.0-Diensten im Betrieb anwenden. Im Vordergrund stehen dabei Wikis und Blogs, die in 48 bzw. 39 Prozent der Betriebe aus dieser Gruppe zum Einsatz kommen. Die freie Verschlagwortung (Tagging) setzen immerhin schon 17 Prozent dieser Nutzer ein. Für 81 Prozent aller befragten Mittelständler sind Web-2.0-Anwendungen im Unternehmen allerdings noch nicht relevant.
"Green-IT", also der umwelt- und ressourcenschonende Einsatz von IT, hat im Mittelstand bereits deutliche Spuren hinterlassen und das Bewusstsein für Energie-Effizienz und Umweltfragen geschärft. So halten 55 Prozent der Befragten die Schadstoffbelastung und 53 Prozent die Energie-Bilanz für ein wichtiges bzw. sehr wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung. 47 Prozent der Firmenchefs sorgen sich um die CO2-Emissionen, die ihre IT indirekt verursacht.
Durch die zunehmende Bedeutung des E-Business für das Geschäft und die innerbetrieblichen Arbeitsprozesse wird die IT-Strategie immer häufiger in die Unternehmensstrategie integriert. Für ein Drittel der Befragten ist sie bereits fester Bestandteil der Unternehmensstrategie, um die Effizienz der Geschäftsprozesse zu steigern.
Die abermals um gut vier Prozent steigenden Investitionen der Mittelständler in das E-Business sind ein Zeichen für das weiter wachsende Bewusstsein für die Umsatzrelevanz der digitalen Geschäftsprozesse. Die Studie kann im Internet unter www.impulse.de/e-business angefordert werden.
