Kika/Leiner mit „grünem“ Rechenzentrum von IBM
Kika/Leiner expandiert kräftig in Zentraleuropa und im Mittleren Osten und damit wächst der Bedarf an IT-Leistung stark an. Abgedeckt werden soll dieser Bedarf durch ein Rechenzentrum, mit dem kika/Leiner einen neuen Weg beschreitet: Der österreichische Marktführer setzt auf „Green IT“ mit einem Rechenzentrum, in dem Energie höchst effizient genutzt wird. kika/Leiner reagiert damit auf eine Trendwende in der IT, eine Entwicklung hin zu Strom sparenden IT-Anlagen: Denn seit dem Jahr 2000 ist weltweit in Rechenzentren ein bedeutender Anstieg beim Verbrauch von Energie zu beobachten: Durch neue Lösungen im Sinne des Umweltschutzes kann dieser Anstieg eingedämmt werden.
Kühler Kubus spart Strom
Für die Planung und Errichtung des Rechenzentrums arbeitete kika/Leiner mit IBM zusammen; das IT-Unternehmen verfügt über besonderes Know-how zu Grüner IT. In Betrieb geht das neue Rechenzentrum im Mai. „In IBM haben wir einen Partner, der unsere Idealvorstellung von nachhaltigem Wirtschaften im Bereich der Informationstechnologie umsetzt“, erklärt Dr. Herbert Koch, Geschäftsführer der kika/Leiner Gruppe.
IBM begann mit einer Risikoanalyse, entwickelte das Rechenzentrumskonzept, entwarf die Baupläne und errichtete als Generalunternehmer die gesamte RZ - Infrastruktur, von der Elektrik samt Notstromversorgung bis zur Klimatisierung. IBM wird kika/Leiner auch bei der Übersiedlung von Geräten an den neuen Standort unterstützen und für einen Großteil der IT den Betrieb übernehmen.
Der Bau ist ein frei stehender Kubus mit ca. 100 m² IT-Stellfläche, der alle Sicherheitsanforderungen eines Rechenzentrums auf neuestem Stand der Technik erfüllt. Er ist verschlossen und fensterlos, mit automatischer Löschanlage versehen und gegen Wassereinbruch geschützt. Das Rechenzentrum enthält keine Arbeitsplätze und wird im Normalfall nicht betreten.
Was macht ein grünes Rechenzentrum aus? Im Fall von kika/Leiner sind es Komponenten wie eine Klimaanlage mit Free-Cooling. Das bedeutet: In der kalten Jahreszeit erfolgt die Kälteerzeugung über die kalte Außenluft. Nur an warmen Tagen werden die Kältemaschinen automatisch zugeschaltet.
Ökologie plus Ökonomie
„kika/Leiner verbindet Ökologie und Ökonomie in idealer Weise“, verdeutlicht Leo Steiner, General Manager, IBM Österreich. „Der Mehraufwand für die grüne Technologie rechnet sich schon in wenigen Monaten, der Nutzen für die Umwelt rechnet sich vom ersten Tag.“
Wesentlichen Anteil an der Lösung hat ein separater Bereich für „High Density Computing – ein Kubus im Kubus, der für die Trennung von IT-Geräten mit hoher oder niedriger Wärmeentwicklung sorgt und dadurch die Berechnung, Kapazität und Effizienz der Kühlung optimiert. In diesem Bereich stehen Racks mit neuester IBM Blade-Center-Technologie. Die heiße Abluft der IT-Geräte kann aus diesem Kubus nicht entweichen und wird durch in den Rack-Verbund integrierte, wasser¬gekühlte Klimaanlagen wieder auf Raumtemperatur gebracht und in den Raum zurückgeleitet. Das verhindert Wärmestaus und optimiert die Effizienz der Kühlung.
Der High-Density-Bereich nimmt ein Drittel der IT-Stellfläche ein und kann bei Bedarf erweitert werden. Ein weiteres Drittel ist Stellfläche für konventionelles Computing (Server mit geringerer Wärmeentwicklung). Das letzte Drittel bleibt vorläufig leer und dient künftigen Erweiterungen.
Zentrale IT
kika/Leiner hat die IT für sämtliche Standorte in allen Ländern zentral in St. Pölten konzentriert. Sie umfasst die Warenwirtschaft, die Erstellung der elektronischen Kataloge, den e-Mail-Verkehr, die Zeit¬erfassung, das Data Warehouse und mehr. Die einzelnen Möbelhäuser und Niederlassungen in den osteuropäischen Ländern und im Mittleren Osten sind per Terminal-Server mit dem Rechenzentrum verbunden. Vor Ort wird mit Thin Clients gearbeitet. Das macht es möglich, neue Standorte sehr rasch zu eröffnen und mit IT zu versorgen: einfach ans Netz anschließen, fertig – ein Instant-Modell für eine rasche Expansion.
Das neue Rechenzentrum trägt zur erhöhten Sicherheit der IT bei, nicht zuletzt auch, da sich das alte und das neue Rechenzentrum gegenseitig als Backup absichern.
Grüne Philosophien
IBM richtet sich seit 2007 stark auf „Grüne IT“ aus. Pro Jahr investiert IBM eine Milliarde Dollar in die Entwicklung von Produkten, Lösungen und Methoden, die die Energie¬effizienz in der IT steigern. Die IBM Lösungen erstrecken sich vom Consulting zur Verringerung des Carbon Footprint über energieeffiziente Hardware- und Software bis zu Green IT Services und dem Rechenzentrumsbau. IBM verfügt durch zahllose Kundenprojekte über die Erfahrung von insgesamt 3,7 Millionen Quadratmeter Rechenzentrumsfläche – das entspricht der Fläche des 5. und 6. Wiener Bezirks zusammen. Das Unter¬nehmen stellt auch die eigene IT auf Grün um: IBM konsolidiert derzeit weltweit mehrere tausend Server auf etwa 30 Großrechner vom Typ IBM System z unter Linux, was den Energieverbrauch drastisch reduziert.
IBM hat sich darüber hinaus seit langem verpflichtet, in allen Geschäftsaktivitäten eine Führungsrolle im Umweltschutz einzunehmen und sieht Umweltschutz als integrierten Bestandteil der Unternehmenspolitik.
Das passt gut zur Linie der kika/Leiner Unternehmens¬gruppe, in der der Umweltschutz ebenfalls einen hohen Stellenwert einnimmt. Beispielsweise konnte kika/Leiner den eigenen Stromverbrauch durch eine gezieltere Beleuchtung und durch Energiesparlampen in Österreich 2007 um 18 % senken. In den neuen Häusern in Brünn und Pilsen setzt man auf ein völlig neues Lichtkonzept und arbeitet mit effizienten Leuchtmittel wie HQ-Leuchtstoff¬lampen.
Auch in den Handelssortimenten von kika/Leiner wird nachhaltigem Wirtschaften ein hoher Stellenwert beigemessen. Mit der „Grünen Linie“ verfügt die Unternehmensgruppe über eine der profiliertesten und bekanntesten ökologischen Möbelhandelsmarken Österreichs. Durch die Zertifizierung aller „Grüne Linie“ Produkte mit den international anerkannten Umweltgütesiegel „Österreichisches Umweltzeichen“, bzw. „Europäisches Umweltzeichen“, soll für die Konsumenten Transparenz geschaffen und das Bewusstsein für nachhaltige Produkte erweitert werden. Die Marke wurde einem umfassenden Relaunch unterzogen, dessen Ergebnis sich in den 50 kika und Leiner Einrichtungshäusern präsentiert.
Die „Grüne Linie“
Die „Grüne Linie“ – das bedeutet natürliche Materialien in edlem Design und ausgezeichneter Qualität. Konkret steht die Marke, deren hochwertiges Sortiment sich über die Bereiche Schlafen, Wohnen, Speisen und Textilien (Frotteewaren, Bettwaren, Bettwäsche) ausdehnt, für die Verwendung natürlicher Materialien und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. So stammen beispielsweise die zur Produktion verwendeten Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Die Marke besitzt einen eigenständigen, hochwertigen Designanspruch. Durch Zertifizierungen gibt sie dem Konsumenten ein sicheres Produktversprechen ab und das zum besten Preis-/Leistungsverhältnis. Der Leitgedanke dabei ist, Kunden klar, transparent und nachvollziehbar über die hohe Produktqualität und die ethische Fundierung der „Grüne Linie“-Produkte zu informieren.
Langfristig wird die Zertifizierung aller Produkte der „Grünen Linie“ angestrebt. Bereits heute sind alle Matratzen, Pölster, Decken und Bettwäschen mit dem Gütesiegel „Öko-Tex Standard 100“ versehen. Mehr als die Hälfte der Möbellieferanten befindet sich derzeit im Zertifizierungsprozess. Namhafte Marken, wie Pabneu oder Ada, sind dabei schon in der Abschlussphase.
Fair Trade
Leiner engagiert sich als zertifizierter Partner von Label STEP für fairen Handel von handgefertigten Teppichen. Alle im Sortiment geführten handgefertigten Teppiche werden entsprechend der STEP-Vorgaben unter fairen Bedingungen erzeugt und gehandelt. Mit der Zertifizierung wird sichergestellt, dass ein umfangreicher Kriterienkatalog, wie die Respektierung gerechter Arbeitsbedingungen, faire Preise für gerechte Löhne, Bekämpfung missbräuchlicher Kinderarbeit, Förderung umweltverträglicher Produktionsverfahren und die Zulassung unabhängiger Kontrollen vor Ort eingehalten werden. kika steht unmittelbar vor Abschluss der Label STEP Zertifizierung. Im Bereich der Weißware (Geschirrtücher, Badetücher, Handtücher, Badematten) bietet kika/Leiner seinen Kunden die Möglichkeit, mit dem Kauf eines zertifizierten Fair-trade Produktes, mit fair gehandelter Baumwolle einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Baumwollbäuerinnen und -Bauern in Entwicklungsländern und zur Förderung des Umweltschutzes zu leisten.
Marken mit Umweltzeichen
kika/Leiner führt zahlreiche weitere Marken für umweltbewusstes Wohnen, die durch das Österreichische oder Europäische Umweltzeichen gekennzeichnet sind: Matratzen und Polstermöbel von Joka, Holzmöbel von Team 7, Böden aus nachhaltiger Produktion von Forbo, Emissionsarme Farben von Ulz, Bettdecken mit TENCEL-Füllung von Hefel, Frottierwaren von Vossen oder Framsohn-Frottierwaren mit natürlichem Weichmacher von Lenzing Modal-Framsohn. Hinzu kommen Aktionen wie die „Nachhaltigen Wochen“ bei Leiner und der „Energiespar-Beratungstag“ bei kika.
Kontakt:
kika/Leiner: Mag. (FH) Katharina Hülmbauer Unternehmenskommunikation & PR Tel. (0) 2742 805 1425 e-mail: katharina.huelmbauer@kika.at
IBM Österreich: Dr. Gerda Ballik-Jaklitsch Media Relations IBM Global Services, IBM Österreich Tel. (0) 1 21145 – 4028 e-mail: ballik_gerda@at.ibm.com
