Globale und regionale Ergebnisse der weltweiten IBM CIO Studie „Die neue Stimme des CIO“
Die Informationstechnologie ist weltweit zu einem zentralen Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen geworden. Das ist eines der Ergebnisse der von IBM 2009 durchgeführten Studie „Die neue Stimme des CIO“. Für diese Studie wurden über 2500 CIOs aus 19 Branchen in 78 Ländern persönlich befragt, das macht sie zur weltweit größten Studie ihrer Art. In Österreich gab es 29 CIO Interviews.
Die Studie zeigt auch, dass weltweit CIOs mehr denn je in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Ansprüche arbeiten. Während sie Unternehmensvisionen entwickeln und Innovationen vorantreiben, fordert die Geschäftsführung von ihnen nach wie vor Kostensenkung, effiziente Prozesse und industriespezifische Lösungen.
Die Studie zeigt neben aktuellen Herausforderungen für CIOs klar den Wandel der Rolle des IT-Leiters.
CIOs sind zunehmend in die Führungsebene integriert
CIOs sind heute zunehmend in der strategischen Führungsebene von Unternehmen verankert, wobei das in stark wachsenden Unternehmen häufiger zu beobachten ist als in durchschnittlich erfolgreichen Unternehmen. CIOs nehmen – so ein weiteres Ergebnis – immer öfter Einfluss auf die Unternehmensstrategie und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Geschäftserfolg.
In Österreich, Deutschland und der Schweiz wird die Rolle des Innovators allerdings nicht so stark gelebt wie international. Das zeigen die regionalen Ergebnisse für die drei Länder. Es sind auch deutlich weniger CIOs Mitglied der Geschäftsleistung als im internationalen Durchschnitt.
Im Spannungsfeld unterschiedlicher Anforderungen
Laut Studie arbeiten CIOs heute in einem Spannungsfeld, in dem sie gleichzeitig Innovationen verwirklichen, den ROI der IT steigern und die geschäftliche Wirkungskraft der IT stärken sollen. Dieses Spannungsfeld spiegelt sich in drei Doppelrollen wider, die der moderne IT-Leiter möglichst gleichwertig ausfüllen muss: Er muss Visionär und Pragmatiker sein, Value Creator und Kostensenker, Führungskraft und IT-Manager.
Während er als Visionär gemeinsam mit anderen Unternehmensbereichen Innovationen vorantreibt, muss er gleichzeitig dafür sorgen, dass seine Projekte auch erfolgreich umgesetzt werden. Als Value Creator muss er neue Wege und Möglichkeiten für das Unternehmen erkennen und gleichzeitig konsequent nach Einsparungsmöglichkeiten suchen. Er ist strategische Führungskraft und muss gleichzeitig die Rolle IT Managers ausfüllen. In diesen Rollenpaaren steckt jedoch kein Widerspruch. Sie decken vielmehr die taktischen und strategischen Anforderungen an den CIO ab und ergänzen sich damit. Vielseitigkeit ist damit entscheidend dafür, ob ein CIO Innovation und Wachstum ermöglichen kann oder nicht.
„CIOs sind heute Führungskräfte, die eine entscheidende Rolle spielen, wenn es um die Innovationskraft und das Wachstum geht – und das unabhängig von der Größe des Unternehmens“ so Johannes Koch, Global Technology Services Leader IBM Österreich. „Der Blick auf Österreich, Deutschland und die Schweiz zeigt jedoch“ so Koch weiter, „dass die Rolle des Visionärs international stärker gelebt wird als bei uns. Die Veränderung ist also noch nicht überall passiert. Beginnen muss sie dabei in der obersten Führungsebene. Denn nur wenn dem CIO eine strategische Führungsrolle zugewiesen wird, kann er sein Potential für das Unternehmenswachstum auch voll ausschöpfen.“
Die Studie bestätigt auch, dass die Unternehmensleitung in den deutschsprachigen Ländern die Arbeit der CIOs nach wie vor nach klassischen Kriterien beurteilt. So zeigt etwa das Schweizer Ergebnis, dass die wichtigsten Beurteilungskriterien die Kosteneffizienz (47 Prozent Nennungen), die Stabilität des technischen Supports (47 Prozent) und die reibungslose Projektausführung (43 Prozent) sind.*)
Damit besteht auch Nachholbedarf beim Business-IT Alignment, also der Ausrichtung der IT-Strategie an der Geschäftsstrategie, als Grundlage für die Leistungsbeurteilung der CIOs. In der Schweiz erfolgt diese Leistungsbeurteilung etwa zu 17 Prozent während sie international bereits zu 33 Prozent erfolgt.
Als heute größte Herausforderung für CIOs liegt laut Studie in der richtige Analyse und Interpretation vorhandener Daten als Grundlage für Geschäftsentscheidungen. Business Intelligence wird von CIOs am häufigsten als das Thema genannt, das aus ihrer Sicht in den nächsten Jahren für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens entscheidend sein wird. Das gilt auch für den deutschsprachigen Raum. Themen wie Virtualisierung, Risikomanagement und Compliance stehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter unten auf der CIO Agenda als im internationalen Vergleich.
Die weltweiten Ergebnisse der Studie „The New Voice of the CIO“ finden Sie unter http://www.ibm.com/press/us/en/pressrelease/28314.wss.
Die Studie in deutscher und englischer Sprache können Sie unter folgendem Link herunterladen: http://www.ibm.com/services/at/cio/ciostudy/
Außerdem ist ein Video auf YouTube mit Patrick Cole, CIO von IBM, zu den Ergebnissen der CIO Studie verfügbar: http://www.youtube.com/watch?v=6AqSMCREXDE
*) Die Autoren der Studie unterscheiden die Unternehmen der befragten CIOs in „High Growth“ und „Low Growth“. Diese Prozentzahlen beziehen sich auf Antworten von CIOs aus Schweizer „High Growth“- Unternehmen.
Kontakt:
Dr. Gerda Ballik-Jaklitsch
Media Relations IBM Global Services,
IBM Österreich
Tel. (0) 1 21145 – 4028,
E-Mail: ballik_gerda@at.ibm.com
