Moderne Arbeitswelten

Auf dem Fahrersitz der Digitalisierung: die Cloud!

Die Schnellen fressen die Langsamen. Von der Finanzbranche über die Automobilindustrie bis zum Gesundheitssektor, ob Mittelstand, Start-up oder Großkonzern – Digitalisierung bedeutet einen radikalen Wandel für alle Wirtschaftsbereiche. Die große Herausforderung liegt in der Geschwindigkeit, mit der neue, digitale Geschäftsmodelle gedacht, entwickelt und in den Märkten implementiert werden müssen. Technologien wie Cloud Computing machen das möglich, denn nur mit dynamischen und global skalierbaren Infrastrukturen können Unternehmen ihre IT-Strategien an den sich ständig verändernden Markt anpassen und damit die Unternehmensstrategie agil unterstützen. Und wir wissen ja: „Wer zu spät kommt, den bestraft der Markt!“

So zeigt der Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2016 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie große Unterschiede beim Digitalisierungsgrad der Branchen. Unternehmen haben zwar in den letzten Jahren ihre internen Prozesse und Arbeitsabläufe weiter digitalisiert und nutzen digitale Technologien und Dienste generell stärker. Das ist grundsätzlich positiv, reicht aber noch nicht für die Überholspur. Nach dem Motto „One fits all“ vorzugehen, ist kein Erfolgsrezept – vielmehr gilt es zu schauen, in welcher Phase der Transformation sich das Unternehmen befindet – und dementsprechend die passende Cloud-Strategie zu entwickeln.

Optimieren und Ausbauen der Infrastruktur
Leistungsfähige und flexible Infrastrukturen sind das Herz der digitalen Transformation. Unternehmen müssen auf der einen Seite den stabilen Betrieb ihrer Kernsysteme sicherstellen, auf der anderen Seite erfordern digitale Geschäftsmodelle ein Maximum an Geschwindigkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit sowie Sicherheit. Wenn die Server unter Höchstlast nicht mehr verfügbar sind, verpufft die beste Werbekampagne und verärgert die Kunden – dynamische IT-Ressourcen aus der Cloud lösen das Problem.

Ein kritischer Erfolgsfaktor ist die Verbindung zwischen den oftmals starren Backend-Systemen der klassischen Datenverarbeitung – „Systems of Records“ – und den so genannten „Systems of Engagement“, also Social Business und mobile Anwendungen, mit denen Unternehmen mit ihren Interessenten, Kunden und Partnern interagieren. Diese Anwendungen verfügen typischerweise über kurze Innovationszyklen und dadurch bedingt über eine hohe Änderungsgeschwindigkeit.

Um diesen sehr unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden entscheiden sich immer mehr Unternehmen für eine Mischung aus Private- und Public-Cloud-Services. Der Trend für 2017 geht klar in die Richtung dieser hybriden IT-Strukturen. Laut einer aktuellen

Studie des IBM Institute for Business Value nutzen heute vier von fünf Unternehmen weltweit die Cloud, um die digitale Transformation voranzutreiben, vorherrschend sind dabei hybride Cloud Modelle. Wichtig ist, dass diese hybriden Umgebungen ganzheitlich – möglichst end-to-end – gemanaged werden und die verschiedenen Datenquellen miteinander verknüpft sind.

Viele Unternehmen nutzen hybride Cloud Modelle, um die digitale Transformation voranzutreiben.

Innovation – ohne Geschwindigkeit ist alles nichts
Haben Unternehmen ihre Infrastruktur optimiert, geht es in einem weiteren Schritt darum, wie neue Lösungen und Anwendungen schnell entwickelt oder eingebunden und implementiert werden können. Meistens scheitert der schnelle Go-to-Market an den fehlenden modernen Tools und Services, die die Entwicklung, den Test und die Implementierung unterstützen. Cloud-Plattformen stellen Entwicklungswerkzeuge, Datenbanken, Laufzeitumgebungen und technische Frameworks bereit, so dass Entwicklungskosten und -zeiten sinken und Tempo beim Entwickeln neuer Services gewonnen wird. Zeit ist ein kritischer Faktor denn disruptive Geschäftsmodelle bekannter oder neuer Wettbewerber können jeden Markt jederzeit durcheinanderwirbeln.

Auf offenen Standards basierende Innovationsplattformen wie beispielsweise IBM Bluemix bieten Zugang zu aktuellen Technologien wie dem Internet of Things oder kognitive Lösungen wie IBM Watson. Dank vorgefertigter Services müssen Entwickler das Rad nicht immer wieder neu erfinden, sondern können ihre Ideen häufig schon in Stunden und Tagen statt in Wochen oder Monaten umsetzen und ausprobieren. Der Bluemix App-Store für Entwickler bietet über 150 Services von IBM und Drittanbietern, auf der Entwicklungsplattform Watson Developer Cloud auf Bluemix sind aktuell mehr als 30 Watson Dienste verfügbar, unter anderem für semantische Analysen, Bild-, Gesichts- und Spracherkennung sowie Übersetzungsdienste. So können Unternehmen ihre kognitiven Anwendungen mit Watson schnell und einfach entwickeln. Denn: Innovationsfähigkeit bedeutet auch in der Lage zu sein, mit großen Mengen unstrukturierter Daten umzugehen und neue Erkenntnisse aus deren Auswertung zu gewinnen.

Neue Geschäftsmodelle
Cloud Computing unterstützt vor allem dort neue Geschäftsmodelle, wo große Datenmengen verarbeitet werden. Schauen wir uns als Beispiel das Trendthema Industrie 4.0 an: Wenn Unternehmen erfolgreich an der Industrie 4.0 partizipieren und intelligente Fabriken betreiben wollen, ist Cloud die Basistechnologie. Denn die intelligente Fabrik besteht aus dezentralen, vernetzten Produktionsumgebungen mit unterschiedlichen Komponenten und jeweils eigenen Datenquellen. Ohne Cloud Computing können Unternehmen die wachsenden Datenmengen gar nicht verarbeiten und ad hoc auswerten, um Produktionsprozesse erfolgreich zu automatisieren und zu optimieren. Auch im Gesundheitssektor nutzen Ärzte Cloud-Angebote, um beispielsweise rechenintensive dreidimensionale Bilder aus Kernspintomographen zu analysieren.

Gerade kognitive Technologien aus der Cloud und die zunehmende Vernetzung über das Internet der Dinge bieten den Unternehmen viel Spielraum für neue wegweisende Geschäftsideen.
IBM auf der CeBIT – Heimat der Digitalisierung und Schauplatz für die Cloud
Digitalisierung ist das zentrale Thema der CeBIT und dabei nimmt auch das Thema Cloud einen breiten Raum ein. Auf dem IBM Stand auf der CeBIT in Halle 2 können Besucher Technologien erleben, die die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle unterstützen oder gar erst ermöglichen. Zwei Beispiele: IBM Bluemix Infrastructure bietet eine hochskalierbare Cloud-Infrastruktur, die weltweit in rund 50 Rechenzentren verfügbar ist. Oder Thema Integration: IBM Cloud Integration Services ermöglichen die Verbindung unterschiedlicher Ressourcen aus Applikations-, Server-, Speicher- und Netzwerkressourcen, die über physische und virtuelle, öffentliche, private und hybride Cloud-Umgebungen verteilt sind.

Und da ja bekanntlich alle Theorie grau ist, kommen auch Kundenprojekte und Praxisbeispiele bei IBM auf der CeBIT nicht zu kurz. Erleben Sie Beispiele von Unternehmen, die sich auf die Reise gemacht und durch den Einsatz von Cloud Technologien neue Geschäftsmodelle entwickelt haben. Dazu zählt unter anderem das Erfurter Unternehmen Qundis, das sich unterstützt durch Cloud-Technologien vom Messgeräte-Hersteller zum Lösungsanbieter für das Energiemanagement entwickelt hat.

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