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Aktuelles

Auf dem Weg zur integrierten Gesundheitsversorgung

Der Datenaustausch im Gesundheitswesen geht in eine neue Ära

Wien/Steyr, 26. September 2008 – Die Notwendigkeit von integrierten Systemen, in der Wirtschaft unumstritten, ist auch eine Vision für das Gesundheitswesen. IBM, Systema und Gruber ÄDV haben nun erstmals ein integriertes Lösung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Einsatz neuer Technologien, wie Social Software, ermöglicht dem Benutzer erweiterte Möglichkeiten mit Institutionen und Unternehmen in Kontakt zu treten. Ebenso ist es klar, dass das auch zu einer Öffnung der Unternehmen führen wird müssen, wie es etwa Blogs bereits zeigen. Man kann mit Fug und Recht von einem „Zeitalter der globalen Zusammenarbeit“ sprechen.

Kollaboration wird daher eine entscheidende Rolle in den meisten Bereichen unseres Lebens spielen. Das zeigt auch deutlich die IBM Studie „Government 2020“, die den öffentlichen Bereich untersucht hat. Für den Gesundheitsbereich, so eine der Aussagen, wird sie essentiell.

Integrierte Gesundheitsversorgung

Die "Integrierte Gesundheitsversorgung" steht für eine wesentlich engere Zusammenarbeit aller Gesundheitsdiensteanbieter (GDA), von den Hausärzten über Spitäler bis zu Pflegeorganisationen. Leistungen sollen dort erbracht werden, wo es für die Patienten am Besten ist. Die Nahtstellen zwischen den einzelnen GDAs müssen verbessert werden. Neben der Optimierung der Prozesse kann man damit auch das Potential an Einsparungen nutzen.

Diese Integration ist natürlich vor allem eine gesundheitspolitische, medizinische und organisatorische Aufgabe für das Gesundheitssystem. Die technische Infrastruktur ist allerdings essentiell für die erfolgreiche Umsetzung.

Kernstück einer solchen Lösung ist ein, auf offenen Standards beruhender, Datenspeicher, auf den alle dazu berechtigten Personen und Institutionen zugreifen, und somit jederzeit Patienteninformationen einsehen können. Auch wenn in Österreich noch nicht alle Entscheidungen für die bundesweite ELGA (Elektronische Gesundheitsakte) getroffen wurden, gibt es bereits jetzt sehr viele Anwendungsgebiete für jene GDA, die jetzt schon die Vorteile eines gemeinsamen Repositories nutzen möchten.

Ein Szenario

Ein Patient kommt mit Knieschmerzen zum Hausarzt, dieser überweist ihn zum Radiologen. Der Befund und das Röntgenbild werden im gemeinsamen Repository abgelegt. Patient und Hausarzt können darauf zugreifen und die Behandlung besprechen. Der Hausarzt überweist den Patienten in ein Spital. Die dortige Knieambulanz greift ebenfalls auf das Repository zu und begutachtet den Befund und das Röngtenbild. Nach erfolgter Behandlung speichert die Knieambulanz den vidierten Arztbrief im Repository ab, und überweist den Patienten wieder zur Nachbehandlung zum Hausarzt. Diesem stehen nun alle Dokumente des Krankheitsverlaufs zur Verfügung, womit er den Patienten bestmöglich bis zur Genesung begleiten kann.

Am IBM Symposium im September 2008 haben IBM Österreich, Systema und Gruber ÄDV erstmals eine solche integrierte Lösung für ein gemeinsames Repository der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle verwendeten Komponenten halten sich dabei an die internationalen IHE Standards (Integrating the Healthcare Enterprise). Anhand eines realistischen Szenarios wurden die IT Systeme der beteiligten GDA miteinander integriert, und der Datenaustausch vorgeführt.

In dieser Demonstration wurden auch die Prüfungen der Zugriffsberechtigungen sowie die Protokollierung aller Zugriffe vorgeführt.
Die wesentlichen Komponenten der gezeigten Lösung sind:

  • IBM: HIE (Healthcare Information Exchange - bestehend aus: XDS + XDS-I Repository & Registry, XUA Zugriffsprüfung, ATNA Audit Repository)
  • IBM: GMAS (Grid Medical Archive Solution -- hochverfügbare Speicher Infrastruktur Lösung)
  • IBM: CMO (Content Manager Offering als DICOM - XDS-I Bridge)
  • Initiate Systems: eMPI (Master Patienten Index)
  • Systema: mpa (medical process assistant)
  • Gruber ÄDV: PCPO (Arzt Software)

Zitate

"Auch wenn in dieser Demonstration noch nicht alle Funktionen vollständig abgebildet wurden, haben wir gezeigt, dass wir auch in Österreich bereits heute alle wesentlichen Funktionen für ein standardisiertes, gemeinsames Repository anbieten können. Wir werden in Kürze damit in erste Umsetzungsprojekte gehen!" sagt Werner Müller, bei IBM für den Healthcare Vertrieb verantwortlich.

"Die gezeigten Werkzeuge können die Entwicklung des Gesundheitswesens in Richtung integrierter Versorgung wesentlich unterstützen und berücksichtigen durch die internationale Standardisierung auch eine hohe Investitionssicherheit für die Kunden" sagt Johannes Bretbacher, Leiter der GesundheitsInformatik der gespag und eHealth-Beauftragter des Landes Oberösterreich.

„Bereits beim diesjährigen IHE connect-a-thon in Oxford hat Systema als einziger österreichscher KIS Anbieter die IHE Kompatibilität von mpa unter Beweis gestellt. Als führender Anbieter von vernetzten IT Lösungen im Gesundheitswesen ist es für uns selbstverständlich die hohe Funktionalität und Qualität unserer Produkte durch die Interoperabilität mit internationalen Standards zu ergänzen. Damit gewährleisten wir den heute notwendigen langfristigen Investitionsschutz für komplexe IT Lösungen.“ erklärt Hannes Reichl, Geschäftsführer von Systema.


Die Vorführung dieses Szenarios kann auch bei der „evolution 08“, eine Veranstaltung der CompuGROUP CEE Unternehmungen, am 23. und 24. Oktober 2008 im Stift Klosterneuburg live miterlebt werden.
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.systema.info.

Rückfragehinweis

Regina Gumpenberger
Systema Marketing

Georg Haberl
IBM External Relations