Nützliche Informationen zu RSS-Feeds

Einführung in das Thema

m heutigen Informationszeitalter verbringt man häufig mehr Zeit mit der Suche nach aktuellen Informationen als damit, diese tatsächlich zu lesen. Stellen Sie sich die folgende Situation vor: Sie verfolgen gerne die aktuellsten Nachrichten aus unterschiedlichen Quellen. Um über internationale Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben, besuchen Sie regelmäßig die Websites von CNN, Yahoo News und der BBC und zudem vielleicht noch die Websites nationaler und regionaler Sender oder Nachrichtenagenturen. Über Neuigkeiten im IT-Bereich informieren Sie sich regelmäßig bei CNET, PC World, Slashdot und natürlich bei IBM. Außerdem lesen Sie die Blogs Ihrer Freunde.

Wenn Sie jede Website einzeln aufrufen müssten, würden Sie mehr Zeit für das Abarbeiten Ihrer Lesezeichen aufwenden als für das Lesen der Schlagzeilen. Vor allem könnte es sein, dass Sie dann feststellen, dass seit Ihrem letzten Besuch auf der Website keine neuen Nachrichten hinzugekommen sind – ein unnötiger Zeit- und Arbeitsaufwand. Hier kommen die RSS-Feeds ins Spiel.

Was ist ein RSS-Feed und wie wird er gelesen?

Ein RSS-Feed (oder allgemeiner ein „Feed“) ist einfach ein Abonnement für aktualisierte Inhalte einer Website oder Webseite. Mit RSS können Sie sich automatisch benachrichtigen lassen, wenn ein Update vorgenommen wurde. RSS steht für Really Simple Syndication. Technisch gesehen ist ein Feed eine speziell codierte XML-Datei auf jeder dieser Websites, mit der die neuesten Schlagzeilen in einem maschinenlesbaren Format aufgelistet werden.

Um RSS-Feeds lesen zu können, benötigen Sie entweder eine spezielle Software auf Ihrem Computer (einen RSS-Reader-Client) oder Zugang zu einer Website, die dieselbe Funktion anbietet. Um einen Feed zu „abonnieren“, müssen Sie lediglich mit der rechten Maustaste auf das entsprechende -Symbol klicken und dann Copy Link Location oder Copy Shortcut auswählen. Fügen Sie dann den Link in Ihren RSS-Reader ein. Benutzer freier, webbasierter Services wie Bloglines, My Yahoo und Pluck können alternativ einfach die entsprechende Schaltfläche anklicken, um den Feed ihrem Benutzerkonto hinzuzufügen. Beide Möglichkeiten werden im Folgenden ausführlicher beschrieben.

Was unterscheidet RSS von E-Mail?
Erstens müssen Sie bei RSS nicht Ihre E-Mail-Adresse angeben. Das heißt, dass weniger Unternehmen und Personen Ihre E-Mail-Adresse kennen und Sie möglicherweise weniger Spam-E-Mails erhalten.

Zweitens gehen neue Artikel, die Sie über RSS erhalten, nicht in Ihrem Maileingang ein. Sie speichern und lesen alle Artikel über die RSS-Reader-Software bzw. die Website, die Sie konfiguriert haben. Damit wird Ihr Maileingang weniger verstopft und enthält in erster Linie die E-Mails Ihrer Freunde, Familienangehörigen und Kollegen und weniger von Mailing-Listen.

Ein dritter Vorteil besteht darin, dass die Feeds, die Sie abonnieren, automatisch von der RSS-Reader-Software organisiert werden. Anders als bei E-Mails, die alle in einer einzigen langen Liste in Ihrem Posteingang dargestellt werden (wenn Sie keine Filter gesetzt haben), stellen RSS-Reader Feeds üblicherweise sortiert dar. Die Feeds von CNET und von BBC News werden zum Beispiel getrennt voneinander angezeigt, was Ihnen einen besseren Überblick gibt.

Nicht zuletzt sind RSS-Feeds in der Regel viel schneller als die meisten Benachrichtigungen per E-Mail.

Welche Clients stehen zur Verfügung?
Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Clients, einige davon kostenlos, andere kostenpflichtig. Dabei gibt es folgende Unterscheidung:

  • Aggregatoren für den Desktop werden auf dem Computer installiert und stehen für Windows, Linux und beinahe alle anderen Plattformen zur Verfügung. Webbasierte oder online verfügbare Clients sind spezielle Websites, auf denen Sie sich ein Benutzerkonto einrichten, das Sie beim Abonnieren von RSS-Feeds angeben. Die Feeds lesen Sie dann auf dieser einen Seite.
  • Auf Ihrem Rechner installierte Clients haben den Vorteil, dass Sie die Nachrichtenartikel auch offline lesen können. Die Geschwindigkeit ist dabei allein von der Leistung Ihres Computers abhängt. Webbasierte Clients hingegen bieten den Vorteil, dass Sie die Feeds überall und jederzeit einsehen können, sofern Sie Zugang zu einer Internetverbindung und einem Web-Browser haben.

Eine umfangreiche Liste beider Arten von Clients bietet Wikipedia unter folgender Adresse: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_feed_aggregators (in Englisch). Die Liste umfasst Links zu den Homepages der verschiedenen Clients einschließlich Informationen zu Download und Installation.

Hinzufügen eines Feeds zu einem Client
Die genaue Vorgehensweise hängt stark von der Funktionalität Ihrer RSS-Reader-Software ab. Im Wesentlichen ist sie folgendermaßen:

  • Gehen Sie mit Ihrem Web-Browser auf die Website des Unternehmens, über das Sie sich auf dem Laufenden halten wollen, und suchen Sie nach der Schaltfläche oder (beide sind gleichbedeutend).
  • Klicken Sie die Schaltfläche mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Copy Shortcut (Internet Explorer) bzw. Copy Link Location (Firefox) oder den entsprechenden Menüpunkt Ihres Web-Browsers aus.
  • Starten Sie Ihre RSS-Reader-Software.
  • Suchen Sie die Schaltfläche, den Link oder den Menüpunkt mit der Bezeichnung Add a Feed oder einer vergleichbaren Bezeichnung.
  • Fügen Sie die URL, die Sie in Schritt zwei kopiert haben, ein (entweder durch Drücken der rechten Maustaste und Auswählen des Menüpunkts „Einfügen“ oder durch Anklicken des Feldes und Drücken der Tastenkombinaiton Strg+V).
  • Klicken Sie auf „OK“ oder „Hinzufügen“, um den Feed hinzuzufügen.

Der Feed müsste jetzt in der Liste Ihrer Feeds angezeigt werden.

OPML
Zur Unterstützung von Unternehmen (Aggregatoren), die Listen von RSS-Feeds gemeinsam mit anderen nutzen, bietet IBM auch eine Datei im OPML-Format an: http://www.ibm.com/ibm/syndication/index.opml. Nähere Informationen zu OPML, seiner Verwendung und Spezifikation erhalten Sie im Wikepedia-Eintrag zu OPML unter http://de.wikipedia.org/wiki/Outline_Processor_Markup_Language .

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