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Informatiker der Universität Trier als einziger Deutscher mit renommiertem IBM Forschungspreis ausgezeichnet

Übergabe des Forschungspreises am Dienstag, 15.04.08

Als einziger deutscher Wissenschaftler unter 13 Preisträgern hat Prof. Dr. Stephan Diehl vom Fachbereich Informatik/Wirtschaftsinformatik der Universität Trier den renommierten IBM Forschungspreis Real Time Innovation Award erhalten. Im Rahmen einer Festveranstaltung in der Universität übergab Erwin Jung, Leiter IBM Wissenschaftsbeziehungen am 15. April 2008 den mit 17.000 US-Dollar dotierten Preis. Mit der Auszeichnung sollen die Forschungen des Wissenschaftlers im Bereich der Implementierung von Echtzeitsystemen mit Hilfe von Java unterstützt werden.

„IBM will mit diesem Forschungspreis die richtungsweisenden Arbeiten der Trierer Informatiker unterstützen. Die Förderung von praxisorientierten Projekten in der Wissenschaft ist ein zentrales Anliegen der IBM - und eine wichtige Investition in unsere Zukunft“, so Erwin Jung, Leiter IBM Wissenschaftsbeziehungen im Rahmen der Veranstaltung. Jährlich investiere das Unternehmen weltweit etwa 50 Millionen US-Dollar in die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten, um qualifizierten Nachwuchs zu sichern und gemeinsam Spitzenforschung zu betreiben.

Prof. Stephan Diel, Leiter des Lehrstuhls Software-Technik, der schon zum dritten Mal einen der begehrten IBM Forschungspreise erhalten hat, will den nicht zweckgebundenen Preis vor allem für die Ausweitung seiner Forschungsbemühungen durch die Einstellung weiterer studentischer Hilfskräfte investieren. „Der IBM Wissenschaftpreis kommt damit meinen Studenten zugute, die gleichzeitig praktische Erfahrung sammeln und ihr Studium finanzieren können“, erklärte Diehl.

Im Mittelpunkt der Forschungsbemühungen des Wissenschaftlers steht dabei die Implementierung von Echtzeitsystemen mit Hilfe von Java. So haben beispielsweise in der Automobilindustrie die Anforderungen an Software in den letzten Jahren stark zugenommen. Um etwa zu wissen, wann sich ein Airbag rechtzeitig öffnen muss, sei die Entwicklung sogenannter zeitkritischer Systeme erforderlich, so Diehl. Mit seinen Forschungsarbeiten will der Wissenschaftler unerwünschte Abhängigkeiten aufdecken und Programmierern Werkzeuge in die Hand geben, um zeitkritische Anwendungen zu analysieren. Mittelfristig gehe es bei den von IBM unterstützen Forschungsarbeiten um die Entwicklung von Visualisierungssystemen für solche zeitkritischen Anwendungen.

Weitere Informationen über IBM University Relations finden Sie unter www.ibm.com/de/ibm/unternehmen/university_relations